Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1804869
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Steinla , 
Moritz. 
lianntlieh ausgezeichneten Steckern. Doch auch Müller von Stein], 
ist einer von diesen, der überdiess das Verdienst eines trefllichen 
Zeichners verbindet. Seine ersten Studien machte er an der Alsiideinie 
iii Dresden, wo schon seine früheren Arbeiten zu grosseii Erwnr- 
hingen berechtigten, worunter wir, der fruhesten sitlfllßllblätier 
"nicht zu gedenken, das grosse Bildniss des Dnlireisig nach GPa55i 
erwähnen, welches auf mehrere kleinere Portraite folgte, und ii-eff. 
lieh in Linienmanier behandelt ist. Ein anderes Bililniss aus du. 
früheren Zeit des Meisters ist jenes des Königs von _Sachsen nach 
Prof. Vogel von Vogelstein, welches mit eben so vieler Zartheit 
in den weichen Parthieen, als mit Kraft behandelt ist, wo diese 
erfordert wird. Hierauf begab sich der Künstler mit Unterstützung 
des genannten Fürsten zur weiteren Ausbildung nach Italien, und 
erlangte zu Florenz unter Morgheifs, und in Mailand unter Lum 
ghPs Leitung bald einen Grad von Vollkommenheit, auf welchen 
diese Meister selbst stolz waren. In Florenz vollendete er seine 
Platte nach Titian's Bild der Dresdner Gallerie, welches Qhrisius 
mit dem Zinsgroschen vorstellt (IlChristo della moiietalz ein herr- 
liches Blatt in Morghenß lieblicher Manier, welches einen Theii 
des ilritlen Banivs des Galleriewerkes ausmacht. Sieinlahatte sich 
durch dieses Blatt bereits unter die _vorzug_lichsten historischen 
Stecher gestellt. Es ist in allen Theilen  
und mit bewunderungswiirdiger Treue durehgefuhrt._ Die Fleisch. 
parthieen sind mit engen Taillensehnschon inodellirt und weich 
behandelt, und äusserst gelungen ist die auch in_i_ Originale schöne 
Hand des Heilandes. Der Druck dürfte in den iruheren Exemplaren 
etwas kräftiger seyn- Hierauf stach e_r das Bild von Fra Bartolo. 
ineo, eine eben so meisterhafte Nachbildung, wie der Kindermoi-d 
nach Rataefs Zeichnung im k. Cabinete zu Dresden. In diese", 
so wie in kleineren Arbeiten bewies sich Steinlii als einen der vor- 
ziigliehsten Meister in der Kunst des malerischen Stiches, 311i, 
früheren Werke übertraf er aber noch_durch_seine Madonna nach 
l-Iolbein, welche er mit einfachen Mitteln in bewunderungswür. 
diger Wahrheit und Treue wiedergegeben hat. Dieses Streben 
gibt sich indessen in allen seinen Reproduktionen kund, und es 
ist ein grosser Vorzug seiner Blätter, dass mit aller Treue die 
Urbilder wiedergegeben sind. Im Stiche nach _Holbein ging de, 
liiinstler mit feinstem Verständuisse bis ins geringste Detail, ahm- 
bei vollkommener Harmonie des grossen Qanzen. Es ist eines der 
Grössten Meisterwerke der Grabstiehelarbeit. Die Pariser Akademie 
uberschickte ihin die grosse goldene Preismedaille._ Im Jahre 134g 
vollendete Steinla die Zeichnung zur Madonna di S. Sisto, nach 
RafaePs beriihinteni Gemälde in der Gallerie zu Dresden, welch, 
bekanntlich schon F. Müller meisterhaft gestochen hatte. Der Stich 
dieses Bildes beschäftigte unsern Künstler in_ den letzten Jahren, 
Steiiilifs Bildniss enthält eine Bronzeniedaille von dessen eigener 
Hand, mit der Umschrift: Maur. Steinla A_ET. S._45. a. 1356 
SE JPSE sc. Auf der Rückseite ist ein Labyrinth, mit den Buch- 
staben: S. A. N. P. 
l) Friedrich der Weise, Churfiirst von Sachsen, Brustbild nach 
L. Cranach. H. (ohne Plattenrand) 6 Z. I; L., Br. 5 Z. 
z) Iiaiser Carl V., Brustbild im kaiserlichen Ornate, nach Alb. 
Diirefs aus in Weimar. H. 6 z. 4 L.. Br. s Z. 
5) Friedrich August liönig von Sachsen, nach C. Vogel, fol. 
I. Vor der Schrift (lettre grise, lett. traceei) und auf 
chinesisches Papier. 
"Il. Mit der Schrift.
        

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