Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1802361
46 
Solomri, 
Anton. 
Solon- 
Jahre eine Schrift über den Plan dieses Unternehmens heraus,.wn- 
durch die Beschreibung und Abbildungen der Mosleauäschen Alter- 
thümer angekündiget wird. Wir haben demnach ein interessaulqs 
Prachtwerk zu erwarten.  
SÜIOmä; Antßfl, Maler von Fiiedenburg in Bayern , war Schiller 
der Alsademie in Miinehen, und trat um 1356 als Seihstsliinmliger 
Künstler auf. Er malt Bildnisse, und auch einzelne Figuren. 
3010119 Edelsteinschneider, war nach der gewöhnlichen Annahme ein 
Zeitgenosse des Diuskorides, der als der ausgezcichnctste Arbeite;- 
aus der Zeit des Kaisers Augustus zu nennen ist, Aber auch Solon 
gehört zu den berühmtesten tiiinatlern seiner Art, dessen Werke 
mit jenen des Dioskorides eine Heihe von Cameen beginnen, an 
welche sich in noch grösserer Wichtigkeit diejenigen anschliessein 
welche das Julische und Claudische (Seschlecht darstellen, um] 
ansser der Kostbarkeit des Materials und der geschickten Benu. 
tzung auch durch vieles Andere Bewunderung verdienen. Wil- 
haben über diese beiden Meister keine hinreichenden Notizen aus 
dem Alterthume, neuere Schriftsteller haben aber nach dem Voi-_ 
gange von Winckelinann, der in seiner Geschichte der lflunst auf 
sie aufmerksam macht, die Werke derselben öfters zum Gegerh 
Stande einer gelehrten Elrörtrerung gemacht. So schrieb Höhle;- 
cine Abhandlung über diese beiden Künstler. Auch 'l'iilken filnrl 
in seiner Beschreibung der Gemmensammlung des Museums in 
Berlin Gelegenheit über diese Künstler sich auszusprechen- Diese 
Schriftsteller gehören der neuesten Zeit an, sie haben aber mehrere 
Vorgänger, unter welchen Stosch, Bracci. Murr n. a. zu nennen 
sind. 
Solon schnitt den Kopf deslVIecänas, oder einen Kopf, welchen 
man als jenen dieses berühmten Freundes des Augustus erklärt 
Er bezeichnete denselben mit seinem Namen, so wie man überhaupt 
immer den Namen des Urhebers liest:  ELIOIEI oder 
ZOAIZNOZ. Auf dem genannten Steine gab aber der Name zu 
einer irrigen Deutung Anlass, indem e nige darin den I'iopl' des 
Solon erkennen wollten. Dieser liopf kommt in lviederholungeu 
vor; ein solcher ist im Cnbinct des Iiiinigs von Neapel, in der 
Sammlung Riccardi zu Florenz, und Baron Stosch besass eine alte 
Glaspaste. Gestochen ist er bei Stusch, Picrres gravöes etc. ÖL 
und: Tresor de Num. et Glyp. pl. 5. 
Berühmt ist der Eiopf der Nledusa im Profil mit dem Namen 
ZOAQNOZ, ein Chalcedon, welcher durch mehrere Hände in das 
lVluseo Strozzi kam. Er wurde zu Rom in einem Weinberge auf 
dem Gölio gefunden. Der Finder, ein Gärtner, verkaufte ihn an 
einen Anticagliaro, welcher ihn dann heim Abdruck in Wachs in 
zwei Stücke zerbrach. Dieser verkaufte den Stein urn zwlei Zecchinerh 
Ein folgender Besitzer liess ihn für drei Zecchinen dem Antiquar 
Snbattini ab, der ihn dann, in Gold gefasst, dem Cardinal Alessanrlro 
Albani für fünf Zecchinen iiherlicss. Durch Tausch von Antiken 
im Werthe von füntzig Scudi erhielt ihn Sabattini zum zweiten 
Male, und endlich kam das Werk in das Cabinet Strozzi. Wiyh 
ckelmann zweifelte einige Zeit an der Aeclitheit dieses Intaglio 
und wollte ihn für neue Arbeit halten; in seiner liunstgeschichig 
erklärt er ihn aber für alt. Bei dieser Gelegenheit! ist eine Nute 
Peak L P_ 524. c. zu berichtigen, der von einem Cameo spricht. 
und behauptet, der Stein sei noch ganz, und Wiuclaelmann müsse 
einen andern Carueo im Sinne gehabt haben. Winckelmann spricht 
nämlich von einem zwcitt-ii liupl" ilcr lvlöilüßit aus demselben Ca-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.