Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801939
Sole , 
Pietro 
Soleyscl , 
Jacques 
3 
S919, Pletrü del, heisst in Torrcfs Ritratto di Milnno 167-1 ein 
Maler, von welchem bei den Benediktineru in Mailand lllüllfulß 
Darstellungen des heil. Benedikt in Frescu gemalt sind. 
Sole, Franceschlno del, nennt Füssly einen Maler,  Wül- 
chcm in der Gallcrie von Capu cll Nluulß m Neapel clu Lhld ge- 
wesen seyn soll. 
SOleTlÜ, Glürg"); Maler von Alessandria, hliihte in der zweilrn 
Hälfte des 16. Jahrhunderts, ist aber, obgleich ein Künstler von 
Bedeutung, nach seiner Bildungs- und Lebensgeschichte unbekannt. 
Auch Lurnazzu und Nlalvasia wussten nichts hierüber. Letzterer 
sagt nur, dass ein Altarbild der Hausliapellc der Cunventualen in 
Alessandria, welches St. Augustin und St. Franz vorstellt. wie sie 
die Stadt der Madonna empfehlen, in jenem Style von Brill gemalt 
sei, welcher vor den Carracci in Italien herrschend war. Die Figuren 
verrathen mehr Fleiss als Geist, die Farbe ist matt und das Ganze 
zeigt einen Iiiinstler, der die römische Schule nachahmen wollt", 
aber nicht konnte. Ein zweites Altarbild ist in der Dominicaiuer- 
kirche zu Casale, und stellt St. Lorenz auf den ltiuieen vor der Nia- 
donna vor, wie drei graziiise Engelchen den llost zu heben su- 
chen. Hier erscheint der liiinstlei- mehr auf llataeliscl-ier Bahn, iu 
Reinheit der Zeichnung, in Schönheit und Grazie der liijple, su 
wie in bezeichnendem Ausdrucke. Durch das Fenster sieht man auf 
eine schöne Landschaft. Dieses Gemälde hielt Malvasia tür das 
besste Werk, welches Casale aufzuweisen hatte, und dem nur mehr 
Leben in der Färbung und grösserc Kraft des Hcllduuhels zu wiiu- 
sehen wäre. Das Gepräge irgend einer Schule tragen also diese 
Werke nicht. Auch mit liernarilinu Lanini, seinem Schwiegerirater, 
ist er nicht zu vergleichen. Die Wcrlte der römischen und mai- 
liindischen Schule scheint er daher nur nach liupterstichen studirt 
zu haben. Am meisten nähert er sich dem B. Cainpi. 
Fiurillo behauptet indessen, Sulerio bringe seinem Vaterlanda 
grosse Ehre, und selbst das Ausland habe ihn geehrt. Nach der 
Angabe dieses Schriftstellers war er auch Bildhauer, und wurde 
an den Hol Philipp ll. nach Spanien berufen, wo er für S. Lu- 
renzo in Madrid mehrere VVeritc ausfiihrte und die Bildnisse der 
ganzen k. Faiuile malte. Der iilinig soll ihm 1580 auch das aus- 
schliessliche Privilegium erlheilt haben, das VVappeu von Spanien 
und Portugal zu malen. Soleriu soll aber die Vortheile iliesei- 
Bcgiinstigungnicht erkannt, und daher in Mailand dieselbe einem 
anderen übertragen haben, woraus dieser grussen Nutzen 1,115. 
Dicss erzählt Gliilini in den Annal. di Alessantlria 1000 p. 107. 
Dann rühmt Malvasia diesen Fvleistcr auch als POFlfDllllliilPf, 
und vergleicht ihn mit Passerutti. Archiinbolili, Gaete und dem 
Cremaslaei- del Monte. Auch Loinazzo sagt, Solerio habe Sitrll 
durch einige Bildnisse am Hufe des Herzogs. Emanuel von Savoycu 
Ruhm erworben. Im Jahre 1537 starb der liüustler. 
8018110, Rafael Angeln, der Salm des Obigen, war ebenfalls 
Maler, und wie Lauzi sagt, nichts weniger, als ein Rafael und 
Michcl Angele. In der Salsristei von S. Erunccscu zu Alessanxiria 
ist ein schwaches Bild von seiner Iland. 
Soleysel, 
seinem 
Jacques de, ein k. französischer Stulhucister, geb. auf 
Gute Clapie (Eures) 1617, ist als Schriftsteller bekannt, und
        

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