Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801651
Solano , 
Roque. 
Solari , 
Tommaso. 
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mehrte. Solä überwand sie aber mit Glück, und stellte _m dieser 
Gruppe eines der vorzüglichsten Werke der modernen Ilallßnßßhßß 
Schule auf. Sein letztes Werk, für den Infanten Don Caflßi aus" 
geführt, ist eine Gruppe des Iiindermorrles. Dieses Bxldwerk {Pmch 
weniger an, und im Hunstblatte von 1837 Wlrd es gerßdßhl" ah 
gemeiner, henkermässiger Akt bezeichnet.  
Cav. Snlä war Bath und Censor der Akademie von _S. Lllßü 
in Rom. Dann vrar er Mitglied mehrerer anderen Alfarlernlßü, und 
jene von Florenz und Madrid ertheilten ihm den Tllßl eines Pro- 
fessors. Im Jahre 1838 starb der Künstler. 
Solano, Boque, Bildhauer von Madrid, blühte um_ 1692. Damßll 
trug er viel zur Freistellung der BiIdhauerl-aunst bel, welche unter 
dem Zunftzwang stand. 
Solßnsky, Maler von Prag, kommt in einem Protokolle von 1348 
vor. Dieses ist in Rieggefs Statistik abgedruckt. Werke von 
seiner Hand finden wir aber nirgends angegeben. 
Solari , Andrea , 
Iiupferstichen. 
Solario 
wird auch Andrea 
und 
genannt, 
zwar auf 
501311, SilIltlIlO , Architekt und Bildhauer von Corno, übte in Salz- 
burg seine Kunst, und gilt da für den Baumeister des Domes. 
während es doch notnrisch ist, dass Scamozzi den Plan geliefert 
hat, wie wir im Artikel desselben XV. S. 68 angegeben haben. 
Solari leitete daher nur den Bau, und das dankbare Salzburg ver- 
gass darüber den ursprünglichen Plan. Was allenfalls auf Rech- 
nung Solari's an diesem durch seine Grösse impouireuden Tempel 
fallen könnte, haben wir ebenfalls l. c. bemerkt. 
Solari war auch bei der Anlage dex-Festungswerke und des Kas- 
piskirchhufes ausserhalb Salzburg beschäftigen. Dann zierte er die 
Paläste und Gärten des Bischofs mit Statuen. Er starb 1646 im 
70. Jahre. Neben der Domkircbe war er knieend in Lebensgrösse 
ahgemalt, und in einer Capelle auf dem St. Peterskirchhofe, die 
durch einen Maurermeister, Namens Johann Heiss, zerstört wurde, 
war seine Büste aus Marmor. ln der Domschatzkammer ist ein 
lebensgrosses Bildniss von ihm, dessen Inschrift mit folgenden 
Zeilen endet: Tu pro Santino ora, qui te Basilica pium, muni- 
meutis securum fecit. Auch dieses hat beigetragen, den Santino 
als Dombaumeister zu erkennen, was seine Richtigkeit hat, wenn 
man annimmt, dass er nach Scamozzi's Plan den Bau geführt. 
Selbst in der neuesten Beschreibung von Salzburg wird er an Sca- 
mozzVs Stelle genannt. 
S013"! GlPvannl, Maler von Como, ist der Zeitgenosse des obi- 
gen Santmo, und vielleicht jüngerer Bruder. Er war Schüler von 
D. Mascagni, mit welchem er um 1626 den Dom in Salzburg aus- 
malte. Sein Werk ist die Grrablegung und die Erscheinung des 
Herrn, dann_ das Abendmahl des Altares der rothen Bruderschaft. 
Dieser Solari lebte bis 1650 in Salzburg, wo er wahrscheinlich 
 daselbst starb. 
Solari, TOIDIIIHSO, Bildhauer von Genua, hielt sich eimge Zeit 
in Rom auf, und liess sich dann in Neapel nieder, wo er meh- 
rere Werke ausführte. Unter diesen ist eine Beiterstatue Carl 111., 
später Königs von Spanien. Diese Statue sollte um 1750 in Erz 
gegossen werden, was unterblieb. 
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