Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1802479
Somer, 
Paulus- 
van. 
Somcr, 
Bcrnard. 
57 
zwei Darstellungen unter den Blättern des Jan van Sonne: 
zu verstehen seyen. 
56) Ein Üflizier und ein junges Weib im Gespräche. Van S0- 
mer fec., qu. fol.  
Eine solche Darstellung wird im Calaloge der Winclilerß 
sehen Sammlung unserm Meister beigelegt, es hat aber 
wahrscheinlich dieselbe Bewandtniss, wie mit dem obigen 
Blaue.  
50mm) P3111115 Van, Maler, der ältereliiinstler diesesNamens, lebte 
zur Zeit, als C. van Mander sein Sehilderbzieek herausgab (1604), 
in Antwerpen. VVie alt er damals gewesen, ist nicht bekannt, in- 
dem v. Mander nur sagt, er sei noch unverheirathet (vrijgezel). 
Dagegen nennt ihn der genannte Schriftsteller trefflich in allen 
Thcilen der Kunst, sowohl als Bildnissmaler, als in historischen 
Compositionen. Um 1606 begab sich der Iiünstler nach London, 
wo er jetzt bis gegen 1020 zahlreiche Bildnisse malte, die ihm einen 
riihmlichen Namen machten. Irrig ist aber Dallnway ll. 202, wenn 
er behauptet, dass Somer durch das Bildniss des jungen Lord 
Arundel, welcher 1557 zu Brüssel starb, in England bekannt ge- 
worden sei. Er konnte auch 15g? dass Bildniss des Sir Thomas 
Bodley in London nicht gemalt haben, wie Dallaway xwieder be- 
hauptet, da der Künstler zu der Zeit. als v. Mander sein Werk 
herausgab, noch in Amsterdam sich aufhielt. Beide Bildnisse waren 
in Arundel Castle. In St. James erklärt Dallaway ein meisterhaft 
gemaltes Bildniss des Grafen W. v. Penibroclse als Sumerfs Werk, 
und in Windsor sah er ein Bildniss Jakob I. Noch vorzüglicher 
soll das Bildniss dieses Monarchen und seiner Gemahlin mit Pferd  
und Doggen in Hamptoncourt seyn. Auch sein Bildniss der Kö- 
nigin Anna von Dänemark" wurde daselhst aufbewahrt. Dann 
nennt Dallaway noch das Bildniss der Lady Morton von 1615, des 
Kanzlers Bacon und seines Bruders Nicolaus zu Corshambury, des 
Sir Simon Wcston in ganzer Figur mit der Piclse von 1608, der 
Marquise Hamilton u. a. Einige schrieben ihm auch ein Bildniss 
des ersten Grafen von Devonshire zu, welches aber von Mytens 
hßfrüllrt, wie Walpole versichert. Nach der Aussage dieses Mei- 
sters können die Bilder von Mytens und Somer miteinander ver- 
wechselt werden, und man kennt sie nur dadurch, dass der erstere 
seine Bildnisse auf Sammt, letzterer sie auf Strohdecken stellte, 
wie Walpole angibt. Indhinsanger sah Direktor Waagen das Bild- 
liss des berühmten Baco von Verulam, sehr klar und fleissig in 
ninem warmen Ton gemalt. Wo die übrigen sich jetzt befinden, 
fanden wir nicht angegeben. Auch über seinehisttirischen Gemälde 
ist wenig bekannt. Im Stiche existiren zwei Bilder: das Opfer 
(lts Abraham, und die Steinigung des hl. Stephan. Auf beiden 
ließt man: In aula Albretina prope St. Hilarium, ohne Namen des 
Sißdiers, welcher der Schule Thomassin's in Paris angehört, gr. 
qv. fol. Es gibt auch eine verkleinerte Copie. Anderwärls lesen 
Wi', dass J. Bara nach ihm gestochen habe. Dieser Meister ist 
älllr als Thomassin, aus der Zeit des Malers. N. Haublin stach 
Sei! Bildniss. 
Wmßrl Bernard, Maler von Antwerpen, der Bruder des Obigen 
Iiümtlers, hielt sich einige Jahre in Italien auf, und schloss sich 
zu Deapel an A. Mytens an, dessen Tochter er heirathete. Zur 
Zeit des C. v. lVIander (1604) lebte er wieder in Amsterdam bei 
scinvm Bruder. Der genannte Schriftsteller nennt ihn einen guten 
Portnitmaler und erfahren in anderen Compositionen. Er malte
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.