Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sole, G. G. - Surugue, L.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801789
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801956
Soliani. 
Solimena, 
Francesco. 
dem Titel eines Hofarchitekten. Unter der Cisalpinischen Repub- 
lik erhielt er die Stelle eines Professors der Zeichenkunst an der 
Militärschule, nach der Rückkehr des Herzogs von Modem: wurde 
ihm aber wieder seine Frühere Funlstioxt übertragen. Soli war ein 
Iiünstler von Bedeutung, den selbst das Ausland zu schätzen wusste- 
Iiaiser Alexander von Russland wollte ihn an seinen Hof ziehen, 
allein er gab dem Vaterlande die Ehre. Zu seinen Hanptwerken 
gehören die Kirche von Carboniano bei Rom. der Palast Bellucci 
zu Vignola. drei Fagnden und zwei Treppen des herzoglichen Pa- 
lastes zu Mudena, ein Hospital und der Gottesacker zu Cento, 
die Brücken über den Panaro, über den Iieno bei Cento, und über 
den Rubicone bei Rimini. Seine Gemälde stellen Landschaften 
mit Figuren und Architektur vor. Soli erweisft sich darin als 
tüchtiger Zeichner, so wie er auch eine genaue Kenntnis; der 
Luft- und Linienperspelative kund gibt. Da diese Bilder über- 
diess auch durch die Färbung ansprechen. so konnte es ihm nicht 
an Beifall fehlen. Mehrere kamen nach Frankreich, einige in die 
Sammlung der Herzogin von Orleans, der Schwester des Königs 
von Neapel.  
Dann hinterliessSoli auch einige Abhandlungen über Architek- 
tur, deren in Branca's Manuale cli architettura 1789 Hbgßdruülil 
sind. Tm Jahre 18.22 starb der Künstler. 
Soliani, 
Sogliani. 
ThCOÖOF, nenntFüssIy einen Künstler. nach 
V. Solis Ansichten von antiken Gebäuden ge- 
Solicho, Lconhard 
dessen Zeichnungen 
stachen hat. 
SOIITDEICÜCT;  F-g Maler. wird von d'Argensville unterclie Schii- 
ler des N. Berghein gezählt. Wenigstens hielt er sich an die Ma- 
nier dieses Meisters, malte aber mit viel geringerem Talente. Seine 
Färbung fi-illt zuweilen in das Ziegelrolhe. In der Gallerie zu 
Sclileissheim ist von ihm eine felsige Gegend mit Bäumen, mit 
Figuren und Vieh staflirt. Auch die Gallerie in Salzdahlen be- 
wahrte ein Viehstiicls von diesem Meister. In der SchmidFschen 
Sammlung zu Biel war bis 1809 ein Gemälde mit Hirten und Vieh, 
und einer wahrsagenden Zigeunerin. Im Catalnge dieser Sammlung 
heisst es, das Bild sei so gut wie eines von Berghem, was sicher 
nicht der Fall ist, wenn es nicht viel besser als jenes in Schleisl- 
heim ist. Er wird auch Soolemaker genannt. 
SOIImBIIEI, Angeln, Maler und Gelehrter. geb. zu Nocera de' Pa- 
gani 1614, war Schüler von F. Guarini und M. Stanzioni, und ein 
Künstler, welcher seiner Umgebung zu genügen wusste, ohnie aber 
auf eine ehrenvolle Stufe der Kunst Anspruch machen zu kön- 
nen. In seiner Vaterstadt findet man Altarbilder von ihm, deren 
Domenico erwähnt. Sulimena wurde 86 Jahre alt. 
Solimena, Francesco, Maler, genannt Abbate Ciccio, geb. zu 
Nocera de, Pagani 1657, sollte nach dem Willen seines Valers An- 
gelo der Jurisprudenz sich widmen, hatte aber unter dessen Augen 
die Kunst liehgewonnen, und zug sie bald den Studien vor. Den 
ersten Unterricht ertheilte ihm der Vater, und dann begab er sich 
zu Franeesco di Maria nach Neapel, der ilm vergebens zu stren- 
ger Uebuug im Zeichnen nnliielt, da Sulimena wie mit einem 
Sprunge ein grusser Maler werden wollte. Er zeichnete nach dem
        

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