Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1803916
Sta dler , 
Stadler, 
Alois 
Martin. 
201 
rechts ein Kahn auf dem Wasser. F. C. de Stadion inv. et 
fec. 1781. qu. 3. 
Vier Landschaften. Mit dem Namen, und Göttingen 1779. 
80, qu. 8- 
Smadlcr, A., Medailieur, arbeitete in der ersten Hälfte des 17. Jahr- 
hunderts in Augsburg, und im besserem Geschmacks: als viele an- 
dere seiner Zeit. Zu seinen Hauptwerkexl gehört das ovale Schau- 
stiicls mit den Bildnissen der sieben Stadtpfieger Hieronymus Im- 
hof, Bernhard Bechlinger etc., mit A. S. bezeichnet. 
Stildlßr, AlOIS Martin, Maler, geb. zu Tmst in Tirol 1792, ge- 
wann schon in früher Jugend durch seinen Vater F. X. Stadler, 
der als Ingenieur Landschaften zeichnete und radirte, die Kunst 
lieb, und erhielt dann in Innsbruck von Peter Denifle Unter- 
richt im Zeichnen, bis ihn durch Vermittlung des Baron von Hor- 
mayr Joseph Schopf in sein Haus aufnahm, unter dessen An- 
leitung er seine ersten Versuche im Malen machte, und dem er in 
der Kirche zu WVattens hülfreiche Hand leistete. Seine weitere 
Ausbildung verdankt er der Unterstützung des Präsidenten J. von 
lnama und des Herrn di Pauli, welche ihm 1812 die Aufnahme an 
der Akademie in München verschafften, wo er mit glücklichem 
Erfolge seine Studien fortsetzte und auch in iler Technik bald 
bedeutende Fortschritte gewann. Ein Bild aus jener Zeit, welches 
in den Besitz des Grafen vun Reisach kam, stellt Ilagnel vor, wie 
er seinen Vetter Tobias erkennt. Ein zweites, die Heilung des 
Lahmen durch Petrus und Johannes, ist im Besitze des Hauses 
Inama, und das dritte, 1818 vollendet, ist in der Pfarrkirche zu 
Axazns, die Mutter Anna vorstellend, wie sie die kleine Maria 
lesen lehrt, lebensgrosse ausdrucksvolle Figuren. Dieses' Gemälde 
erregte grosse Erwartungen, da es zu den bessten Erzeugnissen 
der Langefschen Schule gehörte, die zu jener Zeit ihre Verehrer 
und Lobpreiser fand. Im Jahre 181g begab sich Stadler mit Un- 
terstützung des Numismatikers Bischof v. Streber, des Miinzdirek- 
tors von Leprieur n. a. nach Rom, wo jetzt die Nahe HafaePs 
und anderer gleichgestimmten Meister wohlthiitig auf seine weitere 
Ausbildung wirkte. Sein Geschmack bekam durch die Studien, 
die er in Rom machte, eine geläutertere Richtung, und von nun 
an beurkunden seine Werke ein edles Streben nach Charakter 
und Wahrheit derliunst. Das erste Bild, welches er in Rom ans- 
fiihrte, stellt in halblebensgrossen Figuren die Hirten bei der 
Krippe dar, eine einfache wiirdevolle Composition , welche in den 
Besitz des H. v. Leprieur kam. Im Jahre 1822 kehrte er wieder 
nach Miinchen zurück, wo sich mittlerweile durch König Ludwig 
ein grossartiges liunstleben entwickelte. Stadler erhielt jetzt meh- 
rere bedeutende Aufträge. S0 malte er für die Calvarienkircho 
in Batzen eine Iireuzabnehrxiung mit stark lebensgrossen Figuren, 
ein vom Domherrn B. Speth im Iiunstblatte 1824 sehr geriihmtes 
Werk, wovon das Ferdinandeurn in Innsbruck den Carton bewahrt. 
Ein zweites Altarbild ist in der Pfarrkirche zu Miihlbach in Tirol, 
die hl. Helena mit dem Kreuze und zwei Engel zu ihren Seiten- 
In der Lunette des Altares ist der hl. Sebastian von ihm gemßli- 
In der Dccanatslsirche zu Stilfes bei Sterzing sind vier Altarge- 
mälde von diesem Iiiinstler. Das Chorbild stellt die Madonna 
auf dem Throne zwischen Petrus und Johannes dar, und in der 
Lunette ist Gott Vater. Auf dem einen Seitenaltare ist St. Scha- 
sllüll und auf dem anderen St. Anton. Auch die Altäre und die 
Iianzel sind nach den Zeichnungen Studiere gcfcrtiget. Später
        

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