Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807223
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Suardo , 
Giovzmni 
Battista. 
Suan, 
Jean. 
hält in einem Prachtbau eine auf dem Throne sitzende allegerische 
Figur, die einem kmeenden Manne ein Buch reicht. Das erstere 
dieser Bilder erinnert in der Madonna wesentlich an Leonardo 
da Vinci, und unter den Knieenden sind mehrere ansprechend le- 
bensvolle Köpfe. Das zweite hat nach Kugler (Besch. d. Gallerie 
S. 34) eine abweichende Behandlung, eine mehr pastose Malerei, 
als das eben genannte Bild. 
B. Suardi soll auch Architekt gewesen seyn, und mehrere Bau- 
werke hinterlassen haben, worunter Milizia besonders die schöne, 
mit Säulen und doppeltem Corridor gezierte Kirche des hl Saty- 
rus zu Mailand nennt. Allein Bramantino scheint die Baukunst 
nur in Folge seiner Vorliebe für die Perspektive studirt zu haben, 
und wendete dieselbe in der Malerei an. Wie Braxnante Lazzari 
als Architekt Auszeichnung erlangte, so erwarb sich Bramantino 
als Architekturmaler Ruf. Er zeichnete viele Bauwerke, nament- 
lich antike Denkmäler, welche er in der Lombardei vorfand. E: 
hinterliess auch einige Aufsätze über Perspektive und alte Bau- 
kunst, die Lomazzo in seiner Idea del Ternpio bekannt machte 
Bramunte dürfte sich des Rathes dieses Meisters bedient haben, M; 
wie Suardi anderseits Bauten desselben mit Malereien verzierte 
wodurch er sich den Namen des kleinen Bramante (Bramantinui 
erworben haben könnte. 
Suardo, Gmvanm BQIIISCB, Medailleur und Formschneider zu 
Mailand, bekleidete um 156o_die Stelle eines Müpzmeisters, und 
folgte als solcher seinem Schwnegeryater Leo Leonl. Dann leistete 
er auch als Formschneider Vorzüghches. Lomazzo räumt ihm eine 
würdige Stelle ein, seine Werke sind aber noch nicht erforscht. 
Suarez oder Juarez, Lorenzo, Maler von nqumia, war Schi 
ler von B. Cartucho, und malte mehrere Bilder für die Kirchen 
der genannten Stadt. Im Convente de] Carmen calzadu ist vun 
ihm die Marter des hl. Angeln, in der Sacristci der Mercenarins 
calzados eine Scene aus dem Leben des hl. Bamon Nonnato, und 
ein zweites Bild in der Sakristei Slßlltsdlß Cummunion des h] 
Petrus Nolasco vor, alle in lebensgrossen Figuren. Suarez Start; 
1602, wie C. Bermudez versichert. Wenn das von Brulliot IL 
187521 erwähnte Monogramm sich auf Suarez beziehen sollte, so 
müsste statt 1662 1602 zu lesen seyn. Er vermuthetindessen selbst 
dass die letztere Jahr-zahl die richtige sei. Wenn aber der genam; 
Schriftsteller sagt, dass Füssly nach Fiorillo den Iiünstler 1608 
sterben lasse, so ist dieses von B. Carclucho zu verstehen, dessen 
Tod Fiorillo 1608 setzt. 
Um 1666 lebte ein Maler Martin Suarez de Orozco. 
811811, JeaYi, Historienmaler, geb. zu Toulouse 1753, war Schüler 
von Cav. Bivalz, und erhielt schon _in jungen Jahren den grossen 
Preis der Malerei mit einer allegorischen Darstellung, welche gich 
jetzt in der Sammlung der zikademie zu Toulouse befindet. Die, 
seslßild bezieht sich auf die Verdienste Ludwigs XVI. um die 
Freiheit der yereinigten Staaten. Mehrere andere Bilder dieses 
Künstlers wurden mit goldenen und silbernen Medaillen beehrt, 
deren er bis 1734 sechs zählte. Solche Preisbilder sind: Moses Was_ 
5er aus dem Felsen schlagend, die hl. Jungfrau auf Wolken, Sh 
Johannes in der Wüsste, die Taufe Christi, die Bekehrung des 
Saulus, der Heiland mitMaria und Johannes, der Täufer am Ufer 
des Jordan, St. Michael's Sieg uber den Satan, die meisten in
        

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