Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1796495
Schütz , 
Georg. 
Schütz 
oder 
Schitz , 
Hans. 
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einem mässigen Fleise viel mehr liefern können. Geld hatte für 
ihn keinen Werth. Er verschenkte was er in der Tasche Mite- 
Das Wenige, was er mit seinen Bildern und Zeichnungen erwarb, 
musste man ihm zurücklegen, und daher traf es sich, dass er oft 
viele Monate ohne Heller Geld lebte. Schuldenhezahlen war ihm 
eine gleichgültige Sache, Geben und Empfangen waren ihm gleich- 
bedeutend. Er lebte im augenblicklichen Genusse, in unausge- 
setzter Heiterkeit, und die unangenehmsten Vorfälle konnten ihn 
keine Stunde verstimmen. Leichtsinn und Herzensgiite waren bei 
ihm auf merkwürdige Weise gepaart. Von dem ersteren hatte er 
keinen Begriff. die letztere war unbegrenzt. Unter Musik und 
unzähligen Possen ereilte ihn zuletzt die Schwindsucht, und 1781 
machte der Tod seinem merkwürdigen Treiben ein Ende. Er starb 
im Dorfe Sacconay im Gebiete von Genf. Meusel. Hiisgen und 
Fiissly erzählen viele Einzelheiten aus dem Leben dieses in 
phychologischer Hinsicht räthselhaftcn Mannes. 
Schiitz zeichnete und malte den Wasserfall zu Schaffhausen zu wie- 
derholten Malen. C. lVLErnst hatte eine Zeichnung desselben geätzt, 
und mit der kalten Nadel vollendet, aber nurSchiilerarbeit geliefert.- 
Seine Zeichnungen sind meistens auf graues oder blaues Papier 
mit schwarzer lireide ausgeführt und mit Weiss gehöht. Nur 
selten zeichnete er auf weisses Papier in Kreide oder Bister. In 
Aquarell und Gouache malte er nur wenige Blätter in der letzteren 
Zeit seines Lebens. Sehr zahlreich sind seine Skizzen. Mehrere 
seiner Zeichnungen sind im Stiche bekannt. Ernst radirte ausser 
dem obengenannten Rheinfall auch eine Ansieht von Stallvetro, 
welche besser gelang. C. Guttenberg stach zwei grosse Ansichten 
vom Thuner- und Brienzersee, auf welchen irrig der Name des 
C. G. Schiitz sen. steht. N. Felix stach eine Mainansicht. Von 
P. W. Schwarz haben wir ebenfalls zwei Ansichten von Mainge- 
genden. Joh. Guttlieb _Preste_l stach nach ihm zwei Maingegendcn 
und zwei rosse Blätter m Hreidemanier: Vue du Rhin pres de Basle; 
Untersee sans le Canton de Bern. R. E1 Schönecltern stach zwei 
Facsimiles von Zeichnungen, Schweizerbnuernhäuser vorstellend. 
Dann haben wir von Schiitz auch ein eigenhändig rndirtes 
Blättchen, welches äusserst zart in Sachtlevexfs Manier behan- 
delt ist. 
lileine Bheinlandschaft mit Bauernhiitten und weiter Ferne, 
qu. 32. Selten. 
Schütz, GBOTg, Bildhauer von Wessobrunn in Ober-Bayern, er- 
lernte um 1640 in München seine Iiunst und machte 1646 daselbst 
das Meisterstücli. Seiner fänden wir in den Zunftpapieren er- 
wähnt, mit der Bemerkung, dass selbst der Churfiirst für ihn daS 
Wort gesprochen habe. 
Schütz, Georg, könnte auch Ch. Georg Schiitz der Vetter, 
Johann Georg Schütz der Römerv genannt werden. 
und 
Schütz oder Schitz, Hans, Maler, lebte in der ersten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts zu München. Er war um 15_l1 Schüler cles 
Meister Jan, der aber ebenfalls unbekannt ist, S0 W19 den" Welflge 
Münchner des 16. Jahrhunderts genannt werden. Jüll gehvfm 
aber mit; Meister Sigmund, Wolf Zentz, Niclas Frank u. n. 1-" 
den ualuhaftcslon Nleistern aus der ersten Hälfte des genannten 
Jahrhunderts.
        

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