Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1803635
Sparer, 
Bernhard. 
Sporkma ns. 
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beläuft sich nach Heller auf ungefähr vierzehn. Jäck weiset in 
seinem Pantheon der Künstler und Literaten Bamberg? unter Hans 
Briefmaler auf Hans Sparer hin, bleibt aber unter dieser Rubrik 
die Auskunft schuldig, so dass wir hier die genanntenDruchwerlw 
nicht näher bezeichnen können. Im Jahre 1494 druckte er nach 
Hellefs Angabe ein Spottlied auf das misslungene Ansuchen de! 
Herzogs Albrecht von Sachsen zum Coadjutor des Bislhums Würz- 
burg, und verbreitete daselbst durch ein Mädchen mehrere Exem- 
plnre, welches aber eingezogen wurde. Um der Strafe zu entgehen, 
welche ducch den Bischof Veit von Bamberg über ihn verhängt 
werden sollte, zog Sporer mit allen seinen Effekten nach Erfurt, 
wg er schon 1495 druckte. Er nannte sich jetzt Hans Buchdru. 
drucker vun Nürnberg, Johannessen Spörer und Hans Sporer, nie 
mehr Briefmaler. Er war noch um 1510 in Erfurt thätig, und zog 
vielleicht einen Sohn zum Buchdrucker heran, da noch 1545 als 
solcher ein Hans Sporer vorkommt.  
SPOPBP, Bernhard, Architekt, ist nach seinen Lebensverhältnissen 
unbekannt. Seinen Namen verkündet aber die Kirche zu Schwai- 
gern in Y-Viirtemberg. welche, im germanischen Style erbaut, Eigen. 
lhum der gräflichNeippergschen Gutsherrschaft ist. Links auf dem 
Spitzbogen der kleinen Iiirchthüre steht die Jahr-zahl 1474, und an 
dem ersten Widerlager rechts an der Facade ist eine Inschrift, 
welche sich aufdie Vollendung der Kirche bezieht. D. O. M. Anno. 
MDXIII. Bomanis imperante Caes. Maximilianu p. f. aug. in bea- 
tissimae virginis Marine ejusque superbenedictae matris Annae nec 
non S. Juhnnnis Baptistae laudem et hunorem nobiles viri de 
clara ac armigerata Neipergensium prosagia procreati-- instan- 
rari fecerunt per Bernhardum Sporer opificem. Dabei ist auch 
das Wappen der Neipperg und jenes des Meisters. Der Styl der 
Kirche entspricht der Zeit von 1474 ab, und somit kann das Wort 
vvinslilururiu sich nicht auf eine Reparatur beziehen. VgLAnzeiger 
für Kunde des deutschen Mittelalters 1844, 248. 
glllg 
SPOTBY, Wolfgang, Maler, arbeitete in Danzig, und lieferte 
historische Bilder. Starb 1614. 
Spork, Johann Budolph Graf von, Bischof von Adrat und 
Sulfragan des Erzbischefs von Prag, war ein sehr guter Zeichner. 
Er zeichnete Darstellun en aus der Bibel, Legende und Mythe, 
Bildnisse, Genrebilder. läandschaften, Thiere, architektonische An- 
sichten, Statuen, Münzen, Wappen etc., theils mit der Feder. 
theils in Tusch. Viele dieser Zeichnungen sind Copien nachWer- 
ken seiner reichen Kunstsammlung. In der Bibliothek des Stiftes 
Strahow zu Prag sind sieben Bände mit Zeichnungen dieses ausser- 
ordentlich {leissigen Grafen. Dlqbacz (Iiiinstler-Lexicon für Böh- 
men) verzeichnet sie auf mehreren Druckseiten. Zu wiederholten 
Malen kommt das eigene Bildniss des Bischofs vor, dann Bildnisse 
vieler geistlichen Herren, des Pabstes, des Kaisers, und anderer 
Fürsten und Herzoge. Unter dieser Masse von Zeichnungen sind 
jedenfalls sehr viele interessante Gegenstände, deren Inhalt immer 
auf dem Blatte bezeichnet ist. 
Graf Bischof v. Spork starb 1759 im Stifte zu St. Nicoles, wel- 
 ches er mehrere Jahre nach seiner Erblindung bewohnte. 
SPOPIHIIGIIS, Maler von Antwerpen, wird von Descamps unter die 
Schüler des P; P. Rubens gezählt. In der Carmeliterliirche der 
genannten Stadt sind von ihm zwei Gemälde, welche die piihstli-
        

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