Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807354
Sueur, 
Elisc 
Sueür, 
Eustache 
545 
Das Denkmal des englischen Gesandten Andre Mitehel in 
Berlin. L. S. del. S. (G. F. Schmidt) 56., lbl. 
Kopf eines alten LVIannes mit Bart, gest. von D. Bergen, in 
schwarzer und weisser lireide, fol. 
,Ei[n liinderkopl, in Röthehuanier von D. Berges: gestochen 
1'264. l. 
 Der I'iopl' eines Asiaten mit Turban, von J. C. Felber in 
Tuschmanier tTÖtl- 
David mit der lirone auf dem llaupte, vor ihm das Weib von 
'l'hekon auf den linieen und ticbcn ihr ein geharnischter Bitter, 
gest. von D. lflerger juri. 116.1, (In.  
David auf dem Throne, und Nathan vor ihm stehend, das 
Gegenstück zu obigem Blatte. 
Die Cartouchc mit dem Abmarsch der Tataren, auf der grosseil 
Iiarte der Crim, welche der Direktor Cesar durch D. Beräer sen. 
1772 stechen liuss. 
Die grosse Cartouche auf der liarte des schwarzen und Asow'- 
scheu Meeres, welche derselbe 1775 durch Berger stechen liess. 
Sie enthiilt Neptun auf dem Muschelwagen. 
SUCHT, EllSG lß, die Tochter des Formschneiders Pierre Le Suenr 
jun„ übte ebenfalls den Formsehnitt, doch finden wir keines ihrer 
Blätter angezeigt. Sie schnitt um 1765 die Stempel für die Tuch- 
macher in [luucn und erhielt dafiir Besoldung. 
SUCHT, ELISEHGlIG 16, Maler, einer der ausgezeichnetsten französi- 
sehen Meister des tlilnlirliunderts, war der Sohn eines Bildhauers 
von Nlunt-Ditlier, und wurde 1677 111 Pßrlä geboren, wo er unter 
Leitung S. Vouet's so schnelle Fortschritte machte, dass selbst C. 
le Brun und P. Mignard ihm nicht folgen konnten. Er lieferte 
schon während seiner Lehrzeit acht grosse Bilder, welche den 
'l'raum des Polypliilus zum Vorbilde hatten. Dieses Werk ist von 
Francesco Colonna verfasst und in seinen verschiedenen Ausgelaen 
mit Holzschnitten geziert, die nach den Zeichnungen von Gio. 
Bellini und Andrea Wlantegna, oder wie einige geglaubt haben, 
nach jenen von Rafael getcrtiget seyn sollen a). Diese [lliitter ha- 
hcn den Künstler wahrscheinlich zu seinen Compositionen begeistert, 
wodurch er schon frühe mifder VVeise der älteren italienischen 
Schule bekannt wurde. Dieses Werk könnte ihn auch zum Stu- 
dium der Antike und der Werke ßafaeks geführt haben, deren et" 
in Original und in Nachbildungen vor-Fand, und somit wird es er 
lslärlich, dass E. le Suenr sich den Ehrennamen eines französischen 
Rafael erwerben konnte, ohne Italien gesehen zu haben. Aul 
ihn, sagt liugler (Handbuch S. 825), hatte der edlere Schünlieits 
sinn, der liataeks Cnmpositionen durchdringt, lebhaft gewirkt; 
er wusste sich demselben nicht olute Glück anzunähern, und die- 
sen reineren Adel der Form zugleich zum Ausdruck einer milden 
und eigenthiimlich liebenswürdigen Geniiithsstimmting zu machen. 
Ohne jenen Aufwand an Geist, der bei Poussin ersichtlich wird, 
wirken seine Bilder dennoch anziehender als die Werke des letz. 
teran, erscheinen sie überhaupt als- die vviirdigsten Leistungen der 
französischen Schule.  Man erkannte aber auch die Verdienste 
dieses Meisters. Er wurde schon als junger Mann Mitglied der 
alten Akademie des hl. Lucas in Paris, und als 1648 die neue er- 
richtet wurde,.war er unter der Zahl der zvvült" ältesten Mitglieder 
dieser Anstalt, und zugleich das edelste unter ihnen. Allein, wie 
4') Siehe hierüber Benedetto Montagna, IX. 407. 
Naglefs Künstler-Lesen Bd. XVII. 35
        

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