Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1804182
R28 
Starow , 
Iwcm 
Gregorowitsch- 
lani in St. Croce, wo er viele Bilder aus dem Leben des hl. Abtes 
Antonius und des hl. Nicolaus in Fresco malte  die nacnvasari 
1, 535 ff. so wohl gefielen, dass den liunstler einige Spanier mit 
sich an den Hof nach Madrid nahmen, _was demselben um so 
efWüßäChler war, weil er, plump und Sifßlislßlltlg, zu Florenz in 
Lebensgefahr geralhen ivar, wie Vasari benachrichtct: Er malte 
in Spanien verschiedene Bilder fiir den Honig, der ihn endlich 
reich belohnt entliess. Jetzt liess sich Starnina wieder in Flßrenz 
sehen. wo er bald allgemeine Achtung gewann, da er fern von 
der Heimath mildere Sitten angenommen hatte. Es dauerte auch 
nicht lange, so erhielt er den Auftrag, in der Capelle des hLI-liero. 
nyinus in der Iiirche del Caruiine Begebenheiten aus dem Leben 
des genannten Heiligen zu malen, woinrt er avusserordentlicheu 
Beifall erwarb, da er naeh_Vasa_ri viele eigenthumliclie Eriindun- 
gen. und eine grosse Mannigfaltigkeit in den Trachten und S19]. 
langen der Figuren zeigte. Besonders gut gezeichnet findet Vasari 
eine Gruppe von Mönchen, welche um den hl. blieronyitius ver. 
sammelt sind, als dieser das Testament schreibt. Diese Darstellung, 
so wie der Tod des Heiligen, ist bei d'Agincourt, Peinture pl_ 121 
im Umriss gestochen.  
Diese Bilder verschafften dem Meister einen Ruf nach Pisa, 
wo er das Capitel S. Nicola hätte ausmalen sollen; allein er über. 
liess die Arbeit seinem Schüler Antonio Vite. Starnina blieb in 
Florenz und malte da auf der VVand des Palastes nach der Seite 
der Guelten zu den hl. Bischof Dionysius mit zrve, Engeln, und 
darunter die Stadt Pisa, was sich auf den Verkauf der Stadt durch 
Gabriel Maria von Pisa an die Florentiner bezieht. Es ist (uns 
die Nordseite des Gebäudes, aber doch war noch im vorigen Jahr. 
hunderte diese lYIalerei erkennbar. AUSSCFÖQVITI nennt Vasari kein 
Bild von Starnina. In der Akademie der schonen hunste zu Parma 
wird ihm ein Gemälde zugeschrieben, welchesiden hl.Vincenz van 
Valencia vorstellt, welcher auf die Zukunft Christi deutet. 
Vasari lässt diesen liiinstlcr ini neun und vierzigsten Jahre 51er. 
hen, 3150 im J, 1405. In dieser Angabe herrscht sicher eine U". 
richtigkeit, indem der Iiilnstler länger gelebt haben muss. In der 
ersten Ausgabe der Lebensbeschreibungen sagt Vasari selbst, dass Star. 
nina's Bilder von 1390-1408 vel circa reichen, und bald dar-nach 
muss er den hl. Dionysius mit der Stadt Pisa gemalt haben, da 
die Erwerbung derselben den g. Okt. 1.109 am St. Dionygiusmg 
fällt. Wenn daher Vasari in der späterennusgabe 1.105 als Todes, 
jalir des Iiiinstlers anniinmt, so muss er im Irrthum seyn. ßgcha 
Ill, 252. stellte daher die Vermuthung auf. dass Ileünllfltlfiinfzig 
statt neunundvierzig zu lesen seyn dürfte. Eine ganz sichere Zahl 
ist 1587, in welchem Jahre Starnina in das Buch _der Maler. 13m. 
derschaft eingetragen wurde. In diesem Buche heisst der Künstler 
Starna. so dass Starnina eine scherzhafte Form wäre, wie Baldinucci 
Dec. IX. del Sec. lI. 102 meint. In der ersten Ausgabe brachte Vasari 
auch eine Grabschrift bei, die wahrscheinlich als unächt in der 
neuen Auflage weggelassen wurde. Dann fügt er das Bildnis; des 
Starnina bei, nach einem Gemälde aus dem Leben des hl. Hier-o. 
nymus. Er sagt, der Künstler habe sich da mit einer Capuze auf 
dein Kopfe und mit zugeschnaltem Mantel dargestellt. Didgiucuur: 
l. c. gibt ein anderes Profil mit glatter Capuze als Bildniss de; 
Starnina. Auch in der floreutinischen Serie de' Ritratti kommt e; 
vor, so wie bei Bottari, und einzeln von Baron gestochen. 
W81" 
eili- 
Starow, lwan Gregorowitsch, Architekt zu St. Petersburg, 
Elufbauiueister der Kaiserin Catharina II, und vielleicht der
        

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