Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1809065
Tatsrad, Johann Michael, Bildhauer, geb. zu Winnten im Ge- 
biete von Trier 1705, clurelizog als Geselle ganz Deutschland, und 
liess sich dann in Frankfurt nieder, wo er die Tochter des Malers 
W. Bosehach heirathete. Er hinterliess da eine Menge von Wer- 
ken: Statuen, Epitapliicn und Basreliefs in Marmor und Alabaster, 
Bilclwerlie in Elfenbein, Speckstein, Wachs u. s. w. Er fertigte 
Figuren und "Fliierc aus diesem LWIatei-iale, ernsthaften und lau- 
nigen Inhalts.- I-Iiis en zählt mehrere auf. Der liiinstler war bis 
an seinem 1782 erfoägtcn Tod unermiidüt tliiitig. 
Tal-m, LHZäITO, Beiname von L. Tavarune. 
Tattersall, 3-, Architekt zu Manchester, gehört zu den bessten 
neueren englischen Künstlern seines Faches. Er machte seine 
Studien in Italien, und bewies dann in allen seinen VVerkexl die 
gründlichstcn Kenntnisse. Er baute 1859 die guthische Capelle 
zu Duhinüehl (Chesliire), ein schönes und im reinen Style durch- 
gefiihrtps Gebäude. Tattersall ist aber auch in der alten klassi. 
scheu Baukunst erfahren. 
. 
Tülitl, Jaeopo, enannt Sansoviirn, Architekt und Bildhauer, 
wurde 147g zu gldorenz geboren, und zeigte schon in frühester 
Jugend entschiedene Anlage zur Iiunst, die sich namentlich in 
kleinen Modellen aussprach. Der Vater unterstützte diese glüch- 
liche Anlage auf mögliche Weise, und übergab ihn dem Andrea 
Contueei Sansuvino, welcher mit väterlicher Sorgfalt das Talent 
des Schülers pflegte. Diess erzieugte zwischen diesem und dem 
Meister eine wechselseitige Anhiingliehkeit, und zuletzt ging der 
Zuname Andrea's selbst auf Jaeopo über, der von nun an allge- 
mein Jacupn Sansuvino genannt wurde. Er widmete sich anfangs 
ausschliesslieh der Bildlmuerlaunst, und übte sich mit Andrea del 
Sarto, der: "t Jacopo innige Freundschaft schloss, mit solchem 
Eifer im Zeiämen, dass beide liiinstler es hierin zu seltener Voll- 
liuninwnheit brachten. Ihr Streben war zwar ein verschiedenes, 
aber einer lernte vom anderen, da sie auch ihre Gedanken über 
Kunst und deren Schwierigkeiten austauschtcxi. Ihr Vorbild war 
Michel Angele. Unter denjenigen, welche nach den berühmten 
Gartens desselben zeichneten, {inden wir namentlich diese beiden 
Künstler erwähnt. 
Von Florenz aus" begab sieh Sansovino mit Giuliano da Sau 
Galle nach Rum, wo ihn Raphael und andere grosse Künstler 
hoch schätzten, nur der neidsüchtige Michel Angele ihm grollte, 
weil er einen Nebenbuhler fürchtete. Buunarotti erkannte in den 
VVerliexi des jungen Künstlers ein eminentes Talent, das unermü- 
clet nach Vollkommenheit strebte. Tatti studirte mit Eifer die anti- 
laen Bildwerlae, deren er mehrere nxeisterhaft restaurirte. Auch ei- 
nige Statuen und Gruppen mutlellirte er, und nebenbei richtete 
er nach dem Vurhilde Sau Galluß: das Augenmerk auf die antilse 
Baukunst, die lbrtail seine Zeit theilte, bis er zuletzt in Venedig 
fast aussehliesslich der Architektur den Vorzug gab. Der rastlose 
Fleiss und die Sucht nach sinnlichem Vergnügen verursachten ihm 
aber eine Iirankeit, welche ihn nöthigte, zur Herstellung seiner 
Gesundheit nach Florenz zuriiclazukehren. Hier bot 1515 der Ein- 
zug des Pnhstes Leo X. den liiizxstlern Gelegenheit zu einer 
llrlextge von "Verzierungsnrheitrexi, und Snnsuvino lumnte jetzt in 
architektonischen Erfindungen sein Talent zeigen. Er erhielt den 
Auftrag, Zeichnungen liir läiumxilibögen zu entwerfen, zu de
        

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