Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807021
Stiiler , 
August. 
in vier Heften berausgab, erwiihen wir unter seinen früheren  
chitektonischen Entwürfen und Plänen jene, welche im architektuu; 
sehen Album des preussischen Archilektenvercines Vorkommen, das 
van 1357 an in Potsdam erschien, und jetzt in 10 Heften eine reiche 
Auswahl der schönsten Vorbilder liefert. Stüler ist einer der Grün. 
der dieses Unternehmens, und Stracla, Knoblauch und Salzenber" 
standen ihm mit gleicher Thiitiglseit zur Seite. ln dieser Sainini). 
lung findet man von Stüler den Entwurf zum GeSellSllliälfiSluliül 
der Eisenbahnanlage von St. Petersburg nach Pawlusls, zu einem 
Bahnhofe und zu zwei Slationsgebäudcn, entworfen und gezeich- 
net von Stiiler und Stracli; ferner den Plan zur St. Petri- und 
Paulibirche zu Nicolscow bei Potsdam, mit Schadow 1850 ausge_ 
führt. Frühere Entwürfe sind jene zu einem Wohnhaus, Badehaus" 
und Kaffeehaus. Nach seinen Plänen wurde 1840 das neue Rath- 
haus in Perleberg gebaut. Dieser Bau, welchen der Bruder un_ 
sers Künstlers. der Bauinspelitor Stüler in Pritzwalh leitete. ver- 
bindet sich 'mit dem alten 1840 restaurirten Theile des Rathhau- 
ses. Es ist ein Bohbau, mit schönen Furm- und Verblendsteinen 
in mittelalterlichem italienischen Style. Streichhahn aus Lieben 
Walde war dabei Condnkteur, von welchem die Ornamente und 
Details gezeichnet sind. Stüler's Plane und Entwürfe sind bereits 
sehr zahlreich. So legte er 1840 dem wissenschaftlichen Kunst- 
verein in Berlin eine reiche Auswahl seiner Zeichnungen vor, dm 
runter Entwürfe zum Wiederaufbau des k. Winter-Palais in Sh 
Petersburg, zum Umbau der Berliner Börse, zu den Schlosshau. 
ten in Boitzenburg, Basedow, Arendsen, Dalwilz, und zu einer 
katholischen iliirche in lieda. Später fertigte er einen Plan zu 
einem zweiten Museumsgebaude hinter dem älteren, von Sßlrilllißl 
erbauten Museum, welches durch einen von mächtigen Arhaden 
getragenen Gang verbunden werden sollte. Der fiaupteingang an 
scheint in der Mitte der Langseite, die Schmalseite zeigt eine  
lunnade. Der grossartigc Treppenbau theilt das Gebäude in seinen 
verschiedenen Geschossen in zwei Theile. Dann fertigte Stiilel. 
den Plan zu einer Capelle im k. Schlüsse zu Berlin, oder arbQL 
tete vielmehr jenen von Schinckef ganz um. Die Capelle sollte 
in sehr merkwürdiger und wirkungsreicher Anlage als ein Cup_ 
pelbau über dem colossalen triumphbogenarligen Scbloespurtale 
sich erheben, die Batification zog sich aber noch weiter hin- 
aus. Dagegen ist ein nach Stiiler's Plan geführter Prachtbau seit 
1345i in Frankfurt am Main eröffnet. Es ist diess die neue Börse, 
zu dessen Bau Stüler 1840 cuncurrirte, bei welcher Gelegenheit 
sein Plan den Preis gewann. Ganz von grauem Sandstein mit 
Schichten rothen Gesteines, bietet diese Börse jenach den drei 
freien Seiten verschiedenen Anblick. Die Hauptfronte zeigt zu 
ebener Erde sechs hohe Bögen. von welchen die vier mittleren 
Fenster, dietbeiden äussersten Eingänge sind. Im Inneren ist ein 
Saal von grandioser Anlage, dessen Gewölbe auf acht kostbaren 
Säulen von schwarzem Marmor ruht. Stüler hat in dieser Börse 
einen Prachtbau geliefert, dem es nur zum Nachtheile gereicht, 
dass der Künstler nach dem Willen der Bauherren Bedingungen 
erfüllen musste, die dem Ansehen Abbruch thnn, worüber sich 
das Iiunstblatt 13113 S. 290 ausspricht. In diesem Jahre wurde 
auch der Grundstein zur neuen Iiirche im 'l'hiergarten zu Bvrlin 
gelegt, und Stüler gab durch den Plan zu diesem Gebäude einen 
neuen Beweis seiner umfassenden Kunst. Es wurde eine besondere 
Tauflsapelle hinzugefügt, symmetrisch mit der Saliristei. 
Dann lieferte Stüler auch vicle Zeichnungen zur Dekoration, 
für Eisengusswerlse, für Porzellaugefiisse u. s. w. Von ihm Sind
        

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