Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1809139
H 
Tatfi , 
Jacopo. 
in Marmor über dem Haupteingange des Battisteriums hinterließ 
er unvollendet. V. Danti vollendete das Werk. Für Giovanni Bar- 
tolini führte er die Statue eines jun en Bacchus aus, die später 
in das florcntinisehe Museum gebracht wurde, wo sie 1762 (luPCll 
Brand zu Grunde ging. Im dritten Bande des Mus. Fior. p. 51; 
ist sie gestochen. 
Auch in Ferrara hinterliess Sansovino Werke der Bildhauerei. 
für den Herzog führte er die Statue desHercules aus, und in der 
liirche des Campo santo sind einige der schönen Sculpturen von 
ihm. In der Capelle des heil. Anton in S. Petronio zu Bologna 
 1st die Statue des heil. Antonius von seiner Hand. 
In S. Antonio zu Padua wurde von ihm und seinen Schülern 
der reiche Reliefschmuck der Capelle del Santo gefertiget. Als ei- 
genhändiges Werk gilt das Basrelief, welches die Erweckung eines 
Mädchens durch St. Anton vorstellt. Auch ein zweites Werk die- 
ser Art in der Capelle, Mucius Scävola vor Porsenna, wird ihm 
zugeschrieben. 
111 der Cathetlrale zu Verona wird ihm der Tradition nach das 
Monument des Bischofs Nichesola zugeschrieben. Es wurde auf 
Iiosteil des Canonicus Francois Gervais errichtet. 
Dann war Sansovino auch bei der Ausschmiicliung von St. 
Maria di Lorctto in der Mark Ancona thiitig. Die Wände sind 
sehr reich in Stncco verziert. Maggi und Vincent haben die ar- 
chitektonischen Ansichten und die Ornamente gestochen. 
Im Museum zu Berlin werden diesem Iiiiilstler ebenfalls zwei 
VVerke zugeschrieben. Das eine ist ein Altaraufsatz aus einer Iiir- 
ehe in Venedig, mit Maria in der Mitte, welche das Iiind stehend 
auf einer Brüstung hält, rechts St. Jacobus und eine Heilige. Den 
Hintergrund bildet reiche Architektur iin Geschmacke des Cinque- 
ccntio. Das Edle und Erhabene in der Madonna erinnert auffal- 
lend an lWIichcl Angele, und die durchgängig sehr fleisstge Aus- 
fiihrung erstreckt sich mit ianz besonderer Sorgfalt auf die Ge- 
wiinder, welche bis, zu den leinsten Falten einen höchst gewähl- 
ten Geschmack zeigen. Dann ist daselbst ein Hochrelief in weis- 
sein Marmor, welches in dem mehr malerischen als plastischen 
Styl der Auffassung den Einfluss des Michel Angele kund gibt. 
Manche Motive erinnern an dessen durch einen alten Stich he. 
kannte Composition desselben Gegenstandes. 
Im zweiten Bande der Storia della Scultura vom Grafen Ci. 
cognara sind mehrere plastische Werke dieses Meisters abgebildet. 
Sansovino starb zu Venedig 1570, und wurde in S. Gemignano 
begraben. llier wurde ihm ein Mausoleum errichtet, mit der von 
A. Vittoria gefertigten Büste des Meisters. Im Jahre 1807 wurde 
diese Iiirche deinolirt, und das Monument wurde in jene des heil. 
Mauritius gelaracht. Seit dem Jahre 1822 Sich? 1111111 1111550150 in 
der Capelle della Salute 1m Seminar des Patriarehcn, von w'o aus 
es später wieder nach S. Maurizio gebracht werden sollte. _Te- 
manza schrieb das Leben dieses Iiiinstlers: Vita di J. Sansovino. 
Venezia 1752. 
Das von Titian gemalte Bildniss dieses Künstlers hat P. Mo- 
naco gestochen. R. Pozzi stach das von S. di Tito gemalte Por- 
trait desselben. Von Cechi haben wir ein kleines Bildniss San- 
sovino's. Auch bei Vasari und Bottari kommt es vor. In der flo- 
rrnlinischcll Serie deH-itratti. IV. 125 ist eine Medaille mit seinem 
Bildnisse gestochen.
        

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