Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1803339
Spierrc , 
F rangois. 
143 
Sein [Iauptwerk dieser Art ist die Madonna nach Correggio, die 
mit Recht sehr geschätzt wurde. Allein der Charakter des Malers 
isk nur in der Zeichnung streng fest gehalten, aber nicht so hin- 
sichtlich des Helldunkels und des Culorits. Jene von C. Bloemaert 
eingeführte Stechart war nicht geeignet, den Correggio von dieser 
Seite gut darzustellen, und clesswegen wusste auch Spierre die 
markige Färbung in den Lichtpartien, und die Durchsichtiglieit 
der Lichtreflexe in den Schatten nicht anzudeuten. 
Die zweite Art des Stiches nahm der Künstler in Rom an, wo 
er unter dem Einflusse des P. da Cortona stand. Dieser Meister 
gab ihm auch weiteren Unterricht in der Malerei, welche Spierre 
abwechslungsweise übte, um durch die anstrengende Stiehapbeit 
seine Gesundheit nicht zu schwächen. Er stach aber auch einige 
Gemälde dieses Meisters, so wie solche anderer italienischen Ma- 
ler der Zeit. Unter diesen ist auch L. Bernini, der oft behaup- 
tete, Spierre werde einst alle anderen Meister übertreffen. Im Jahre 
1631 verliess er Rom, um das von seinem Bruder Claude in St. 
Nizier zu Lyon begonnene jüngste Gericht zu vollenden. da sieh 
dieser todt gefallen hatte. Allein er starb selbst auf der Reise zu 
Marseille in einem Alter von 53 Jahren. 
Die Zahl der Blätter dieses Meisters ist ziemlich bedeutend, 
da er auch verschiedene Titel, Vignetten und ltleine allegurische 
Thesen gestochen hat. 
j) Ferdinand II. Grnssherzog von Toskana, nach Sutermans. 
F. Spierre Lotaringus sculpebat, hl. fol. 
2) Alexander VII. Ghisius Pontifex Mätlh, nach G. M. Morandi, 
in ovaler Bordure, fol. 
5) lnnocentius XI. Puntif. Max. fol. 
ä) Lorenzo Cunle da Marsciano, eines der Hauptblätter des 
Meisters, gr. fol. 
5) Lurenzo Principe de Colouna, nach G. Bichi, 4. 
Q) Antonio Carracci, 4.  
7) Bildniss eines Prinzen aus dem Hause Medici, nach eigener 
Zeichnung 1659, fol.  
8) Das Bild des Heilandes, nach Bernini, kl. fol. 
g) Die heil. Jungfrau mit den Händen auf der Brust, nach 
demselben, in ovaler Bordure, lsl. fol. 
10) Der Prediger Johannes in der Wüste, nach Bernini, kl. fol. 
U) Christus am Kreuze sein Blut vergiessend, welches unter 
ihm ein Meer bildet, nach Bernini, fol. 
l. Vor dem Namen der Künstler. 
ll. Mit den Namen und mit den Cherubimhöpten, die 
später ltinzugefiigt wurden. 1  
12) Christus in einer Glurie von tuehreren Heiligen angebetet, 
nach eigener Erfindung, fol. 
13) Acht Bilder aus dem Leben und Leiden des Heilandes, nach" 
Maratti, Cortona und Mola, von Spierre und Bloemaert 
tiir ein Missale gestochen, fol. 
I4) Das Y-Vunder mit den Fischen und Broden. Colligite 
fragmenta ne pereant. Eques Jo. Laurenz Bernini inu. 
Franciscus Spierxe sculp. H. 11 Z. 5 L., Br. 8  1 L. 
Dieses Blatt findet man in J. P. Oliva E. S. J. in selecta 
scriptttrae loca Ethicae commentatiunes. Lugduni 1077- Je- 
 der der fünf Bände hat dieses Titelkupfer. 
15) Die Emptiingniss Nlariii, nach P. da (Jortona, ltl. fol. 
16) Die Beschneidung Uhrisli, tiach C. Ferri, kl. ful-
        

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