Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1803475
Spinellu 
di 
Luca. 
157 
chc ganz deinolirt. Dieses Werk, welches Vasnri in der Färbung 
und in der Zeichnung außerordentlich rühmt, bewog den Barone 
Capelli. in der Hauptca elle von St. Maria Mnggiore zu Florenz 
Darstellungen aus dem Reben der heil. Jungfrau, und solche aus 
dein Leben des heil. Abtes Antonius, nebst der Einweihung der 
Kirche in Fresco malen zu lassen. Diese Bilder waren in grünli- 
cher Farbe ausgeführt, aber schon im 16. Jahrhunderte verdorben. 
Hierauf malte Spinello in der Capelle der Apostel Jacobus und 
Johannes bei den Carrnelitern Darstellungen aus dem Leben dieser 
Heiligen, und in einer andern Capelle derselben Kirche neben der 
genannten Hauptcapelle Scenen aus dem_Leben der Maria und der 
Apostel, wie sie bei ihrem Tode erscheinen, ferner wie die heil. 
Jungfrau stirbt, und Engel ihre Seele zum Hiiiimel tragen. In ei- 
ner Capelle von St. Trinita malte er eine Verkündigung in Fresco, 
und in S. Apostolo das Hauptaltarbild, wie der heil. Geist in 
Feuerzungen über die Apostel ausgegossen wird. In St. Lucia 
de" Bardi malte er ein kleines Bild, und in der Johannis Capelle 
in St. Croce, wo Giotto malte, ein grösseres. Dieses Gemälde, so 
wie die Ausgiessung des heil. Geistes sind zu Grunde gegangen. 
Die Gemälde in St. Lucia und in St. Maria Maggiore waren mich 
vor kurzer Zeit zu sehen, aber die übrigen genannten Werke sind 
halb oder ganz verdorben. 
Diese Arbeiten machten dem Künstler nicht nur in Florenz, 
sondern auch auswärts ei_nen grossen Namen. Desswe en berief 
ihn die Stadt Arczzo, um den alten Dorn mit Frescoinaizereien zu 
verzieren, der aber 156i zerstört wurde, Er malte da die Anbe- 
tung der Könige, St. Donat, wie er durch seinen Fluch die 
Schlange tüdtet, die Magdalena im Hause. des Simon, und an 
den Pfeilern eine Menge Figuren. Dann malte er in S. Francesco 
zu Arezzo (Copelle Marsupini) den Pabst Hoiiorius, wie er die 
Ordensregc-l des heil. Franz hestätiget, ferner in der Capelle des 
heil. Miclielagnolo daselbst viele andere Geschichten des heil. 
Franz, und in der Capelle Bacci die Verkiiniligung mit einer Menge 
Figuren. Diese Malereien vollendete er 1358, es ist aber nur noch 
die Verkündigung übrig. Auch in der Dechanei zu Arezzo führte 
er mehrere Gemälde aus. die zu Grunde gegangen sind. lnSLMai-ia 
delta Misericordia malte er die Capelle der Heiligen Jacobus und 
Philippus aus, und ini Bogen über der Hauptthiiie eine Pieta mit 
Johannes, welche noch im vorigen Jahrhunderte vollkommen er- 
halten wnr. An der Vorderwand der Hirche S. Laurentino und 
Bergentino malte er die Madonna, welche mit offenem Mantel das 
Vgllt von Arezzo umgibt, mit vielen Bildnissen nach der Natur; 
allein auch dieses Bild ging beim Neubau zu Anfang des 13, Jahr- 
hunderts zu Grunde. Für die Bruderschaft der Verkündigung malte 
er das grusse Thihernalsel ausserhalh der Kirche. und einen Theil 
der gegenüber liegenden Halle. Das erstere dieser Bilder ist er- 
halten, der Porticus wurde niedergerissen. Auch das für jene Bru. 
derschaft gemalte Altarbild der Verkündigung in Tempera ist nicht 
mehr vorhanden, und durch ein anderes von Jacopo Indaco (1554) 
ersetzt. Für die Nonnen vun S. Giusto malte er ein sehr gerühm. 
tes _Werk, welches die Vermählung der heil. Gathaiina und andere 
Scenen aus dem Leben dieser Heiligen vorstellt, und jetzt in der 
Sacristei zu sehen ist. 
Hierauf wurde Spinello nach Casentino berufen, wo er 1561 
für die Abtei von Cannaldoli das Hauptaltarbild zu malen hatte, 
welches aber 155g durch ein anderes von Vasari ersetzt wurde. 
Den Iuhal: des Gcnüildes neun: uns letzterer nicht. Von Cascntinu
        

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