Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807012
Studer , 
Johann 
Rudolph- 
Stüler , 
August. 
5M 
Gle. Besonderen Beifall fand das von Dunker geälzte und von 
Bieter culorirte grusse Blatt: Chaine des Alpes, vue depuis Igs 
environs de Berue. ln HanzPs Vues remarquables des montagnes 
de la Suisse, Amst. 1735, sind mehrere andere Zeichnungen dieser 
Art gestochen, gr. fol. Starb um 1804 als Iianzleibeamter auf der 
Landschaft.  
Studer: Johann RUdQIPh: Mal" Voll Winterthur, wurde 1700 
geboren, und zum Flachmaler bestimmt, über welchen ihn aber 
sein Talent bald erhob. Er malte Bildnisse in Oel, Miniatur und 
Email, so wie andere schätzbare Bilder. Seine Portraite sind mit 
Geist aufgefasst, und in voller Wahrheit dargestellt. Er arbeitete 
mehrere Jahre in Basel, ging dann nach Paris, um die Werke 
eines F. de Troy und Grimoux 1.u studiren, und hinterliess dann 
in allen Hauptstädten seines Vaterlancles Werke, die noch immer 
hoch geachtet werden. Vgn 1740  50 arbeitete er vieles in Bern, 
später unternahm er Reisen nach England und Holland, wo mit 
dem Jahre 176g seineSpur zu verschwinden scheint. In der Samm- 
lung des Dekan Veilh zu Schaffhausen war bis 1835 das Purtraitdes 
Malers Jakob Scheich, ein sehr schönes und charakteristisch auf- 
gefasstes Bild. Auch das Bildniss des berühmten Medailleur Hed- 
linger hat er gemalt. welches durch das grosse Sehwarzkunstblatt 
von J. J. Haid bekannt ist. Haid stach auch das Bildniss des A. 
Haller. Studer's eigenes Portrait finden wir in Füsslys Geschichte 
der bessten Schweizer Künstler ill. 147- 
Studio , 
Beiname 
Hand. 
des 
V81] 
Lind 
und F. 
der Kappen. 
Sttldy, Maler zu Leipzig, machte daselbst zu Anfang unsere Jahr- 
hunderts seine Studien. D. Berger stach nach ihm 1810 den Kai- 
ser Napoleon zu Pferde mit seiner Suite. 
Slübßf, F. W19 Zeichner und Maler aus Biickeburg, griindete in 
Detmold den Ruf eines geschickten Künstlers. Er zeichnete die 
interessantesten Gegenden des Fürstenthums Lippe, da er einen 
Cyclus solcher malerischen Ansichten durch die Lithographie be- 
kannt machen wollte, und begann mit zwei Ansichten von Detmold, 
welche Oehme 1830 lithographirte. Dieser Künstler lithographirte 
auch eine Ansicht der berühmten Eggestersteine bei Horn in Lippe. 
Seine Zeichnungen verrathen die Hand eines sehr geübten Mei- 
sters, der mit Geist und Gewandtheit seine Aufgabe erfasst und 
sie vollkommen durchführt. 
Stüier, AllgllSt, Architekt, königlich preussischer Oberbaurath zu 
Berlin, begann seine Studien unter Leitung des berühmten Schin- 
ckel, welcher ihn in kurzer Zeit zu seinen ausgezeichnetsten Schü- 
lern zählte. Als Künstler von Talent und Phantasie, bei dem 
griindlichsten Verständmss der classischen Baukunst, machte er sich 
schon früh durch treHliehe Plane zu Privatwohnungen bekannt, 
die in Berlin selbst und in_den Vorstädten zu den geschmackvoll- 
sten Bauten ihrer Art gehören. Stuler weiss die anziehendsten 
Motive, die mannigfaltigsten Formen für eine wahrhaft künstleri- 
sche Formation zu gewinnen, und bewegt sich im ernsten. wie im 
heiteren Style mit gleicher Meisterschaft. Auf ihn ist selbst die 
edle Grazie von SchinkePs Ornamentik übergegangen, so dass er 
diesen Meister in jeder Richtung ersetzt. Ausser den Vorlegeblät- 
tern für Mübeltiscbler, welche er von 1855 an mit J. H. Strack
        

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