Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1803112
Speck - Sternbnrg , 
Charlotte 
Specklin, 
DU 
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Heinrich Campe wurde von J. Krüger zum 47. Band der Allg. denk. 
scheu Bibliothek gestochen. Starb in Holland um 1788. 
Wir haben von ihm einige radirte Blätter: 
l ) Mater dolorosa, nach J. Ceruti 1770, lsl. 4. 
2) Johannes der Täufer als Kind, nach Bambini, 8. 
5) St. Anton von Padua, nach A. Kern 1769, 4-  
4) Die Liebe, nach Bambini, 8. 
5) Eine alte Frau, die über dem Kohlentnpf die Hände wärmt, 
nach Nogari, erster Versuch, 4. 
6) Eine Folge von 6 Blättern mit Brustbildern von Kindern, 
nach Glume, kl. 4. 
7) Zwei Blätter mit Brustbildern von bärtigen alten Männern, 
Copien nach B. Bossi, kl. 4. 
8) Ein bärtiger Mannskopf, nach A. Kern 1770, gr. 8. 
SPcck-Sternburg, Charlotte VOD, die Tuchler der, durch geing 
Gemäldesammlung bekannten Freiherrn Max von Speck-Sternburg, 
machte glückliche Versuche in der Lithographie. Es findet sich 
ein Blatt nach G. Honthorst, nach einem Gemälde in der Gallerie 
des Vaters. Diese Gallerie ist durch einen Catalog und durch ein 
eigenes Gallerlesverk bekannt, Leipzig 1857, gr. fol. 
Specklm oder Speckle, Daniel, Architekt. der berühmteste 
deutsche Hriegsbaumeister des 16. Jahrhunderts, wurde 1556 zu 
Strassburg geboren, und unter unbekannten Verhältnissen zum 
Künstler herangebildet. Später unternahm er Reisen nach den Nie- 
derlanden, Dänemark, Schweden, Polen, Preussen, Siebenbürgen, 
Ungarn, und 1570 wohnte er der Belagerung von Famagusta in 
Cypern bei. Auf seinen Reisen richtete er ein besonderes Augen- 
merk auf die Festungswerhe, und erlangte als Kriegsbaumcister 
einen solchen Ruf, dass fast keine Befestigung unternommen wurde, 
ohne Specklds Bath darüber einzuholen. Er stand fünf Jahre als 
Piüstmeistei- in Diensten des Erzherzogs Ferdinand, der zuletzt nur 
den Bitten des Künstlers nachgab, da dieser seine Vaterstadt wie- 
der sehen wollte. Doch bald darnach erhielt er von diesem Für- 
sten durch den tapferen Lazarus Schwendt den Auftrag. das Ober- 
und Unter-Elsass zu beschreiben, und eine Charte anzufertigen, 
welche 1576 in Strassburg erschien und auch copirt wurde. In 
demselben Jahre berief ihn Kaiser Maximilian II. zu einer Ver- 
sammlung von deutschen und italienischen Architekten, um über 
die Anlegung der ungarischen Gränzfestungen zu berathen, wobei 
Schwendt den Vorsitz führte, und nach Beendigung dieser Confe- 
renz ernannte ihn Herzog Albert von Bayern zum Hufbaumeister, 
als Welcher er anfangs in Regensburg lebte, bis er den Künstler 
zum Festungsbaue nach Ingolstadt berief. Die Anlage der Festungs- 
werke begann schon 1516, jetzt aber erhielten sie unter Oberauf- 
sicht des Kunstverständigen Grafen Solms-Münzberg die weiteste 
Ausdehnung und den Abschluss. Leider wurden die Werke zur 
Zeit Nnpoleods geschleitt. Das Andenken dieser beiden berühm- 
ten Männer hat aber Iiünig Ludwig beim Baue der neuen Festung 
durch General-Lieutenant vun Streiter und General-Major von 
Becher dadurch geehrt, dass er 135g zu den Seiten des Hauptthe- 
res ihre colossalen Reiterstatuen, welche Halbig in München fer- 
tigte, aufstellen liess. Man lässt aber auch dem Systeme Speekleß 
noch Volle Gerechtigkeit wiederfahren. indem Vauban dessen An- 
sichten nur weiter durchgeführt hat. Zastrow hat es neuerlich in 
seinem Werke uber Belestigungsltunst genau entwickelt. Auch in
        

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