Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801665
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Solari , 
Daniel. 
Solario , 
Antonio 
Nach seiner Zeichnung stach A. Faldoni die Verkündigung 
Mariä, von F. della Valle zu Rom in Basrelief ausgeführt. 
SOliWi; Danißl; Hildhnuer von Genua, war Schüler von P. Puget, 
und blühte um 1090. In St. Maria delle Vigne zu Genua ist ein 
grosscs Basrelief in Marmor von ihm. 
801311, Anglülü, Bildhauer und Professur an der Akademie zu 
Neapel, machte in Rum seine Studien, und richtete ein besonde- 
res Augenmerk auf die Werke der Antike. Er hatte desswegen 
schon um 1820 den Ruf eines der geschicktesten Restaurareurs, 
was er durch mehrere der von ihm hergestellten antiken Bildwerlae 
bewies. Später liess er sich in Neapel nieder, und führte da meh- 
rere Werke für liirclzen und Paläste aus. Auch wenn es galt, ir- 
gend ein EIllIESIVVOPlK herzustellen, wurde Sulari gerufen. S0 re- 
staurirlß er 1842 die Schöne, an der Spitze des Pausilipp gefundene 
Marmorstatue einer Nereide. 
Solari,  3., MedaiIleur zu Genua, ein jetzt lebender Künstler. 
Wir verdanken ihm einige schöne Medaillen, worunter 1857 be- 
sonders jene auf Christoph Columbus gerühmt wurde. 
Sulario, ATIIZODlO de, genannt il Zingaro, war einer der 
berühmtesten Maler seiner Zeit, dessen Leben an jenes des 
Quintin Mc-ssis erinnert, so dass es dem Giulio Genaino zu einem 
Drama Stoff gab, während Juhnnna Schopenhauer jenes des Quin- 
tin in eine Novellel einhleirlete. Ueber den Geburtsort des Mei- 
sters herrschen aber verschiedene Angaben, und erst in neuerer 
Zeit wurden die Widersprüche gelöst. Es fragte sich immer, ob 
Sulario ein Neapolitaner oder aus Venedig sei. Namentlich war 
es Domeniei. welcher den Irrthum in die Kunstgeschichte brachte, 
indem er, iilteren Angaben entgegen, in seinem Leben der nea- 
 Pulitanischen llrlalcr den Solario seinen Landsmann nennt, und ihn 
um 1382 zu Civitä in den Apruzzen geboren werden lässt. An- 
deren Schriftstellern, die über die Kunst in Neapel henachrichten, 
und unsern Künstler einen Venetianer nennen, wie Cesareo (l'Eu- 
genio (Anfang des 16. Jahrhunderts), Carlo Celano (Nutizie del 
Bello della cittit diNapoli) und Pompeo Sarnelli(Vera Guida de'Fo- 
restieri di Napoli 1715), hält er das Stillschweigen Vasari's und 
Bidnlfik entgegen, die nicht unterlassen haben wiirtleti, einen so 
ausgezeichneten Meister der venetianischen Schule zu vinciren, 
wenn sie einen Grund dazu gehabt hätten. Gegenwärtig ist aber 
die Landsmannschaft Antonicfs entschieden, einmal und am spre- 
eheudsten, durch die beglaubigte Aufschrift eines Bildes, welches 
Ahbate Celotti hesnss, einer Madonna mit dem liinde, das einen 
Vogel am [Tnden hält, wo sich der Künstler nAntunius da Sulario 
Venetusn nennt, und dann durch eine Schrift des G. A. Nlosuhini, 
welche aufVeranlassuxig dieses Bildes unter folgendem Titelerschien: 
Memorie della vita di Antonio du Sulario detto il Zingaro, pit- 
 tore Veneziano. Venezia 1828. 
Solnrin wurde gegen das Ende des 14. Jahrhunderts geboren. 
Sulll Vater war ein Schmied , und scheint einer von jenen dürftigen 
Handwerkern gewesen zu seyn, die mit ihrem Hnndwerlssgeräthe 
von Ort zu Ort herutnziehr-n. Solario mag auch daher den Bei- 
namen des Zigeuners bekommen haben. Er scheint selbst in Eisen 
gearbeitet, und durch seine Arbeiten ausgezeichnete Anlagen ver- 
rathen zu haben; denn kaum hatte Colantonio del Fiore zu Neu-
        

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