Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801734
Soldini , 
Sole , 
Giovanni 
Battista 
571 
SOlÖlnl, L. D. , Zeichner und Maler, arbeitete um 1715 zu Paris. 
Einige seiner Genrebilder wurden gestochen; von C. Duflos Ln 
hergcre avec sa flüte und Le berge: avec son oiseau. Henriquez 
stach ein anderes Genrebild: La negligence apergue. 
S018 AIIgBIO, Bildhauer aus der neapolitanischen Provinz Terra di 
Lavoro, ist wahrscheinlich mit jenem Angela di Polo, welchen 
Vasari unter die Schüler des A. Verrocchlo zählt, Eine Person. 
Dßnjenici verwirft indessen diese Annahme, und erklärt es im All- 
gemeinen Hir einen lrrthum, wenn man den A. Snle als Verme- 
chio's Schüler erklärt, indem Vasari von ihm schweige. 
A. Sole arbeitete um 1480 zu Neapel. Domenici nennt ein 
schönes Grabmal in S. Domenico. 
S018, GIOVHYIDI. AlltOnlO Maria del, Landgchaftgmaler von Bo- 
logna, genannt Monchino da' i Paesi, war Schüler von F. Albani. 
Er nialte Landschaften mit schönen Bäumen und mit kräftiger Fär- 
bung. Auch Seebilder finden sich von ihm. In der Felsina pit- 
trice wird ihm desswegen Lob ertheilt. Dann muss der Künstler 
auch Bildnisse gemalt haben; wenigstens war das seine in der 
Sammlung zu Leopoldskron. Starb 1677 im 80. Jahre, wie wir in 
der Felsina III. 27. lesen. Nach Lanzi starb er vor 1634 im 78. Jahre. 
S018, Glovanm Battista del, Maler von Mailand, angeblich Sohn 
und Schüler des Peter del Sole, malte für Kirchen und Paläste der 
genannten Stadt Bilder in Oel und in Fresco. Solche sind im her- 
zoglichen Palaste, in den Kirchen von S.Eustorgio, S. Francesco, 
S. Bernardo, S. Angeln und Giovanni alle Case Ratte. Torre (Bi- 
trattn di Milano 1674) nennt diesen Meister, sagt aber nicht, oh 
er gleichzeitig mitihm sei, oder wie lange er vor ihm gelebt habe. 
Fiissly scheint daher willkiihrlich die Lebenszeit dieses Meisters 
um 1670 zu setzen. Nach dem Blatte Nr. i. zu urtheilen, war er 
ein Zeitgenosse von F. Perrier, der 1660 oder 1665 starb. H. Win- 
stanley stach nach ihm einen Sabinerraub. Dann nennt Fiissly 
noch zwei radirte Blätter nach ihm: Tigranes zu den Füssen sei- 
nes Besiegen-s Lucullus, und Orythia von Boreas entführt, fol. 
Die Richtigkeit dieser Angabe können wir nicht verbiirgen.) 
Bartsch, P. gr. XXI. p. 125 beschreibt von diesem Meister zwei 
Blätter (Nr. I. und 2.) die sehr breit und kräftig radirt, aber nicht 
sehr getällig sind. Wir fügen noch einige Blätter bei, die Bartsch 
nicht kannte, und geben andere Zusätze. 
l) Die heiLFamilie. Maria lehrt den vor ihr amTische sitzen- 
den Jesuslinnben lesen, und Joseph scheint rechts im Lehn- 
stuhle zu schlummern. Unten im Bande ist ein Distichon: 
Hie sedes sophiae, discit tamen etc. Rechts unten steht: Gio. 
Batta Del _Sole F., und links: F. P. In. Bartsch glaubt, 
diese Buchstaben bedeuten den F. Parmeggianü, Heuer (Zü- 
sälze zum Peintre graveur p. 114) erklärt aber dieses Blatt 
als gegenseitige Copie nach Franz Perrier. Das Blatt des 
letzteren hat dieselben Verse und links unten steht: Fran- 
ciscus Perrier pinxit et sculp., rechts: Cum privilegio Fiegis. 
Grüsse des Blattes von C161 50101 H- 5 Z- 10 L1! mit 1 '11- 
Band, Breit 7 Z. 8 L.  
s 2) Eine Schlacht zwischen Pieiterei und Fussvolk. In der Mitte 
vorn ist ein Greis neben dem todten Pferde gestürzt. Links
        

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