Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807083
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Stürmer, 
Carl. 
Stürmer , 
Ludwig 
WVilhchn. 
digen Auffassung, einer sicheren Zeichnung und einer gelungenen 
Färbung bietet, wenn es auch gerade der Critik nicht entging, und 
dieseeine strengere Ordnung der Massen bedingte. Das Zweige 
Gemälde stellt die Erstürmung von Belgrad durch Max Emanuel 
dar, welcher mit dem Degen in der Faust 1688 zuerst die Mauern 
erstieg. Auch in diesem Bilde spricht sich der lebendige Geist 
des Künstlers aus, welcher hier trotz der nichts weniger als male- 
rischen Uniformen des deutschen Heeres eine günstige Wirkung 
erzielte, was auf Rechnung der geschickten Anordnung im Allge. 
meinen, und mehrerer charakteristischen Gruppen und Figuren zu 
setzen ist. Correkte Zeichnung und gute Färbung sind weitere 
Vorzüge des Gemäldes. Die den Heldenmuth bezeichnende Alle- 
gorie gegenüber ist ebenfalls von ihm. Nach Vollendung dieser 
Gemälde liihrte der Iiünstler auch einige Bilder in Oel aus, ms; 
stens Scenen aus dem Mittelalter, und Landschaften: mit Burgen 
und anderen älteren Gebäuden, durch eine bedeutsame Staifag. 
gehoben. Unter den ersteren nennen wir das Gemälde, welche. 
Friedrich den Eisernen. Markgrafen von Brandenburg vorstellt. 
wie er 15132 bei Berau die Hussiten schlägt und aus der Mark vor- 
jagt. Dann malte er auch Genrebilder und militärische Sceneih 
Einige Gemälde mit Darstellungen aus dem Volksleben in Tiru] 
fanden grossen Beifall, so wie überhaupt Scenen dieser Art liin- 
gcre Zeit viele Verehrer fanden. Im Jahre 1857 übertrug Coruq- 
lius dem Maler G. Hermann und unserm Künstler die Ausführung 
des Gemäldes der Weltschüplung in der St. Ludvtrigskirche zu 
München, wobei ihnen der vom Meister gezeichnete Carton zum 
Vorbilde diente. Dieses Gemälde gehört als solches zu den schön. 
sten der Kirche, da in Haltung und Färbung Höheres geleistet ist, 
als im jüngsten Gerichte, welches von Cornelius in Farben ge- 
setzt ist. 
Im Jahre 1311 öffnete sich unserm Stürmer in Berlin ein neue;- 
Wirlsungskreis, da er mit Cornelius dahin sich begeben hatte. Der 
liünig von Preussen lieu damals den majestätischen junischen Pop. 
ticus des von Schinkel erbauten Museums mit Malereien ausschmii. 
cken. wozu bekanntlich der Architekt selbst die Entwürfe gemacht 
hatte. Stürmer und Hermann begannen noch im genannten Jahre 
unter Oberaufsicht des Direktors von Cornelius die Arbeit, und 
stellten die Cartons her in der Grüsse, welche das Locul bedingt_ 
Sodann SCltflllCll sie an die Ausführung der Gemälde, welche jetzt 
vollendet sind und gerechte Bewunderung erhalten. Wir haben 
über diese Composititanen schon im Artikel SchinkePs gehandelt. 
Stürmer ist lYlitglied der Akademie in Berlin. 
Die beiden Frescobilder in den Arkaden des k. Hofgarten: zu 
München sind durch die Lithographie bekannt, unter dem Titel; 
Frescogemälde aus der Geschichte der Bayern in den Arkaden des 
Hofgartens zu München, 19 Blätter, zum Theil Origiual-Litho- 
grbphien. München, Cotta, qu. fol. In derHermanWschen Kunst- 
haudlung zu München erschienen sie in einer Folge von tÖ Bliig. 
ter, fol. In der Portraitsammlung des Professors Vogel von Vogel. 
stein ist das Bildniss dieses Meisters. 
Stürmer , Ludwlg Wilhelm, Bildhauer, a" Bruder des Obigen, 
wurde 1812 in Berlin geboren, und unter Leitung des Professur: 
Wichmann lierangebilclet. Er hatte schon in Berlin einige schöne 
Arbeiten geliefert als er nach München sich begab, wo der Hünst- 
ler längere Zeit im Atelier des berühmter: Schwanthaler bescliiilliget 
war, und das Lob einen der tüchtigsten Schüler diese: Meisters
        

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