Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1804739
Steiner , 
Emanuel. 
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lentes nicht sehr schmälern. Im Jahre 1342 hat er diese Darstellung 
selbst auf Stein gezeichnet, roy. fol. 
ES finden sich von diesem Künstler noch mehrere andere Dar- 
stellungen aus der Vaterländischen Geschichte, und besonders 
schöne Bildnisse. 
Stemer, Emanuel, Landschaftsmaler und Radirer, geb. zu Win- 
terthur 1778, hatte seinem eigenen Talente das Meiste zu verdan- 
ken, und brachte es zu einer bedeutenden Stufe von Vollkommen- 
heit. Er zeichnete schon frühe nach der Natur, und erfasste die- 
selbe mit glücklichem Sinne. Dann fertigte er auch Zeichnungen 
nach berühmten holländischen Meistern, worunter wir besonders 
zwei grosse Blätter nach Both und Bnysrlael nennen, die mit Mei- 
sterschaft in Bister ausgeführt sind. Die erstere dieser Zeichnun- 
gen gibt uns ein prachtvolles Bild von Both mit Wasserfall, Felsen 
und Biiumen. Auf dem einen der Maulthiere, welches der Führer 
leitet, sitzt eine Mutter mit dem Iiinde an der Brust, und ein 
Ilirt treibt seine kleine Heerde an den Wasserfall. Die Zeichnung 
nach Ruysclael zeigt ebenfalls einen Wasserfall und hohe Gebirge 
in der Ferne, und im wilden Gebüsche ist der Hirt mit seinen 
Ziegen. Diese zwei trefflichen Zeichnungen waren bis 1855 in 
der Sammlung des Dekan Veith zu Schaffhausen. Die meisten 
seiner Zeichnungen sind aber unmittelbar nach der Natur in Sepia, 
in Tusch und in Aquarell ausgeführt. Darunter sind interessante 
Ansichten aus Italien, da der Künstler 1805 jenes Land besuchte, 
und daselbst zahlreiche Studien machte. Einige dieser Zeichnun- 
gen führte er auch in Oel aus, wie die Ansicht der Villa d'Este, 
des Tempio della Tosse, der Ruinen der Villa des Mecänas, der 
Grotta della Serreua u. s. w. In seinen Schweizerlandschaften 
brachte er öfters Scenen aus dem Volksleben an. In seiner späte- 
ren Zeit malte Steiner auch Blurnenstücke in reicher Zusammen- 
setzung, besonders schön in Aquarell. In der genannten Samm- 
lung des Dekan Veith waren einige Zeichnungen dieser Art, voll 
Natur und Farbenpracht, theilweisc von höchster Täuschung. Diese 
Gemälde bieten prachtvolle Bouquets, und neben und um diesel- 
ben sind oft Vögel, Schmetterlinge und Insekten angebracht. 
Dann haben wir von Steiner auch geistreich und malerisch 
radirte Blätter, theils in der Manier von C. Pteinhart. Sie sind 
mit seinem Monogramme oder mit E. St. f. bezeichnet. 
1) Eine wilde Gegend mit Bäumen, Wanderer ziehen über einen 
schrofen Felsenpfad. Nach Both, und genau im Charakter 
desselben, zumal in den Formen der Bäume und in dem an- 
muthigen Spiel der Streiflichter. Mit dem Namen. Aus 
Vclten's Verlag, gr. fol. 
2) Eine liiigeliche Waldparthie mit Wasserfall und einer Mühle, 
im Geschmacke lIuysdaePs ratlirt und von sehr gefälliger 
Wirkung. Mit dem Namen. Aus Velten's Verlag, gr. fol. 
3) Die Ruinen des Coliseums. Ohne Namen, qu. ful. 
4) Grossartige Landschaft mit Wasserfall zwischen Gebirgen, 
wo grosse Gebäude stehen. Im Charakter C. Poussinß, gr- 
u. fol. 
q Es gibt Abdrücke vor der Schrift, und solche mit 40m 
Namen. 
5) Idyllische Landschaft, mit Hirten unter dem Baume. rechts- 
ein Fluss mit Wehr. Im Charakter Puussin's. gr. qu. ful- 
Es gibt Abdrücke vor der Schrift, und solche mit der- 
selben. 
        

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