Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1804190
Starrcnberg . 
Johann. 
Starterus. 
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zige Russe, der sich in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhun- 
derts einen verdienten Namen erworben hat. Die genannte Kai- 
serin liess durch ihn die grössere Klosterkirche des hl. Alexander 
Newslty erbauen, welche die kleinere, von Peter dem Grossen er- 
baute, weit überragt. Dieser grossartige Dom ist dem frmntnen 
Andenken des geheiligten Helden der Newa geweiht. In majestäti- 
schen Verhältnissen erhebt sich dasl Tempelhaus und aus dessen 
Mitte dringt die mächtige Cuppel empor. Es ist diess in jeder 
Hinsicht ein erstaunungswürdigcs Ganze, durch einfache Messen 
bewirkt. Diese Iiirche ist rcich an Todtendenlsmalen. Unter dem 
hochgewölbten Dome erhebt sich das prachtvolle Denkmal des 
Heiligen Alexander, dessen Beste unter einem Silberhaue ruhen, 
und umher sind in getriebener Arbeit und in Wandgemälden die 
Grussthaten des Gcteierten dargestellt. Ein zweites Werk dieses 
liünstlers ist der taurische Palast, einst durch Catharinens ver- 
schwenderische Gnade Besitzthum des Fürsten Potemkin (Patiornlsin) 
Tawritscheslsoi. Diese Prachtwohnung, welche der Günstling mit 
grüsstem Pumpe einweihte, bietet jetzt öde Räume, und seine Pracht 
verbleicht immer mehr und mehr. Die von einer weiten Kuppel 
halb erleuchtete, mit antiken Statuen. Büsten, Altären und Bas- 
relicls gczierte llutunde öffnet den Eingang zu dem Biesensaal, 
dessen tiochgewölbter Plalbud von einer vierfachen [leihe colussaler 
Säulen getragen wird. Längs der zweiten doppelten Colonnude 
zieht sich der Wintergarten hin, ein in seinen Dimensionen bei- 
nahe um das Doppelte grösserer, von Palineniihnlichen Säulen ge- 
tragener Saal, in welchem einst die reichste Vegetation zu schauen 
war, während die Winterstüruie voriiberzogen. Die Vorderseite 
dieses ehemaligen Feenpalastes reicht gegen den Newahay, und 
gestattet die Aussicht über den Fluss. An der Rückseite breitet 
sich der noch sorgfältig gepflegte Park aus. Starow fertigte auch 
Plane zu anderen Palästen und Gebäuden. und 1784 baute er die 
katholische liirclie in St. Petersburg. Fiorillo (lileine Schriften 
S. 59) behauptet auch, dieser Künstler habe die grosse Cathedrale 
zu Sophia gebaut, weiss aber nicht richtigen Bescheid zu geben. 
So nennt er Starnw auch den Erbauer des Pantheon und der Ale- 
xander-Newslty-Iiirclie. während gerade diese Catheclrale das Pan- 
theon ist. Im Jahre 179i wurde Starow Bector der Akademie in 
St. Petersburg. ' 
Das Todesjabr dieses Meisters ist uns unbekannt. JenerArchi- 
telst Staroff, der den Triumphbogen vor dem Rigaer Thore aus 
Porpbir, Granit und Nlarmor erbaute, ist vielleicht der Sohn unsere 
Künstlers. Der Grundstein wurde 1827 gelegt.  
Starrenberg, JOhQUU, Maler von Grönnilwgen, wird von Descamps 
gerühmt. Er malte grosse historische Llnrikellungen für Plafunds, 
und Wahrscheinlich in Oel. Nach der Behauptung des genannten 
 Schriftstellers besass er Geschmack in der Compositiun und eine 
markige Färbung. Blühte um 1650- 
SIIHFIBPUS, Kupfersteclner, oder Kunstverleger, ist uns nur durch fol- 
gendes Blatt bekannt: 
Die Bube auf der Flucht in Aegypten. Maria sitzt unter einem 
an Bäumen fest gemachten Teppich. Dieses sehr seltene Blßll ist 
von oder nach Curnelis Cornclisz, aber nur mit folgender Adresse 
versehen: Joanncs Starterus exc.
        

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