Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1806994
Sluber, 
Nicolaus 
Gottfr. 
Stuber , 
Jos. 
Dam. 
509 
Stuber, NiCOIHtIS Gottfried, Maler von München, genoss den 
Unterricht seines Vaters Gottfried, eines gewöhnlichen Malers. und 
begab sich dann zur weiteren Ausbildung nach Italien, wo er die 
Wterke des Pietro da Cortona zum Vorbilde nahm, dessen Gepräge 
auch die Bilder Stuber's tragen, in so ferne jene Schule aut eine 
decorative, im Ganzen wohlgelällige Farbenwirkung, nicht aber 
auf gründliche Durchbildung des Einzelnen ausging. Stuber blieb 
mehrere Jahre in Italien, kehrte aber nach dem 1617 erfolgten 
Tod des Hofmalers J. B. A. Gurnpp nach München zurück, wo 
er jetzt die Stelle eines Hof Thentermalers erhielt. was ihn aber 
nicht von der Zunft befreite, welche im Gegentheile 1717 ihn zur 
Üebergabe seines Meisterstiiclies aiilIoi-derte. wenn er auch andere 
Bestellungen übernehmen wolle. Er hatte jetzt von Seite des H0- 
fes die Verpflichtung, alle Jahre eine neue Decoration zu malen, 
worunter jene zur Oper vSerniramidevi besonders gefiel. Dann 
malte er auch Triumphhögen, und andere Decorationen bei den 
Festen des Hofes. Im k. Schlosse zu Schleissheiin sind Frcsco- 
bilder von ihm, wofür ihm 5108 Gulden ausbezahlt wurden. In 
der Residenz zu München zierte er den schwarzen und den St. 
Georgen-Saal mit Gemälden aus. Im Schlosse zu cNyinphenburg 
malte er die Decke des sogenannten chinesischen Cabinets. Auch 
die Fresken der Caiielle in der Eremitage daselbst sind von Stuber 
ausgeführt. In der Cuppel sieht man die hl. Magdalena in der 
Glorie, und an den anderen Gewölben Darstellungen aus dem 
Leben derselben. In der hl. Geistkirche zu München malte er 
1727 an den beiden Seitengevvölben die sieben Werke der Barm- 
herzigkeit, wovon die grau in grau gemalten Skizzen in der k. 
Gallcrie zu Schleissheiin sich befinden. In der Metropolitaulsirche 
daselhst ist eine Taufe (lhristi, und im Chore der St. Peterskir- 
che sind oben die Seitrnbildei" mit der Heilung des Lahmen und 
dem Sturze Simon's des Magiers von ihm in Fresco gemalt. In 
der Pfarrltirclie zu AldCfSbßClt ist das Hochaltarblutt mit St. Peter 
und Paul, und in der tilosterkirche tiuselbst drei andere Altarbil- 
der von seiner Hand. Dann wurde Stuber auch bei architektoni- 
schen Arbeiten zu Hathc gezogen. Er fertigte Zeichnungen zu 
Altären, wie zum Hauptaltare_ der St. Peterskirche in lYliinchcn. 
Leopold Iiaufniann hat ihn in Kupfer gestochen: Altare SDIHUZUIKI 
in primaecclesia parochiali St. Petri-Mtinachii anno 175"; ex mur- 
more noviter errectum. Nie. Stube-r inv. liauf: se.  F. J. Spott 
und F. X. Jiingwirth stachen emblematische Darstellungen nach 
seinen Zeichnungen, die verscliiedeneFolgen bilden, fol. und kLlt. 
Stuber starb zu München 17.19. 
Stuber, Caspar Gottfried, Maler, der Vater des obigen Künst- 
lers, war Schüler von _N. Prugger, der ihm später seine 'I'ochter 
zur Ehe gab. Er erhielt 1702 das Meisten-echt in München. Im 
ehemaligen lateinischen Congregatioxissaale zu München war von 
ihm ein Bild des hl. Benedikt, wovon Hittershausen sagt, es sei 
in den Farben zwar unverdaut, in der Erfindung aber lobenswerth. 
Er war auch Geometer und starb zu München 1'224. 
Stuber, Franz, Maler, der Sohn des Ohigen, war um 1725 
[Vlüxxchen thätig, aber nur als Gehülfe seines Bruders Nicoluus. 
in 
Stuber, JOSCPh Damian, Maler und GGOXIIIEIGFLWHTCIG 1717 in 
München geborer), und von 1'011. Adam Müller uuxterrichtßt. E;- 
hattc als Decoratnorxsmaler Huf, wulvhen er 1778 bei der Aus-
        

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