Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1801588
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Sogna. 
SOhn: 
Carl 
Ferdinand. 
Im Auslande kommen selten Werke von ihm vor. In der Gal- 
lerie des Museums zu Berlin sieht man. ein grosses Bild der An- 
hetung der Hirten, welche aber Sogliani nach dem Gemälde des 
Lorenzo di Credi in der florentinischen Gallerie copirt hat. Es 
erinnert im Einzelnen auffallend an die Weise des Perugino, so 
dass es erlsliirlich wird, warum das Bild in Aspleyhouse diesem 
Meister zugeschrieben wurde. 
Sogliani erreichte ein Alter von 52 Jahren, und starb eines 
schmerzlichen Todes. Sein Steinleiden versetzte ihn oft in einen 
Zustand von bedenklicher Schwermuth. 
Sogna", Bildhauer zu Mailand, zwei Künstler dieses Namens, die sich 
durch verschiedene Arbeiten ausgezeichnet haben. Irn Jahre 1850 
restaurirten sie die herrliche alte Tribune vun St. Ambruogio zu 
Mailand.  
SOgIU; GIÜSÜPPC, Maler zu Mailand, wurde um 1800 geboren, 
und an der Akademie der genannten Stadt herangebildet. Später 
besuchte er auch Rom und andere Städte Italiens, bei welcher Ge- 
legenheit Sogni verschiedene Studien machte, sowohl nach dem 
Leben, als nach älteren Hilnstwerken. Er ist ein vielseitig gebil- 
deter liiinstler, und daher bieten seine Werke grosse Abwechs- 
lung dar. Sie bestehen in Bildnissen von strenger, charakteristischer 
Auflassung desdndividuums, in historischen Darstellungen und 
Genrebildern, und auch Landschaften mit Architektur malte der 
Künstler. Eines seiner früheren Werke stellt Rafael dar, der in 
seinem Cabinete das Bild der Geliebten malt, wovon es im Kunst- 
blatte 1826 heisst, so müsse ein Maler, der die Sitten schonen 
wolle, die glückliche Liebe malen. Später malte er den Christoph 
Columbus im Momente seiner Abreise, um die neue Welt zu ent- 
decken, eine verständige Composition, die zu noch besseren Hoffs 
nungen berechtigte. Vom Jahre 1853 ist der Raub der Sabine- 
rinnen, ebenfalls ein gut geordnetes Bild von vielem Elfelste, in 
welchem aber einige Verstösse gegen das Costum vorkommen. Ein 
bedeutendes Werk von 1857 stellt die triumphirende Heimkehr der 
Lombarden aus der Schlacht von Legnano vor. Im Jahre 1853 
kaufte der Kaiser von Russland ein Gemälde, welches den Zug 
Pabst Pius VII. über die Alpen nach Frankreich zum Gegenstande 
hat. Inzwischen malte der Hiinstler immer eine Anzahl von Bild- 
nissen und Landschaften. 
Sogni ist Mitglied der Akademie in Mailand. 
Sohn, Carl Ferdinand, Maler und Professor an der Akademie 
der Kiinste in Düsseldorf, einer der ausgezeichnetsten Meister der 
Schule dieses Namens, wurde 1805 zu Berlin geboren, und von Scha- 
dow, als dieser noch Professor an der Akademie daselbst war, unter- 
richtet. Später begleitete er den Meister nach Düsseldorf, so wie 
Hildebrandt, Lessing, Hühner, Bendemann u. a. hochbegabte Künst- 
ler, die mit Schadow den Stamm der Düsseldorfer Schule bilden, 
und weithin den Ruf ihres Namens verbreiteten. Sohn zeigte schon 
in seinen ersten Arbeiten ein Talent, welches Ungewöhnliches zu 
leisten versprach. Das Bild, welches 1828 alle bezauberte, jetzt 
im Besitz des Prinzen Friedrich von Preussen, stellt Binaldo pnd 
Armida dar, nach 'I'ass0's befrßilßm Jerusalem XVI. 18. 19, wobei 
sich nach der Bemerkung eines Beurtheilers im liunstblatte des ge- 
nannten Jahres der Wortprunk des Dichters wunderbar in Far- 
benpracht verwandelt hat. Man glaubte, der Künstler habe be-
        

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