Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1804396
Steenwyck, 
Juffrouw. 
Peter. 
Steevens, 
349 
Das Innere einen grossen Saales mit Jesus bei Maria und 
Manila, nach dem Bilde im Louvre von J. de la Porte radirt und 
von Heine vollendet, qu. 4. 
Das Innere der Cathedrale von Dorth. Basen exe., qu- fol. 
Das Innere einer gothischen Kirche mit einer Prozession, klei- 
nes Blatt ohne Namen. 
Folgendes Blatt soll der Iiiinstler selbst radirt haben, wenn 
es nicht eher von einem unbekannten Meister herrührt, da die 
Cumposition von J. Pinas ist, die zu wiederholten Malen gesto- 
chen wurde. 
Die Befreiung Petri aus dem Gefängnisse durch den Engel. 
Links schläft ein Wächter und neben ihm steht ein Krug. Im 
llancle liest man: Cnrcei-e detensus Christi pro nomine Petrus etc. 
Ohne Namen des Steehers, kl. fol. Selten.  
Stecnwyck, Juffrouw, die Gattin des obigen Künstlers, befliesa 
sich unter Leitung desselben der Malerei, und übte sie zuletzt 
mit Glück, wie J. de Jongh (Het Leven der Schilders door C. v. 
Mander I. 531) behauptet. Sie liess sich nach dem Tode ihre! 
Mannes in Amsterdam nieder. S. auch den folgenden Artikel. 
Steenwyck, Maler zu Breda, ist durch allegorische Darstellungen 
bekannt, die meistens in Emblemen auf den Tod bestehen. Oefterß 
malte er einen Tbdtenlaopf, und brachte dabei ein halberloschenes 
Kerzenlicht, Seifenblasen u. s. w. an, alles sehr verständig geord- 
net. Descamps III. 10g behauptet, der Meister habe ein liederliches 
Leben geführt, sei dem Trunllie ergeben gewesen und zuletzt habe 
ihn der Tod vom Elende befreit. Seine Blüthezeit setzt er um 
1670. Fast möchten wir glauben, Descamps habe den Trunkenbold 
Jan van Steen im Gedächtnisse gehabt, als er dieses schrieb, und 
dass zuletzt die oben erwähnte Gattin des Heudrick Steeuwyck 
solche Allegorien gemalt habe. 
SCBBVEDS, P6124213 Zeichner und Maler, wurde um 1540 in Mecheln 
geboren, und unter unbekannten Verhältnissen zum [iünstler heran- 
gebildet. Er arbeitete einige Zeit im Vaterlancle, erhielt aber 1590 
einen Ruf an den Hof des Kaisers ltudolph ll. nach Prag, wo er 
sich jetzt meistens P. Stephani nannte. Stcevens hatte grosseu 
Ruf, den er sich durch seine Landschaften erwarb, die mit bibli- 
schen und allegorischen Darstellungen, auch mit Scenen geziert 
sind, welche dem Gebiete des Genres angehören. Auch verschie- 
dene Ansichten aus Böhmen zeichnete er, und statTirte sie mit Fi- 
guren aus. Eine grosse Anzahl seiner Werke sind im Stiche be- 
kannt. Mehrere dieser Blätter gehören zu den schönsten Arbeiten 
damaliger Zeit. Er nennt sich auf denselben Petrus Stephanus, 
oder Pet. Stephani. Auch Pe. S. In., P. S. inuent., Pet. Steph. 
inuent. und P. S. steht auf diesen Blättern. Darunter nennen wir 
besonders: 
Die 12 Monate, reich componirte Landschaften mit vielen gut 
gezeichneten Figuren, welche das ältere niederländische Leben 
charakterisiren. E. Sadeler hat diese schöne Folge gestochen.  
Die Z1. Jahreszeiten , schöne Landschaften , und Gegenden bei 
Mecheln. mit reicher Figurenstaliage, vorzügliche Blätter in Sßhö- 
nem Charakter. Marco et Egidio Saileler exc. 1620. 
Die Jahreszeiten, 4 schiine Landschaften mit Vielen Figuren. 
H. Hondius sc. et exc. 160i. Diese Folge ist gut und glänzend 
gearbeitet.
        

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