Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1803368
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Franz. 
Spielberg o 
Gabriel. 
Spiess, Franz, nennt Fiissly einen Kupferstecher, von welchem 
 ein Blatt nach Correggio herrühren soll, die Madonna vurstellcnd, 
welche dem Kinde die Brust reicht, während Engelchen Früchte 
reichen. Das Urbild verkaufte Jos. Casanova an die Kaiserin 
Catharina 11.. und in Lahenskyß Gallerie de I'Ermitnge ist es im 
Umriss gestochen.  
Ob aber unter F. Spiess nicht eher F. Sperre zu verstehen 
ist, lassen wir dahin gestellt. Spnerre hat ein solches Bild 3c, 
stechen. 
SPIESS, AllgUSt Friedrich, Iiupferstecher, geb. zu Castell 1306 
besuchte 1824 die Akademie der Künste in München, und bildet; 
sich da unter Professur Amsler's Leitung zum tüchtigen Künstler 
heran. Allein er verdient nicht nur als Stecher Lob, sondern auch 
als Zeichner. Wir verdanken ihm mehrere schöne Blätter, besonders 
Stahlstiche, die sich unter den Erzeugnissen dieser Art vurtheilhatg 
auszeichnen. Darunter nennen wir besonders die hl. Familie mit 
den Blumen streuenden Engeln, welche Rafael für Franz l. vun 
Frankreich gemalt hatte. Dieses Blatt ist von schöner Wirliun 
des Ganzen und genau verstanden in den Formen. Der mm? 
metallene Glanz ist durch Vorradiren glücklich vermieden. Zu", 
Vurhilde diente ihm der Stich von Etlelinls. Auch für Ällllälßflßhe 
und andere illnstrirte Werken lieferte Spiess schöne Blätter. 1m 
Jahre 185g erwarb er in München das Insassrecht. 
I) Die hl. Familie mit den Blumen streuenden Engeln, nach 
Balael, das oben erwähnte treffliche Blatt 1859. gr. fol. 
Dieses Blatt erschien bei Meyer in Hildburghausen. 
2) Die Madonna Tempi, nach BalaeVs Bild in der Pinakothek 
zu München, Cupie nach S. Amsler. Schönes Blatt, 3, 
5) Jupiter legt den jungen Herltules an! die Brust der Jmm 
nach einer Zeichnungtvon B. Genelli für die Münchne; 
Blätter von R. Leclsc gestochen. München 18-16, fol. 
4) Die herrlichen Stahlstiche zur C0tia'schen Prachtausgabe de, 
lleinecke Fuchs vun Giithe, nach Zeichnungen von W. liaul- 
bach. gestochen von Bahn, Spiess und E. A. Schleich. Diese; 
Werk erschien von lll-iÖ an, gr.  
3) Die Blätter für die Gallerie zu Götheä sämiutlichen Werkom 
München. Cotta 1340, 12. 
6) Einige Köpfe nach der Antike, in Kupfer gestochen 1829. 3 
7) Franz Xaver v. Schwäbl, Bischof von Regensburg. nach fiel: 
lerhoven, fol. 
Spikore, l, nennt Fiissly einen Hupferstecher, der nach Curreggio 
u. A. gestochen habe. Wir kennen kein Blatt von ihm. 
Spllberg, Kupfer-stechen s. Spiegelberg. 
Spielberg oder Spilberger, Gabriel, M319.- Vgn Düsseldorf 
machte in Holland seine Studien, und hielt sich einige Zeit i; 
Utrecht auf. Später ernannte ihn der König von Spanien zu seinem 
Hofmaler, brachte aber die geringste Zeit seines Lebens in Nlndrid, 
zu. Er lebte zur Zeit der spanischen Herrschaft in den Nieder, 
landen, um 1590. 
G. Spilberg malte Bildnisse und historische Darstellunggm 
C. de Pass stach nach ihm die 7 Werke der Barmherzigkeit, g Blät. 
ter mit Titel: Opera Misericurcliae Corporalis, und Schlussblum 
Man liest auf diesen Blättern: G. S. Inuentu oder Gabriel Spielb, 
lnuenl. Isl. qu. fol.
        

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