Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1804461
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Stefano. 
Stefano , 
Tommaso. 
des Engelsturzes. Vgl. Witte das Sacro Convento zu Alsisi, Knnsb 
blau 1321 , S. 185, und Riiniohr Ital. Forsch. II. 35. 
An der Vollendung der Glorie verhinderte ih_n eine Reise nqcb 
Florenz, _w0 er im Auftrage denGianfigliazzi _bei'_der Brücke Can 
g-aja in ein kleines Tabernakel die Madonna niitNahen beschäftige: 
malte, wie ihr das bekleidete Kind einen Vogel hinreiclit. Auch diese; 
Werk ist nicht-mehr vorhanden, da auf dem Platze der Palast 
Corsini erbaut wurde. Nach Vollendung dieser Arbeit wurde er 
nach Pistoja berufen, wo er 13116 am Gewölbe in der Capelle des 
hl. Jakob den ewigen Vater und einige Apostel, und an den Wän, 
den Begebenheiten aus dem Leben_ des til. Jakob malte. Vagari 
nennt besonders das Bild, welches die Frau des Zebedaius vorstellt, 
wie sie Christus bittet, er solle im Reiche seines Vaters den eine" 
ihrer Söhne zur Rechten, den anderen zur Linken sitzen lassen. 
Das zweite Bild, welches Vasari rühmt. stellt die Enthtiuptung des 
Johannes dar. In S. Domenico zu _Perug_ia begann Stetano die 
Ausmalung der Capelle der lil. Catharina, liess sie aber llnbeendet. 
Vasari, welcher die Biographie dieses Meisters mit jene;- de, 
Ugolino da Siena vermengt, sagt auch, er sei ein guter Baumeister 
ewesen, was er wohl nur aus denoben genannten nerspektivischen 
Darstellungen schliesst. Schliesslich kommt _Vasari noch auf die 
Verdienste zurück, welche nach seiner Ansiclit_dem Stefang ge. 
biihren. Nach der Angabe dieses Schriftstellers haitte _Steiano nach 
Giottoidie Kunst sehr verbessert; seine Erfindungen wären mgnuig_ 
faltiger, seine Farben leblialter und verschniolzener, als die de; 
anderen Maler, und keine: sollte ihm an. Fl_eiss_in der Ausfüh- 
rung gleich seyn. Dieyerl-iurzungen, sagt Vasari weiter, haben zwar 
noch manches, was nicht gut ist,_ imnier aber_gebulire denen mehr 
Ruhm, welche die ersten Miihseliglseiten in einer Sache aufsuchen 
und überwinden, als jenen; die in einer mehr geordneten und 
besseren Methode nachfolgen, und Stefano rerdiene demnach gma. 
sen Dank. Dieses Urtheil VasarPs kann die Gegenwart nicht zu- 
riickweisen, wenn man auclidenStefano ziemlich. tief unter Giom, 
stellt. Man kennt keine zuverlässige fkrbeitnniehr von ihm, nach 
welcher ihn die neuere Critik beurtheilen konnte. Im Jahre 1350 
starb er, in einem Alter von 14g Jahren. Dieses letztere erheueg 
aus seiner Grabschrift in_S._Spirito. Diese lautet:_Stephano F10. 
rentino yictorinfaciundis llhilsllllbllS ac colorandis figuris "um 
unquam inferiorl Atlines moestiss. pos. Vix. ann. XÄXXIX. VNm-i 
fügte" das Bildniss dieses Meisters bei. 
Stefalw: ein jüngerer Künstler, 
fano jun. 
der obige, 
als 
Tommaso di 
Ste- 
Stefano, TOmmaSO dl, genannt Giuttino, soll nach Vasari (L9. 
ben etc., deutsch von Schnrn l. 514.) der Sohnfies alten Stefauo 
Fiorentino gewesen seyn, was _der genannte Schriitstelleraus Denk. 
büchern und aus glaubwürdigen schrlltlichen Nachrichten VQn 
Lorenzo Ghiberti und Dom. Ghirlandajo schliesst. Andere haben 
dagegen schon zu Vasari's Zeit den lylaso fur einen Sohn de; 
Gintto gehalten, und zwar nicht ohne_Grunde aufweisen zu können ; 
denn man pllegte den Iinaben meistens den Namen des_ Gmss. 
vaters väterlicher Seite zu geben, so dass Giottino Maso du Riccio 
beissen müsste, wenn man nicht annehmen will, dass er nach dem 
mütterlichen Urgroßvater (s. die Anmerk. zum Artikel des Stefauo)", 
dem berühmten Giotto, den Beinamen Giottiuo erhalten habe. E, 
bleibt zwar noch immer ein Umstand, der den Zweifel nahrt. V0,-
        

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