Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807158
Sturm , 
Anton. 
Sturm , 
Ferdinand. 
525 
Sturm, AUIÜU, Maler von Augsburg, hielt sich mehrere Jahre in 
Rom auf, und fertigte da eine grusse Anzahl von Zeichnungen 
nach Statuen und lebenden Modellen, meist in schwarzer Kreide 
und mit Weiss gehöht. Diese Zeichnungen wurden sehr gesucht 
und geriihmt. Ueberdiess malte er Bildnisse und historische Dar- 
stellungen. Starb zu Frankfurt am Main 1750, ungefähr 60 Jahre alt. 
Sturm, Carl, Kupferstecher, machte um 1785 in München seine 
Studien. und stach daselbst auch einige Blätter. Wir finden fol. 
gende erwähnt: 
1) Franz Mieris, nach dessen eigenem Bilde in der Pinnkmhek 
zu München. mit Dedication an den Grafen 'I'örring-Grons- 
feld. In Punktirmanier, 4. 
2) Der kleine Taxnbour, nach W. Mieris' Bild in der Pinako- 
thek zu München, mit Dedicatiuxl an Carl "Theodor von 
Bayern. In gleicher Drlanier,  
Sturm, Carl Christoph Gottlieb, Architekt, bekleidete die Stelle 
eines Professors der Civilbauhunst an der Akademie in Jena, und 
gab einige Werke heraus, die aber dem heutigen Standpunkt der 
Iiunst nicht mehr genügen. Starb um 1815. 
VVir haben von ihm einen Cursus der bürgerlichen Baukunst. 
I. Th. Giessen 180g. 8. Dann gab er auch eine Mineralogie den 
Baukunst heraus. Chemnitz 1800, 3. 
Sturm, ChTiStOPha Bildhauer, arbeitete in der ersten Hälfte des 
18. Jahrhunderts in Prag. Im Stifte St_rahow 1st von ihm eine 
Statue des Johannes Evangelisten von Stem, 1725 gefertiget. 
Sturm, G2, Formschneider, 
sich Vignetten von ihm. 
arbeitete 
[H11 
1808 zu 
Halle. 
Es 
Enden 
Stllfm, Ferdinand, Maler von Zürich. lebte um die Mitte des 
16. Jahrhunderts in Sevilla. und ist daher im Vaterlande verges- 
sen, sowie in Spanien wenig bekannt. Sturm ist aber ein origi- 
neller Meister, dessen VVerke Charakter und Ausdruck haben, 
nicht ohne Einfluss des Michel Angeln. In einer liatwelle der Cn- 
thedrale von Sevilla ist ein grosses Altarwerlt von ihm, welches 
die Auferstehung Christi und zu den Seiten die vier Evangelisten 
in lebensgmssen Figuren vorstellt, woher der Altar den Namen 
„de lus Evangelistas, oder de los Santilanes" hat. Das Ganze be- 
steht aber in neun Ablheilungen, in welchen auch halbe Figuren 
von Heiligen erscheinen. Unter den Heiligen Justa und Rußm; 
liest man: Hernandus Sturmius Ziriczcensis faciebat 
1555. Ganz unten ist eine zweite Inschrift, mit einer jetzt un- 
deutlichen Jalirzahl MDIV oder MDLV. Man glaubte, der liiinst- 
ler habe dieses Bild in Italien gefertigt-n, und er sei nicht selbst 
in Spanien gewesen; allein C. Bermudez (Dieionario de los 11m5 
illustres protessores etc.) [fand im Archive der Cathetlrale eine Hech- 
nung. nach welcher 1554 elf! Esturme und Andreas Drlorin für die 
Taxation des von Ant. Arfian und Ant. Ruiz gemalten Altares del 
Sagrario antiguo eine Sumlne ausbezahlt erhielten. Jener Esturine 
ist wohl Hernandus Sturmius, der in Ansehen gestanden haben 
muss, da ihm die yViirdigung zu bezahlender Kunstwerke anheim 
gegeben wurde. Fussly, welelier_nach Fiorillo H1" der oben ge- 
nannten Inschrift nZiriczcensisa liest, glaubt, es konnte darunter 
Ziriksee in Holland zu verstehen seyn, was wohl zu bezweifeln ist.
        

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