Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1796648
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Schulz , 
Johann. 
Schulz , 
Johann 
Carl . 
Schulz , 
Johann , 
Blumenmaler, 
Christian 
Schulz. 
SOhUlZ (Sßllllltl), Johann Bßfnliüfd, Medailleur undIngenieur, 
stand in Diensten des Churliirstexi Friedrich Ill- vnn Brandenburg. 
linJahre 1688 fertigte er auf Chur-fürstlichen Befehl einen Plan 
von Berlin in drei Blättern, und dann findet man von ihm auch 
eine Anzahl von Medaillen, die nicht ohne Verdienst sind. Er 
fertigte solche auf die Gründung der Universität Halle 169.1, auf 
die Einnahme von Ofen, auf die Beendigung der Unruhen zwi- 
 sehen Hamburg und Dänemark 1586. auf den Geburtstag des Chur- 
fürsten 1687, auf die Vermählung des Herzogs Carl von Mecklen- 
burg mit der Turhter seines Churliirsten u. a. In Seylefs Leben 
Friedrich Wilhelm des Grossen sind Abbildungen dieserschaumiinzen. 
Im Jahre 1695 starb dieser Künstler. 
Schulz (Schultz), Johann Garl, Apghitglgturmaier, geb. zu  
zig 1301, erhielt den ersten Unterricht in der Kunstschule der ge. 
nannten Stadt, und begab sich dann zur weiteren Ausbildung nach 
Berlin, wo er in kurzer Zeit durch seine landschaftlichen Dar- 
stellungen Aufsehen erregte. Doch enthalten schon seine früheren 
Gemälde interessante Gebiiude, und in der Folge war es nament- 
lich die Architektur, welche seinen Bildern entschiedenen Wert]. 
verlieh. Im Jahre 1824 begab sich der Künstler auf Reisen, um 
-StoPf zu neuen Malereien zu sammeln. Bei dieser Gelegenheit ver- 
weilte er einige Zeit in iVliinChcn, bis er nach Italien sich begab, 
wo Sichultz im Verlaufe einiger Jahre einen grossen Schatz von 
Zeichnungen anhäufte, und auch mehrere Architekturbilder malte. 
Aus dieser Zeit stammt die Ansicht des Domes in ltlailand in der 
Sammlung des Consuls Wagener zu Berlin, und ein zweites Bild 
dieser Gallcrie, welches das Innere des Chores jenes Domes vor 
dem Blick führt. Dann malte Schultz auch eine Ansicht des Campo 
vaccino, des Domes in Florenz , der Piazza del Granduca daselbst, 
der hinteren Facade des Domes in Siena und eines Theils der 
Stadt, und mehrere andere interessante Baudenkmiilerjltaliens. Er 
war zu wiederholten Malen in diesemLandß, indem er 1859 wieder 
Italien und Rom begrüsste. Aus dieser letzteren Zeit stammt neben 
anderen eines der Hauptbilder des Meisters, die iilnüfß Ansicht 
des Domes in Orvieto, und jene von S. Giovannni in Laterano 
mit einem päbstlichen Aufzuge im Innern der liirche. 
Im Jahre 1850 beschloss Schultz seinen ersten italienischen 
Aufenthalt, und nun trat er die Reise in die Heimath an, zunächst 
nach Berlin, wo ihm jetzt der Honig die Professur der Malerei 
an der Kunstschule in Danzig übertrug. Er wurde auch Mitglied 
der Akademie in Berlin, und seit einigen Jahren bekleidet er auch 
die Stelle eines Direktors der linnstschule in Danzig. Schultz 
 zeichnete hier alle historisch merkwürdigen Gebäude der alten und 
neueren Zeit, und stellte auch einige derselben in Gemälden auf. 
Dahin gehort neben anderen die innere Ansicht des Stocktburmes 
und der Kunstschule, eine Ansieht der Stadt mit dem Frauenthore, 
eine solche des Arthurhofes, der jetzigen Börse. Mehrere Zeich- 
nungen nach architektonischen Denkmälern Danzigs hat der Iiiinst- 
1er in der neuesten Zeit radirt. Dann haben wir von Schultz auch 
mehrere meisterhafte Ansichten von al-tdeutschen Domen und Schlüs- 
sern, wie des Domes in Frauenburg mit der Curie und der Was- 
serleitung des Copernicus, des Domes in Königsberg, des Man. 
sters in Strassburg, des Domes zu Freiburg in Breisgau, der Wer- 
der'schen Kirche in Berlin u. s. w. Seine Gemälde geben gewöhn-
        

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