Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1803624
I 7-2 
Sporer, 
Hans. 
bezeichnet, und die Ordnung der Vorstellungen ist von jener d; 
ersten Ausgabe verschieden. Die Werbung des Anticlirisfs u, 
seine leibliche Tochter fehlt, und somit beginnen die Darstellu; 
gen unter folgender Inschrift: Hie hebet sich an von dem entkrii 
genommen etc. Am Ende steht: Der junghannss priifmaler h, 
as puch zu nürenberg 1472 ff. 
Die beiden letzten Zeichen bedeuten sicher, dass Junghanm 
prilimaler das Werk gefertiget habe, eine andere Frage wäre abe. 
0b dieser Junghanns mit unserm Hans Sparer Eine Person sei 
Diese ist wohl mit ja zu beantworten, denn der Meister nennt sie 
auch geradeweg Hans Briefmaler zu Nürnberg und Hans Spur. 
Briefmaler, wie auf dem letzten Blatte der Ars moriendi von 147; 
Diese ist das zweite xylographische Werk, welches man von ih, 
kennt, unter dem Titel: Ars rnoriendi. Die Kunst zu sie: 
ben. Die Vorrede besteht aus zwei Blättern, und beginnt m 
den Worten: Dieweil nach der Lere des natürlichen Meister e; 
Dann folgen Abbildungen von 22 Platten, die, Wie die Vorred. 
mit dem Reiber grob gedruckt sind. Die Anfangsbuchstaben Sin 
gross und mit Laubwerk verziert. Am Ende steht: 
Haus Sporer hat diss puch 
1473 pruifmaler.  
I-leinecke, Nachrichten II. 216., Idöe gen. n. 422 gab ein verkle 
nertes Facsimile des ersten Blattes. Auf der Bibliothek in Zwicka 
befindet sich ein Exemplar. 
Zwei Jahre später gab Sparer eine Biblia pauperurn heraus, d; 
aber nur sein Zeichen, einen Sporn im Wappenschilde, emhäi 
neben einem zweiten Schilde mit drei Zackcn, die vielleicht m 
andere Theilnahme schliessen lassen. Es istuwahrscheinlich d, 
letzte xylographische Werk, welches er in Nurnbergheraus 8a] 
obgleich der Name dieser Stadt nicht vorkommt. Inzwischen nah, 
die Buchdruckerkunst immer grösseren Umschwung, und mehre, 
Schreiber und Briefmaler oder Formschneider richteten Oliizine 
ein. Die sogenannte Biblia pauperum Sporer's besteht aus 40 B15 
tern mit Darstellungen aus dem alten und neuen Testamente. A. 
dem letzten Blatte stehen die genannten zwei Wappenschilde m 
der Jahrzahl 1475. Das letzte Zahlzeichen las Dibdin für i, wg 
diese alte Zilier damit Aehnlichkeit hat. In München und zu Vvolge, 
büttel sind Exemplare. Im Jahre 178? war ein drittes im Besitz 
eines geheimen Bathes v. Heller. 
Die genannte Ausgabe der Biblin pauperum ist verschied. 
von einer anderen deutschen Armenbibel, welche am Ende d. 
Wappenschild mit dem Sporn allein zeigt, _mit der Jahrzahl Ifr 
oder 77. Die letzte Ziffer nehmen einige für das alte Zählleichg 
5. andere für jenes der 7, und diess scheint auch derFall zu sey, 
da es den Anschein hat, dass der Formschneider die letzte egwi 
kleinere 7 in ihrer gehörigen Lage eingeschnitten hat, welche 5. 
dann beiin Drucke verkehrt erscheint. Auch ist die Üeberseuu; 
eine andere. Auf der k. Bibliothek in tWlünchen sind m, 
Exemplare. -   
 Was Hans Sparer bis 1487 in Nürnberg noch weiter um, 
nommen, ist kaum sicher bekannt; mit dem genannten Jahre ve 
schwindet er aber aus der Reihe der Nürnberger Bürger. Er z: 
nach Bamberg, und richtete in seinem Hause hinter der St. M3 
tinskirche eine Druckerei ein. Das erste Druckwerk ist ein Fisi 
Büchlein, Gedruckt zu Babenberg 1487 durch Hans Briefmalg 
lßänn druckte er auch einige deutsche Gedichte, und verziertg 5 
zum Theil mit Holzschnitten. Die Zahl seiner Bamberger Drud
        

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