Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1809008
Tassaerl , 
Henr. 
F elicitas. 
Tassaert , 
Antonia. 
halt in k. preussische Dienste berufen. Eine seiner ersten Arbei- 
ten war die Büste Friedrich's des Grosscu in Marmor, welche jetzt 
in der liunstkammer zu Berlin aufbewahrt wird, aber ohne höhe- 
ren Iiuustwverth ist, wie Iiugler (Bcschr. der Iiunsthammer S. 284) 
bemerkt. Von anderen Büsten nennen wir jene des Moses Men- 
delssohn, welche J. J. Tassaert gestochen hat, und dann jene des 
Abbe Raynal, welche beide als vorzügliche Werke gepriesen wur- 
den. Inzwischen vollendete er auch die schon in Paris begonnenen 
Bildwerke für den Prinzen Heinrich, welche in Marmorgruppen 
bestehen, und den Palast desselben zierten, die jetzige Univer- 
sitäts-Aula. Der Prinz besass mehrere Statuen und Gruppen von 
ihm, siinnntlich allegorischunythologischer Richtung und unter 
halber Lebensgrüsse. Vier dieser Werke wurden 1342 in Berlin 
zum Verkaufe ausgeboten, und als würdige Repräsentanten der 
liunstperiode des lYleisters anempihhlen. Sie stellen die Genien 
des Krieges und der Freundschaft, das Opfer der Freundschaft 
und Liebe, und die Liebe von der Hodhuiig genährt dar. Die 
beiden letzteren sind Gruppen. Dann fertigte 'I'assaert auch vier 
Statuen für den Saal des Cavalierhauses bei Sanssoucy, das Monu- 
ment der Frau von Blumenthal in der katholischen Kirche zu Ber- 
lin, verschiedene kleine Gruppen, Figuren, Vasen u. s. w, Zu seinen 
späteren Hiluptwerliell ehiiren die Statuen des General Seidlitz 
und des Feldmarschall läeith auf dem Wilhehnsplatze. Unt diesen 
Standbildern, welche im Costuxne der Zeit erscheinen, wgrde das 
erstere als besonders charakteristisch gerühmt. D. Berger hat diese 
Statue nach einer Zeichnung von J. C. Fritsch 178i gßätßßhell- gr- 
fol. Tassaert fing auch das Grabmal des Grafen von der Mark 
an, welches aber Schadow nach seinem Tode ganz umgestaltete. 
Tassaert war Oberaufseher über alle Sculpturwerke in Berlin, 
und R-ctor der Akademie dnselbst. Er starb 1788. Schadow wurde 
sein Nachfolger. und dieser berühmte Künstler lebt noch zur 
Stunde (1848). Henriette Felicitas Tassaert hat das Bildniss un- 
sers Künstlers gemalt und geschabt. 
Tassaert, Henriette Fellcitas, die älteste Tochter des obigen 
Bildhauers, erwarb sich durch ihre Pastellmalereien Ruhm. Sie 
malte Bildnisse berühmter und hoher Personen, selbst solche des 
Königs und der königlichen Familie. D. Bergor stach 1789 nach 
ihr das Bildniss des Ministers Wüllner für die Berliner Wochen- 
schritt, J. J. Tassaert dasBildniss Friedrich's des Grossen und ein 
solches von Philipp Sidney, und Halle 1788 jenes des Freiherrn 
von Heinitz, Curators der Akademie in Berlin. Dann malte sie 
auch das Bildniss ihres Vaters und stellte es noch kurz vor dessen 
Tode in einem Schwarzkunstblatte dar, fol. Sie war Ehrenmit- 
glied der k. Akademie. Später trat sie mit dem Justizrath Robert 
in ein eheliches Verbiindniss, und dieser schenkte 1841 die hin- 
terlassenen Pastellbilder derselben dem k. Museum in Berlin. Die 
Künstlerin war damals schon lange todt. 
1) Das Bilclniss des Bildhauers J. P. A. Tassaert. I1. F. 'I'assaert 
sc. In Schabliunst, gr. fol. 
Tassaert, Antonla, liupferstecherin, die jüngere Schwester der 
Felicitas, erlernte von ihrem Vater die Zeichenkunst, und arbeitete 
dann einige Blätter in Punl-atirmanier aus. Sie starb 1787 in Berlin. 
1) Das Bildniss des Königs von Preussen, k]. fol. 
2) Lamia, ein mit Hosen bekränztes Mäidcherf, welches die 
Thcoi-be spielt, nach Cipriani, kl. fol. 
5) Einige Vignetten.
        

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