Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1805020
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Stella , 
Jacques- 
mer des N. Ponssin. Schon Watelet bemerkt es. und sagt, man 
fiihle bald, nicht Poussin's Seele habe diese Bilder gesChalien; 
ihr-e Weisheit sei halt, und der Zuschauer schätze und verlasst; 
51m Die Zeichnung nennt er rein und richtig. in der Draperie 
findet er antike Einfachheit, die in's liöthliche fallende, manierirtn 
l-tqrbung verdient ihm aber weniger Lob. Noch strenger beurtheilg 
ihn Landen bei Gelegenheit der Beschreibung der eben genann- 
ten Bilder des Musce Napoleon. Er findet die Zeichnung und 
Färbung mehr graziiis als natürlich, die ersterezwenig gelehrt, 
und in der Gewanclung geringe Sorgfalt verwendet. Dann spricht 
er allen Compositionen Stella's das Gepräge des Genies, Leben, 
Feuer und liraft des Ausdruckes ab. Er erkennt dann den Ans_ 
druch seines persönlichen Charakters, welcher kaltund schwächlich 
war. Zu den geschiitztesten Bildern gehören seine Htrtenstiicke 
und die Hinderspiele. Auch seine perspektivischen Darstellungen 
fanden grosses Lob. 
Eine bedeutende Anzahl vnn Werken dieses Meisters ist im 
Stiche und durch den Formschnitt bekannt. Es finden sich über 
100 Blätter, welche Propheten. Sibyllen, Apostel, Martyrer n_ 
s, w. darstellen. Er zeichnete diese Bilder mit der Feder, wann 
seheinlich auf die Hulzplatten, deren viele von P. Maupin geschnih 
ten wurden. Mehrere sind in Helldunkel gedruckt. Einigeschrifg- 
stellcr vermuthen in diesen Holzschnitten durchaus fremde Hand, da 
nämlich seit Bartsch die Meinung entstanden ist. dass die älteren 
Maler sich mit der Technik des Hulzschnittes nicht befasst habem 
Unter den früheren Schriftstellern zählt ihn Papillnn zu den Form, 
schneidern, und auch Malpä schreibt ihm eine_Folge von Heiligen 
in Camayeu zu, die mit seinem Zeichen und mit der Jahrzahl 1625 
bezeichnet sind. H. 11 Z., Br. 8 Z. Auch in der neuesten Zeit 
hat man die Sache wieder in's Auge gefasst, und ausser Zweifel 
gesetzt, dass die Maler in Holz geschnitten haben. Geistreiqhe 
Blätter dieser Art nennt man jetzt Originalholzschnitte. Wir fügen 
unter den Radirungen des Meisters solche Arbeiten bei. Viele an- 
dere rühren aber nur der Zeichnung nach von Stella her, an er- 
liehen hat er mehr oder weniger am Schnitte Theil. Der Form- 
schneider nennt sich nicht. Auf einigen steht der Name Stelle, J. 
Stel. oder Jacobus mit beigefiigtem Stern, auf anderen nur de, 
Buchstabe J. mit dem Stern, mit Hinzufügung des Wortes fecjg 
oder invenit, gewöhnlich in abgekiirzter Form: f., fec., inv. 
in 
Das Bildniss des Künstlers, gest. von Claudine Stella, dann 
bei dhärgensville. 
Le Sauveur du Monde, halbe Figur, gest. von S. Iilauber, fnL 
Das schlafende "Jesuskind mit Engeln, gest. von G. Edelink, fnl, 
Dominus Sapientiae, kleine Vignette, gest. von Vallet. 
 Heil. Familie mit St. Elisabeth und dem kleinen Johannes in 
einer kleinen Landschaft, gest. von F. Poilly, gr. qu. fol. 
 Die heil. Jungfrau mit dem Kinde, welchem Joseph eine Lilie 
TPICM. gest. von G. Edelink, qu. fol- 
 Maria mit dem Jesuskinde auf dem Schoosse, daneben ein 
Knabe mit den: Blmncnkorhe, gest. von J. Boulanger, gr. fol. 
Die heil. Jungfrau mit dem Kinde, St. Elisabeth und Johannes. 
in einer Landschaft, C. Galle exc. qu. fol. 
Heil. Familie in einer Landscltatt, gcst. von Cl. Stqa, fol. 
Maria mit Nähen beschäftiget, gest. von Cl. Stelle, qu. ful.
        

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