Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1804314
Steen , 
Jan 
van. 
Steen , 
F ra uz 
V31] 
den. 
241 
  Eigenhändige Radiru-ngen des Meisters. 
Dass sich J. van Steen auch im Radiren versucht habe, diirfte 
wohl nicht unbedingt zu verneinen seyu, doch ist es nicht ausge- 
macht, dass gerade die folgenden Blatter von ihm wirklich her. 
rühren. lm Charakter und Ausdruck sind sie ilnn wohl verwmidt. 
l) Ein auf dem Lehnstuhl sitzender Bauer mit spitzer Mütze, 
wie er sich die Wunde am rechten Arme zuileclit. Er ist 
nach links gerichtet, wo man einen Bettvurhan bgmerhr 
Oben in der Mitte ist ein Gitterfenster. Ohne; läamen. 11 
  
Dieses höchst zarte, fast nur im Umriss raclirte seltene 
Blättchen, finden wir in Frenzcfs Catalng der Sammlung 
des B. v. Rumohr (Lübeck 1846 Nro. 1860) erwähnt. Der 
Besitzer hielt es für Arbeit van Steen's. 
2) Büste eines lachenden Bauers mit rundem Ii-Iu-te, im Profil 
nach rechts, wo man gegen den Rand hin die l-liillte der 
Büste einer Bäuerin bemerkt. Ohne Namen. H. 212. 2  
 r 
Dieses Blättchen wird von einigen dem. Ostade, dem D: 
Ryckaert oder P. Snayers, von anderen dcmzJ wStiven bei- 
gelegt, ohne hiiilängliihe Rechenschaft geben zu können. 
Es ist sehr geistreich behandelt, aber, wie lLVVbigel (Suppl. 
au Peintre-Graveur I. 175) behauptet, ganz bestimmt im Gu- 
schmacke des T. Wyck. Die ersten Abdrücke sind weniger 
 vollendet, und das Scheidewasser hat nicht gut durchge- 
 grillen. Es fehlt auch diemit dem Stiche] geIiil-irte Ein- 
fassungslihie.    
 5) Das Innere eines Zimmers, wo links ein Weil) im Sitzen 
 schläft, wie sie in der Linken ein Glas, inwlerllechlen tlltf 
q  Bouteille hält. Neben ihr liegt ein Bauer auf dem Buden, 
  welcher die; Geheimnisse ihres Rockes belauscht." .Dl'cl an- 
 dere Bauern" lachen darüber. Auch "ein Greis ist bei dieser 
Gruppe. Links liest man: JSteen (JS verschlungen) und 
  rechtsFHMns?) Stcen,  3 Z. .11 L., Br. 4 Z. 11 L. 
Dieses Blatt ist sehr selten, und auch nhrie "Namen Steen's 
würde sich der Coniponist kund geben. Die-"ilrrbeit ist sehr 
  geistreich;  
Steen , Franz V30 dßll, liupferstccher und Malerygeb. zu Amster. 
"dßlll 1001i. sollte sich in seinerJ-ugend einem anderen Fache widmen. 
allein die durch Verletzung des einen Fusses erfolgte Lähmung 
Wlt die Veranlassung, dass er sich der Iiunst drgeLn- -Der Erz- 
herzog Leopold berief ihn als Hofkupferstechei- nach Wien. und 
später trat er in gleicher Eigenschaft 'mit Gehalt. In Üienste des 
-1iaisers Friedrich IlI. Er radirte in Wien viele Blätter, anfangs 
.für da, Gallerievrerl; des Erzherzogs, und dann mehrere andere, 
die einzeln erschienen und mit groissem Beifalle aufgenommen wur- 
den, den sie tlieilweise auch wirklich verdienen. Früher standen 
 sie in hohen Preisen; so wurden seine drcißlättcr nach Cnrreggio 
auS Miiriettäs Sammlung um 250 Livres verkauft. Samlrurt setzt 
"seine Blüthezeit um 1660- 
l) Ferdinand lIL, römischer Kaiser. Mit der Aiffschrifn: SH- 
  cratissimn Ferdinando lll. Pin, JIISIO. FeliCia Germünl" E: 
lmperii Pacatori. Franc. Luycx S." C. M. pict. Fr. vßll dß 
Steen S. C. M. sculpt. H. 19;- Z., Br. 15a Z. 
Die alten Abdrücke sind selten, die neuen Wurden zu 
 5 Anfang unsers Jahrhunderts in Wien gezogen- 
lYaglerl-i Künstler-Lax. Bd. XVII. 16
        

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