Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1803993
Stnlars. 
Stalbent, 
Adrian 
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Zeichnungen, die eine Sammlung bildete, wahrscheinlich das Pracht- 
werli, welches Fiorillo V. 846 ohne weitere Angabe neunl. 
Stalars, Maler zu Lille, ein jetzt lebender Iiiinstler. Er malt in Orl 
und au! Glas. [in Jahre 1856 vmllte er in einem allen Munuscriple 
das Geheinmiss der Glasmalerei der Alten entdeckt haben. 
Sllalbünli, s. den folgenden Artikel. 
Stalbent, Adrian van, Maler, wurde 1580 zu Amsterdam geboren, 
und unter unbekannten Verhältnissen zum liiinstler herangebildet. 
Seine VVerke, welche den Einfluss J. BreughePs verratheu, 1mm- 
men selten vor, sie gehören aber zu den bessten Erzeugnissen ih- 
rer Art. Es sind diess Landschaften mit Figuren. Thieren und 
Architektur. von schöner Llarinonie der Farben und mit grosser 
Leichtigkeit behandelt. Es finden sich in seinen Bildern jene Vor- 
züge, die wir in den besseren Gemälden der niederländischen Schule 
bewundern. Descnmps behauptet. dass Stalhent nach England be- 
rufen wurde, wo er für den Hof malte und grosses Vermögen er- 
warb. Ferner bemerkt er, dass der liiinstler noch 100i) in London 
gearbeitet habe, und zwar mit jugendlicher liraft. ln dem bezeich- 
neten Jahre kehrte indessen der liiinstler nach Amsterdam zurück, und 
starb bald darauf. In der Gallerie des h. Museums zu Berlin ist 
von ihm eine Anbetung der Hirten. wo die Handlung in einer 
Höhle vorgeht, die durch eine lichte Erscheinung niederschwehen- 
der Engel erhellt wird. iYlan liest auf diesem kleinen Gemälde: 
A. V. Stalbemt F. Au. 1622. Von demselben Jahre ist auch ein 
Gemälde der Gnllerie in Dresden, welches ein Giittermahl in der 
Nähe einer Grotte vorstellt, mit zwei hrleerkatzen im Vurgrnndu. 
Ein zweites Gemsilde von Stalbent in der Dresdner (jullerie stellt 
das Urtheil des iYlidas dar. Vor einer Felsenhiihle steht der lang- 
ohrige Richter im Mantel mit lirone und Scepter, und deutet mit 
Bcilall auf Apollo, der iin lireise der neun Nlnsen die Violine 
spielt. wvfihrentl Nlarsyas beschämt sich umwendet. In der Gallerie 
zu Snlzdalilei] war ein Göttermahl, welches jenem in Dresden 
ähnlich ist. Dann wissen wir auch von einem trellliclmeu Bilde mit 
der Ansicht eines Landstiitltchens, welches noch vor wenigen Jahren 
in der Sammlung des Bälltlllißf Slrasshurger in Nliineheu war. Aus 
der Eitlingkchen Sammlung zu Frankfurt a. M. stammt eine kleine 
Landschaft mit der Jahrzahl 105;), welche beweiset, dass der Künst- 
ler als Siebziger noch trefflich gemalt habe. Dann findet man auch 
etliche Zeichnungen von Stalbent. Eine solche, mit der Feder und 
in Bister ausgeführt, war bis 185g in der Sammlung des Direktors 
Spengler in Cnpenhegen. Sie stellt eine bergige Gegend vor. mit 
einer Baumgruppe links am Wege, der zu einem Schlusse führt. 
u. ful.  
q In Leopuldslaron. der Gallerie des Grafen L. von Firmiau, 
sah man das eigenhändig gemalte Bildniss dieses Meisters, Dann 
hat auch A. van Dyck das Porträt desselben gemalt, welches yun 
P. Pontius gestochen wurde. J. B. Bichard und Suhler haben das 
Blatt von Pnntius cupirt. Nach einem Gemälde oder einer Zeich- 
nungans Choiseuhs Cabinet haben wir ein anonymes Blatt von Dnnkrr 
in der Manier von Weisbrod und Lebas, welches eine Capelli: und 
eine alte Hütte auf Felsen am Wasser eingebaut erkennen lässt. 
Bund in 4.  
Eigenhändige Badirung. 
Gebirgslandschaft, rechts mit den Ruinen einer beträchtlichen 
gothischeiz Abtei, wovon sich noch der runde Thurm erhebt. In; 
Naglefs Künstler-Lax. BcLXVII. M.
        

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