Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1805491
Stilkc , 
Herm an n 
Anton. 
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für immer von den Hunnen befreite, sah man 1826 auf der Kunst- 
ausstcllung zu Berlin.  
Als Cornelius 1826 von Düsseldorf nach München sich begab, 
um seinen. grossartigen Bildercyclus in der k. Glyptuthek zu be- 
ginnen, begleiteten ihn dahin seine vorziiglichsten Schüler, und 
darunter war auch Stilke. Diese jungen Künstler erhielten damals 
vom Könige Ludwig den Auftrag, die Arkaden des k. Ilufgartens 
mit Darstellungen aus der bayerischen Geschichte in Fresku zu 
zieren, und diese Bilder gehören zu den Erstlingen einer in Mün- 
chen wieder zu neuem Leben erwachten Kunst, was in Hinsicht auf 
die Ausführung wohl zu berücksichtigen ist. Stilke malte die Krü- 
nung des Kaisers Ludwig in der St. Peterskirche zu Rom den 14. 
Jänner 1328- Diese Darstellung zeichnet sich durch Würde und 
Charakter aus, besonders in den Hauptgestalten. Das Gemälde 
bildet ein harmonisches Ganze, ist frei von Ziererei und steifem 
Wesen. Auch die Färbung ist kräftig und warm, so dass es zu 
den schönsten Bildern dieses Kreises gezähltwerden muss. Inzwischen 
malte Stilke auch Bilder in Oel, und 1829 begab er sich nach Rom, 
wo der Künstler ebenfalls einige Compositioneh ausführte, die zu 
den schönsten Erzeugnissen der neueren Kunst gehören. Später 
begab er sich wieder nach Düsseldorf zurück, und legte durch 
zahlreiche Gemälde seinen Beruf zum Iiünstler dar, fand aber bei 
allen Verdiensten nicht immer gebührende Anerkennung. Eines 
der früheren, gerühmten Bilder stellt den Abschied Rinaldols von 
Armida dar, 1852 vom Düsseldorfer Kunstverein angekauft, und 
dann malte er die Pilger in der Wüste, welche 1854 Graf A. Ra- 
czynski erwarb, da er dieses Gemälde als eines der vorzüglichsten 
Werke damaliger Zeit erkannte. Es ist durch den Stich von Ei- 
chens und durch eine Lithographie von J. Sprick bekannt. Ein 
folgendes trelfliches Bild zeigt einen Kreuzritter auf der Wache, 
und ein anderes, gleichzeitiges Gemälde den heil. Georg mit dem 
Engel, der Legende entnommen. Ein kleines Gemälde von 1855 
stellt den liaiser Maximilian aul der Martinswand dar. Im folgen- 
den Jahre liefcrte er eine grosse historische Composition aus dem 
Leben des Kaisers Otto, seinen Sohn lludolph im Bussgewande 
vorstellend, wie er vor ihm Verzeihung erllehet. Ein kleines Ge- 
mälde aus derselben Zeit schildert die Flucht der letzten Christen 
aus Palästina, in der Zeit der türkischen Eroberung des Landes. 
Im Jrthre 1856 erwarb Lord Landsduwn das Bild der Jeanne d'Arc, 
wie sie mit der Fahne vor dem Madonnexihilde betet, in lebens- 
grosscr halber Figur, mit Rahmenbilrlern. Diese Darstellung wie- 
derholte der Künstler, und brachte sie zur liunstausstellung 1831, 
bei welcher Gelegenheit im Iiunstblatte die Aulfassting gerügt wurde. 
Von zwei folgenden Bildern desselben Jahres stellt das eine einen 
verwundeten Kreuzritter dar, im siegreichen Iiampfe mit einem 
Saracencn, und denselben Ritter im Hospitium der Ordensbrüder 
der Pflege sich hingebend. Diese beiden Bilder sind nur als aus- 
gelührte Farbenskizzen zu betrachten. Im Jahre 1858 malte er die 
Farbenskizze zu einem griissercn Tlildß, Welches Semiramis v0!- 
stellt, wie sie beim Haarllcchten dic Empörung in Babylon ver- 
nimmt. Eine lebensgrosse ligureureiche Darstellung zeigt Christen- 
Sklavixmen beim Feste der Udalislaen. Dann fertigte er einen 12 F. 
langen Garton mit lebensgrossen Figuren, welcher den Auszug der 
syrischen Christen nach der Zerstörung von Ptolemäis vorstellt. 
Zu gleicher Zeit (1858) brachte cr einen zweiten grosscn Carton 
derselben Darstellung mit Veränderungen. Das Gemälde bestellte 
die Stadt Königsberg für ihr Museum, und 1341 war es vollendet,
        

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