Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1796715
Schulze 
(Schultze ) , 
Christian 
Gottfried. 
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stach für das MusöeNapoleon einige antike Statuen. Wir kennen 
nur folgende Werke von ihm: 
1) Friedrich der Grosse in der Schlacht bei Leuthen den 5- 
Decexnber 1757. Mit 16 Randbildern, nach der Zeichnung 
von C. Deuclser in Stahl gestochen, qu. roy. ful. 
Es gibt zweierlei Ausgaben, gewöhnliche und feine, 
letztere zu Ö Thl. 
2) Undine von F. de la Motte Fouque, in Umrissen von C. F. 
Schutze dargestellt. Nürnberg 1818, 14 Blätter, qu. Pol.  
Schulze (Schnitze) , Christian Gottfrled , Kupfersiecher, 
geb. zu Dresden 1750. erlernte von seinem Vater das Gürtlerhand- 
Werk, und betrieb es selbst fünf Jahre. Allein er besuchte während 
dieser Zeit auch die Akademie, und widmete sich zuletzt unter 
Camerata ausschliesslich der liupferstecherkunst, worin er in kur- 
zer Zeit die glücklichsten Fortschritte machte, so dass er 1772 
auf Verwendung des General-Direktors von Hagedorn als Hof- 
stipendiat nach Paris geschickt wurde, um unter Wille sich weiter 
auszubilden. Doch stand er auch mit Aliamet, St. Aubin, le Bas 
und Strenge in freundschaftlichen Verhältnissen. Battoni wollte 
ihn zuletzt nach Rom ziehen, und Strange lud ihn nach England 
ein; allein Hagedorn suchte ihn dem Vaterlande zu erhalten, und 
nach zehnjähriger Anwesenheit in Paris wurde Schulze als Hof- 
kupferstecher nach Dresden berufen. Bald darauf ernannte ihn 
die Akademie zum Mitglieds, als welches er auch die Stelle eines 
Professors der Iiupferstecherlsunst übernahm. Schulze arbeitete 
von 1785 an in Dresden und lieferte zahlreiche Blätter jeder Art. 
Viele davon sind mit Auszeichnung zu nennen, da Schulzc nicht 
nur ein tüchtiger Stecher, sondern auch in der Zeichnung sehr 
erfahren war. Andere wurden nur unter seiner Aufsicht von 
Schülern gestochen. Die Blätter, welche er für das Dresdner 
Galleriewerk, für Beckens Augusteum etc. gestochen hat, kommen 
einzeln nicht sehr häufig vor. Im Jahre 181g starb der Künstler. 
Vogel von Vogclstein zeichnete 1815 sein Bildniss und legte es 
der bekannten Portraitsammlung bei. 
1) Joseph II. röm. Kaiser, nach Iiymli 1778 in Paris gestochen, 
gr. fol. Selten.  
2) Catarina Cornaro, Königin von Cypern, Brustbild, nach Por- 
denone's Bild in der Dresdner Gall., gr- fol. 
Es gibt Abdrücke vor der Schrift. 
3) Alex. P. Beloselsky, fast ganze Figur am Tische, nach Ca- 
sanova und Seyclelmann, gr. fol. 
4) J. G. Palitzsch, der astronomische Landmann, nach A. 
Greif, fol. 
5) Alexander Trippel, Statnarius Helvetius, nach Clemens, 4- 
6) A. W. llfland, Dichter und Schauspieler, halbe Figur nach 
Klotz. Oval 8.   
7) J. F. Reifenstein. Nach Möglich gezeichnet von Schenau, 
gestochen von C. G. Schnitze. Oval k]. fol. 
8) A. Fr. Oeser, nach A. Graff, kl. fol.  
9) G. F. Ilentsch, nach Schenau, fol. 
10) Büste einer jungen Frau in Pelzkleidung, nach P. de 
Grebher's Bild in der Dresdner Gallerie railirt 1771. 8. 
U) Büste eines Greises mit Baret und langem B-"h nach 391W 
brandfs Bild in Dresden, 1772 zu Paris unter Wille's Lei- 
tung gestochen: Seltenes Blättchen, 8.
        

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