Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1806552
Straube , 
Bartolonfzins. 
Strauch , 
Georg. 
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geschickten Gürtlers, zu dessen Geschäft angehalten, und da er 
sich in der Gewerhesehule auch im Zeichnen ileissig übte, gelangte 
er in der Giselirkunst bald soweit, dass, als in den Jahren 
1323  1850 in des Vaters Werkstatt der Sarcophag des verewig- 
ten Grossherzogs Carl August gefertiget wurde, er die sämmtlichen 
Ciselirarbeiten an demselben ausführte. Daneben beschäftigte er 
sich immer mit feineren Medellirarheiten, und verfertigtc mehrere 
kleinere Portraitmedaillons nach dem Leben. Im Jahre 1851 - 54 
hielt er sich in Berlin auf, wo er die Akademie besuchte und in 
den Eisen- und Ffrzgiessereiexi sich beschäftigte. Mehrere gelun- 
gene Portraitmedaillons, welche er der Akademie vorlegte, erwar- 
ben ihm bei seinem Abgang von Berlin die Ehre, von dersenmn 
zuihrem akademischen Künstler ernannt zu werden. Nach Weimar 
zurückgekehrt, wurde der berühmte französische Bildhauer David, 
der sich daselbst einige Zeit aufhielt, auf das Talent dieses Künst- 
lers aufmerksam, und dieser nahm ihn jetzt mit sich nach Paris, 
um für seine weitere Ausbildung zu sorgen. Bald sandte Straube 
erfreuliche Proben seiner Fortschritte in die Heimath; erstlich gräs- 
sere Portraitrnedaillons, dann Skizzen von Figurencompositionen, 
einige Reliefs und die lebensgrosse Büste eines jungen Freundes 
in Gyps, die mit vieler Wahrheit und schöner Charakteristik mo- 
delllrt war. Die Zeugnisse David's hatten ihm eine Unterstützung 
von Seiten des Grosshcrzogs verschafft, und die Grossherzogin 
trug ihm auf, die Büste des Lucas Cranach und die des Capell. 
meisters Hummel in Marmor zu arbeiten. Leider hat er nur die 
erste vollendet, aber mit einer Schönheit des Styls und einem 
so gründlithrn Naturstudium, dass es Staunen erregt. wie er nach 
der blossen Zeichnung, die nach dem Bilde der Stadtlsirche in 
Weimar genommen wurde, diesen schwierigen und charaktervol- 
len Kopf so trefflich ausführen konnte. Die Büste HummeVs ist 
nur modellirt, da den liünstler 1839 während eines Besuches in 
der Heimath der Tod aus seiner schönen und ehrenvollen Bahn 
riss. Dr. Schorn gedenkt seiner im liunstblatte des genannten 
Jahres Nr. 27. mit grossen Ehren. Bouterweck hat sein Bildniss 
gemalt. 
Straube, BEIPIOIOmäUS, Maler, war um 1740 zu Cölleda in Thü. 
ringen thätig. In der St. Wigpertsltirche daselbst sind Malereien 
von ihm. Seiner erwähnt Ungar in der Chronik von Ciilleda. 
Straube, Johann, Maler zu Halle in Sachsen, ein älterer und ein 
jüngerer dieses Namens, arbeiteten im 17. Jahrhunderte. Der jün- 
gere starb 1645 zu Halle. Beide sind aus Oleari Coemeterium 
Saxo-Hallense 1674 bekannt. 
Strallblnger, Mlßhaßl, Maler von Hohenschwaxlgau, wurde um 
1676 geboren, und ln Munchen zum Künstler herangebildct. Im 
Jahre 1699 erhielt er da den Hofschutz, weil er eine Türkin ge- 
heirathet hatte, welche die Churfiirstin zur 'l'aul'e führte. Später 
erhielt er den Titel eines Hofmalers. Dieser Straubingep malte 
Landschaften und starb 1726 zu München. 
Slfallßb, Georg, Maler, geboren zu Nürnberg 1615, war Schüler 
von Joh. Hauer, und ein Künstler von Ruf. Er malte eine grosse 
Anzahl von Bildnisseu, deren viele durch den Stich bekannt sind, 
und auch historische Darstellungen in Oel auf Kupfer und Email. 
ln der Gallerie des Belvedere zu Wien ist ein kleines Gemälde, 
welches die unbcfleckt emptangexle Maria in einer Glorie von En. 
Nagler": Künstler-Lax. Bd. XVII. 30
        

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