Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1803135
Speckter , 
Erwin  
123 
den hochgelerten Leonhart Fuchsen. Gedruckt zu Basell durch 
Michael Isingrin 1545, fol. Im Jahre 1545 erschien zu Basel die 
erste Octavausgabe in lateinischer Sprache, die zweite 1549. und 
französische Ausgaben sind von 1547 und 49, fol. 
SPcCkter: Erwin: Maler, wurde 1806 zu Hamburg geboren. und 
äusserte schon in früher Jugend eine entschiedene Anlage zur 
Kunst. Er lieferte schon als Knabe Zeichnungen, die ein reifes Ta- 
lent beurkundeten, welches dann in München unter Cornelius' 
Leitung zur schönsten Bliithe sich entfaltete. In die Heimath 
zurück gekehrt verlebte er nur kurze Zeit in Hamburg, und be- 
gab sich 1824 nach Italien, um durch Fortsetzung seiner Studien 
in Rom die Erwartungen seiner Mitbürger, dass er zu einem aus- 
gezeichneten Künstler seines Faches reifen werde, zu rechtfertigen. 
Eines seiner früheren Gemälde stellt Christus und die Sarnariterin 
am Brunnen dar, ein Werk, welches dem liiinstler eine hohe 
Stelle in der Kunstwelt einräumte. Der Heiland ist eine Gestalt 
voll Hoheit und Milde, und in der Haltung des Weibes ist so viel 
Leben und Wahrheit, und zugleich solche Anmuth, dass der Be- 
schauer sich unwiderstehlich angezogen fühlt. Auch die Köpfe 
Ilcr Apostel sind meisterhaft und voll charakteristischen Ausdrucks. 
Ein späteres Gemälde Speckteids, welches er in llom ausfiihrte, 
stellt den schlafenden Simson dar, wie ihn Dalila der Haare be- 
raubt. Dieses Bild besitzt alle geistigen Vorzüge des Meisters, 
ist auch ausgezeichnet durch fleissige Durchbildung des Nackten. 
durch grosse Klarheit der Färbung und durch die glückliche, der 
romantischen Schule verwandte Behandlung des landschaftlichen 
Hintergrundes. Ein solches Gemälde ist in der Sammlung des 
Freiherrn von Ilumohr, und in anderen Sammlungen findet man 
Landschaften mit Stalfage, die ebenfalls sehr geistreich behandelt 
sind. Die Gemälde dieses Meisters sind nicht zahlreich, da er 1855 
in jungen Jahren starb. Er war voll echter Begeisterung der Kunst. 
entbehrte aber die Bliithe der Gesundheit. Allein was an Gemäl- 
den und Zeichnungen von ihm vorhanden, ist von grossem künst- 
lerischen Werthe. Darunter sind einige Compositionen in Ara- 
beskentorm. die ausserordentlich lieblich und geistreich zu nennen 
sind. Ei- war auch in architektonischer Malerei ausgezeichnet. 
Der berühmte ArchitektChateauneuf bediente sich öfters der Iiunst 
dieses Meisters bei seinen Bauten. Ritschel zeichnete 1824 in Rom 
das Bildniss Speckter's, welches in der bekannten Portraitsarnmlung 
des Professors und Malers Vogel von Vogelstein sich befindet. Dann 
haben wir noch ein anderes Denkmal von diesem Künstler, welches 
von grossem Interesse ist. Es sind diess die Briefe eines deutschen 
Künstlers aus Italien. Aus den nachgelassenen Papieren von Er- 
win Speckter. 2 B. Leipzig 1846. 
Dann ist Speckter auch durch lithographirte Blätter bekannt. 
I) Geistliche Lieder von M. Luther und Müller, nebst deren 
Melodien mit Piandbildern aus der biblischen Geschichte, 
4 Blätter von J. C. Milde lithographirt 1323, fol. 
2) Biblische Compositionen des neuen Testaments, besonders 
aus dem _Leben Jesu, in Arabeskenlorm. Sehr nett lithogra- 
pänähfixlut dem Monogramme Specktefs und der Jahrzahl 
1 2 , o  
5) Das berühmte Altargemälde Hemling's in der Greveraden- 
katjßllß im Dome zu Lübeck, 2 Hefte mit lithograpliii-ten 
Blauem von E. und 0. Spcclitßl und C. J. Milde. Ham- 
burg 1825, gr. fol.
        

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