Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1805371
Stich! , 
Stielcr , 
Johann 
P'ricdr. 
347 
um. Uhrlsetten. Stockknöpfe, Etnis, in grösseren selbst i'd: 
'I'ische und Camine verwendet wurden. Sein Schüler Jos. Gottf. 
Carl Hodermund fertigte noch längere Zeit solche Musiven, bil 
endlich die Mode anderen Dingen Platz machte. Stiehl starb 1792 
im 83- Jahre. , 
Slliehl; O. H. Vq ein churfürstlich sächsischer OETxzier, malte Land- 
schaften undfruchtstücke. Lebte noch 1760 zu Aussig bei Strehln 
in hohen Jahren.  
Stieler, Chxrxstlan Friedrich, Edelsteinschueider von Berusdorf 
im Erzgebirge, wurde 17112 herzuglich Guthaischer Hofgraveug in 
Altenburg, und starb daselbst 1758. Er hatte als Wappelßchnei. 
der Huf. 
SÜCICF, Chnstßph, Architekt zu Magdeburg, galt als einer der 
berühmtesten Künstler seiner Zeit. Desswegen berief ihn 1547 
liaiser CarlV., um das Schloss Mausfeld noch mehr zu befestigen. 
1m Jahre 1647 wurde es demolirt. 
Sttcler, Johann Friedrich, Medailleur, wurde 172g zu Berns. 
dorf im Erzgebirge geboren, wo sein Vater und Grossvater Stein- 
und Wappenschueider waren. Er widmete sich derselben Kunst, 
und zeichnete ohne Anleitung alles was ihm vorliam. Später er- 
hielt er in Altenburg, wo sein Vater Christ. Friedrich herzoglich 
gothaischer Hofgraveur wurde, vom BildhnuerMartini und von 
Heinrich Meil jun. regelmässigeren Unterricht 1m Zeichnen, aber 
erst in Leipzig, wohin er 1'249 kam, fand er an dem älteren Hein- 
rich Meil einen tüchtigen Lehrer. Hier hatte auch Prof. Christ 
auf seine Ausbildung grossen Einfluss, indem ihm dieser seine 
Sammlung antiker und moderner Münzen, und die Abgüsse von 
schönen alten und neueren Arbeiten in Stein zum Studium darbot. 
Dadurch wurde sein Geschmack geläutert, und wirklich verdienen 
seine Werke in dieser Hinsicht vor den Arbeiten vieler anderen 
Meister Auszeichnung. Im Jahre 1751 wurde er an der polnischen 
Münze zu Guhen in der Lausiz als Graveur angestellt, und als 
1755 diese Anstalt einging, ward er in gleicher Eigenschaft nach 
Dresden berufen. Bis zum Jahre 1767 fertigte er aber ausser einer 
Dcnltmünze auf die Errichtung der Münze zu Guben nur Münz- 
stempel und Wappen, jetzt aber fand er auch Gelegenheit durch 
Medaillen auf Zeitereignisse seine höhere Kunst zu erproben. 
Seine erste Arbeit dieser Art ist ein-e Medaille auf die Errichtung 
der Artillerieschule zu Dresden 1767, und eine andere Denkmünze 
ist auf den Tod des Dichters Gellert geprägt. Zu weiteren Me- 
daillen gab ihm der Frieden zu Teschen, und 1784 die Genesung 
des Churfürsten von Sachsen Anlass. Diese Denkmiinzen fanden 
grossen Beifall, und sie gaben die Veranlassung, dass ihm der 
Churfürst von Mainz 1784 die Jubiläums-Medaille der Uni- 
versität Mainz zur Ausführung übertrug. Im Jahre 1775 wurde 
er erster Münzgraveur in Dresden, wo cr noch etliche Medaillen 
ausfiihrte, die ihm das Lob eines des bessten damaligen Stempel- 
schneiders erwarben. Der Erzbischof von Salzburg schichte ihm dess- 
wegen_1786 einen Zögling zu, den Gravenr Mazenkopf. Aus die- 
ser Zeit stammt eine Bergwerhsmedaille von 1787, bei Eröffnung 
der Grube wBeschcert Glück in Freyburgsi; dann ein Mqdülllon 
mit der Ansicht des Schlosses Morizburg und der" Fasanerie, und 
die letzte Arbeit des Künstlers ist eine Vikafiiltsmülllß von 1790, 
xnil dem Bildnisse des Cliurfürsteu. Im Jahre 1790 starb Stieler.
        

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