Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1806052
Storali , 
Giovanni. 
Storch , 
Frieclr. 
Ludwig. 
415 
zu arbeiten besass, so scheint dieser Hunstzweig 
blieben zu seyn. Er starb 1821. 
ohne 
Pflege 
Stßrah: GIOVaÜUI; Architekturmaler zu Bologna, war Schüler von 
G. Baglioni, und nach Malvasm ein guter Praktiker, überdiess 
aber in der Kunst nur mittelmässig. Lanzi zählt ihn aber mit L. 
Pasinelli noch unter die guten Künstler seines Faches. 
Storb , Bildhauer von Coblenz, bildete sich zu Paris unter David von 
Angers, und hatte l_840 bereits den Ruf eines tüchtigen Künstlers. 
In diesem Jahre fertigte er die sprechend ähnliche Büste des ver- 
storbenen Erzbischofs Freiherrn von Droste-Vischeriug von Cüln, 
einmal in Lebensgrösse, und dann in colussalen Verhältnissen. 
SIJOPCh, Friedrich Ludwig, Maler, wurde 1805 zu Copenhagen 
geboren, und zumßtaatsdienste bestimmt besuchte er in seiner Ju- 
gend die zu demselben führenden literarischen Anstalten. Er 
richtete aber auch ein Hauptaugenmerk auf die Kunst, welcher er 
sich zuletzt, an der Akademie in Copenhagen ausschliesslich wid- 
mete. Hierauf besuchte er zur weiteren Ausbildung die Akademie 
in Dresden, und 1855 ging er zu gleichem Zwecke nach Mün- 
chen, wo er eine Reihe von Jahren der Ausübung der Kunst ob- 
lag, bis er sich endlich 1846 Wieder in das Vaterland zurück be- 
gab. Storch wählte zu mehreren seiner Gemälde den Stoß" aus den 
nordischen Volkssagen, und stellte dieselben in genialen Compu- 
sitionen dar, wobei die Landschaft eine freundliche Umgebung 
bildet. Zu wiederholten Malen stellte er Elfentiinze dar, deren 
feine und wunderliche Gestalten eine reiche Phantasie verrathen, 
so wie sich überhaupt in allen seinen Werken klare poetische Ge- 
danken aussprechen. In Darstellung weiblicher Gestalten, in denen 
sich Schönheit mit Anmuth pziaret, kommen ihm wenige Künstler 
gleich. Auch die Nacktheit hat nie das Kleid der Unschuld und 
Ziichtigkeit abgelegt. Seine Färbung ist zart und lieblich, so 
dass seine Bilder immer eines entschiedenen Beifalles sich cr- 
freuten. Einige sind von ziemlicher Ausdehnung, ohne indessen 
das Format der griisseren Staifeleibilder zu überschreiten. VVip gr- 
wähnen unter diesen: die gefangene Nixe, 1857; die Mädchen im 
heimlichen Felsenbade unter einer natürlichen Laube, ein lieb- 
liches Bild im Besitze des Herzogs von Leuchtenberg, 1853; die 
zwei mit Blumenlsränzeu sich schrniickenden Mädchen, von glei- 
cher Grazie, wie das obige Bild; die zwei Mädchen am See, liin- 
der im Iiahne, 1839; Nymphen am Meere zum Morgengruss, Elfen. 
tanz um ein schlafendes Kind, die Entführung der Psyche durch 
Genien, eines der grösseren und schönsten Werke des Meisters, 
1340 vom Kunstverein in Manchen um 900 Gulden angekauft; die 
heil. Genovefa von ihrem Gemahle wiedergefunden, 1841; Amm- 
und Psyche, ein Blumenmädchen von Athen, das Mädchen mit de; 
Taube, Venus von den Grazien und Amorinen geschmückt, für 
den König von Dänemark gemalt, Rinaldo und Armida, 1845; Ritter 
Otto von Oldenburg zu Pferd auf der Jagd verirrt empfängt von 
einer Elfe das Oldenburger Horn, die Erfindung der Zeichenkunst, 
wie die Geliebte die Schattenziige des scheidenden Jiingliugs mit 
Kohle an die Wand zeichnet, die Erscheinung des O Donnegg, 
nach Grimufs irischen Mäihrchen, eines der grüssten Gemälde des 
Meisters, IBM; zwei Nymphen, 1845. Ueherdiess finden sich von 
Storch noch mehrere andere Bilder, darunter schöne Bildnisse 
in Oel.
        

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