Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1804375
Stecmvyck 
ßdcr 
Steinwyck , 
IIendrik 
247 
und IObZ. breit. Das dritte Gemälde der kaiserlichen Sarlnmlung 
stellt e enfalls das Innere einer ethischen Kirche dar, a er bei 
Iägsbeleuchtung. bezeichnet: Hexiiricus van Steinwyck Fe. 
H. 1 F. 6  Br. 1 F.  Z. _In der Sammlung des Erzherzogs 
Carl in Wien sind zwei Zeichnungen von dem alten SteenWyClH 
Die Befreiung des Petrus aus dem Gefängnisse, und das Innere 
einer liirclie, letztere colorirt. In der Gallerie zu Dresden sind 
vier Bilder, welche dem älteren Steenvvyck beigeiegt werden, alle 
in kleinem Formate: das innere einer Iiirche mit lierzenbeleuch- 
tung, ein ähnliches Gebäude mit vielen Denkmälern, welches später 
Dietrich mit Figuren zieren wollte; das Innere einer gothischen 
Iiirche mit Figuren, und das "innere einer hleinen Kirche dessel- 
ben Styls, dieses das grösste Bild. H. t F- 51- Z-. Br- 2 F. In 
der Gallerie zu C-u p e n ha ge n ist ein herrliches Eliehtstiich, Chri- 
stus und Nicudcrnus zurNac-htszeit in einem Saale vorstellend. Die 
Sammlung zu Gotha bewahrt von ihm eine Zeichnung des Inneren 
des Doms in Antwerpen. In den Gallerien zu Szilzdahium und 
in Cassel wurden ihin ebenfalls Gemälde zugeschrieben, die jetzt 
zerstreut sind, und theilweise dem jüngeren Steenwyck angehören. 
Es sind mehrere Gemälde unter dem Namen H. v. Steenwycls 
gestochen wurden, allein sie dürften grösstentheils von dein jünge- 
ren Iiiinstler dieses Namens herrühren, wesswegen wir sie im 
Artikel desselben aufzählen, so wie ein eigenhändig raclirtes Blatt, 
welches ebenfalls dem Stecnwych jun. angehören könnte. 
Steenwyek oder Stemwyek, Hendrilt van, Argbhglgturmg- 
ler, der jüngere dieses Namens, wurde nach der gewöhnlichen 
Annahme 158g in Amsterdam geboren, was sehr zu bezweifeln ist, 
wenn der Künstler schon 1606 earbeitet hat, da sich von diesem 
Jahre ein Gemälde von ihm änden soll. Jedenfalls haben wir 
 ein Werk von 1611 von seiner Hand, welches sich im Corsham- 
huuse zu London befindet, "und demnach die Arbeit eines Jüng- 
lings von 22 Jahren seyn musste, aber der Vortrefflichlaeit wegen 
auf spätere Reife schliessen lässt. Sßlnllvlelälel soll der Vater ge- 
wesen seyn, welcher, wenn er schon 1605 starb, den 14 jährigen 
Knaben nicht weit gefördert haben kann. Es scheint daher, dass 
er fremder Unterweisung das meiste zu verdanken hatte, vielleicht 
ebenfalls den im Artikel seines Vaters genannten beiden de Vries, 
oder dem P. Neefs, welcher Schüler seines Vaters war. In seiner 
früheren Zeit arbeitete er in Antwerpen, wo ihm der Dom man- 
nigfaltige Studien bot. Die Figuren, womit er seine Interioren 
schmückte, malten andere Künstler, wie J. Breughel, Th. van Thulden, 
Stalbent, Poelemburg, van Bussen u. a, Die öfter vorkommende 
Befreiung Petri lsünnte von J. Pinns seyn. Später, als er seinen 
Wirkungskreis in England gefunden halte, sah er weniger auf 
Staffage. lu London wurde er durch van Dyck dem Könige Uarl 
I. empfohlen. Dieser Fürst fand an den Werken Steenwyclßfs 
grosses Gefallen. und daher arbeitete er fast nur für denselben. 
Selbst bei Bauten bediente er sich des Rathes dieses Iiiinstlers. 
Letzterer blieb auch noch nach dem Tode des Königs in England, 
und starb zu London um 1040, wie man gewöhnlich angibt; allein 
in der Gallerie zu Berlin ist noch ein Bild von 10.12. 
Die Werke dieses Meisters sind ziemlich zahlreich, da er auch 
auf einen Theil derjenigen Anspruch hat, die dem Vater zuge- 
 schrieben Sven-den. ln seiner früheren Zeit malte er ebenfalls in 
der etwas dunhlcu Weise (lDSSGllJCII. E1- behie]; auch noch später 
einen braunen Tun bei, nur in England hielt er seine Bilder etwas
        

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