Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1803388
M8 
Spilbergef , 
Spilimlaergo , 
Irenc 
div 
Spilbcrger, 
Spillenherger 
oder Spilnberger. 
spllemüßßlicrS, Jan, Male;- zu Gem, war Schüler von Janssens, 
und um 1858 bereits ausiibender liiinsller. E: malt Genrebildev 
nach der Weise älterer holländischvn Meister: Auf der Ausstellung 
zu Gent in dem genannten Jahre sah man eme spanischeTaberne. 
SPIlIIIIbBTgO, JEICOPO da, Bildhauer, lebte in der_ersten Hälfte 
des I5. Jahrhunderts zu Ucline in Friaul. Er fertigte ßfggg für 
den Duln ein sehr schönes vergoldetes Crueiflx m1t_ den Husten der 
Evangelisten und mitEngclstatuen, welches 1m zwexten Decexlnium 
nnsers Jahrhunderts entwendet Wllrdß- Vgl. COrImOVIS, 509m varie 
antiche sculture del Friuli I. 107. 
Spilimbergo, Irene (11, Malerin, stammte aus einer altadeligen 
und berühmten Familie aus Friaul. und wurde {S140 zu Udine ge. 
baren, nicht 1541, wie Atnnagi angibt, indem ihr Vater ndriam, 
den 12- sßPlßmbßf 1541 starb und noch eine jungere rlochter. 
Namens lsabella. hinterliess. Irene wurde in Venedig von ihrem 
mütterlichen Oheim Gio. Paulc de Ponte erzogen, WO Tmall sie 
in der Malerei unterrichtete, und in lsurzer Zeit ein bewunderungg. 
wiirdißßs Talent entwickelte. Titian staunte iiber ihre Versuche, 
es sind aber nur wenige Bilder von ihr vorhanden. Lanzi Sagg. 
dass drei ihrer Gemälde durch Erbschaft an das Hausbradciiigu 
gekommen seyen, ohne sie näher zu bezeichnen. DIESE. Bilds,- 
sind jetzt im Besitz des Grafen Fabio di _Maniago zu Udine und 
stellen die Flucht in Aegypten, Nonlfs Einzug _in die Arche und 
ein tigurenreiehes Bild der Siindfluth dar. S_ie sindvgut gezeichnet 
und kräftig colorirt, würdig eines vorgesclirittcnen hunstlrrs, nicht 
einer Dame, die nur wenige Monate die Malerei geübt haut 
Lanzi bringt nach den Antichitii PlCGlle.FPl'lD0 17_9Ö, Tmn. XXVIIL 
P. 21T auch die Nachricht, dass die Familie Claudi zu Mnntalhucldo 
bci Sinigaglia ein Bacchanale von ihrer Hand besitze; allein Ma. 
niago suchte vergebens darnach. Die genannten drei kleinen Ei]. 
der sind wahrscheinlich die einzigen, welche sich von der Hand 
der Irenr finden. Copien nach Titian scheinen sie nicht zu seyn, 
Maniago sah in Üdine zwei Bilder des 15. Jahrhunderts, die von 
ähnlicher Cuiiiposition sind, und das Bild der Flucht in Aegypten 
scheinteinem Hupferstiche der flämischen Schule entnommen zu seygh 
Die beiden anderen sind mit dem Namen der Iiunstlerin bezeichnet. 
Diese Künstlerin starb 1559 im neunzehnten Jahre, nicht 1567. 
wieiTicozzi behauptet. Titian hat das Bildniss derselben gcmah, 
Iiniestiick an eine Säule gelehnt, mit dem Lorbeerlsranze in de, 
Hand. An der Basis steht: Si fata tulissent. Aliprandi hat es- 113,- 
dic Storia delle belle arti 'Fl'illlalle dal Conte F. di Maniago. Ed, 
lI. Udine 1825 gestochen. Man glaubt, T. Tasso_ habe an diese; 
Bild eines seiner Sonette gerichtet: Quai leggiadri pensier etc. In 
der Venezianer Ausgabe der Werke Tassds von 1?5Ö_ VI. c. 590, 
ist aber die Angabe, dass diese Verse an ein Madonnenbild gerichgeg 
seyen. Die vornehmsten italienischen Dichter beklagten den lrühen 
Tod der lrene di Spiliinbergo in Gedichten. Atanagi hat sie ge. 
sammelt und unter folgendem Titel heraus gegeben: Birne de di. 
vcrsi   in morte della  signora lrene. Venezia 1561. Iremg; 
Elogio kommt auch in fulgendemylferke vor: Delle orazioni 
volgarincnte scritte du diversi uoinini illiistri. In Venezia 1534 
ll. 10T.
        

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