Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1800871
Slodtz, 
Seb. 
Antoinc. 
Slnyter, 
Jan 
Pieter. 
485 
eher er aber auf der anderen Seite wieder Mangel an Adel und 
Ausdruck verwirft. Im Garten zu Versailles wurde seine Gruppe 
von Proteus und Aristaeus aufgestellt, und nach Marly kam eine 
Statue des Vertumnus. In der Ambrosius-Capellc der Invaliden- 
kirche zu Paris ist ein Basrelief von ihm, welches Ludwig den 
Heiligen vorstellt, wie er Missionäre nach Indien sendet. 
Üebrigeflä halte Slßdll die Leitung der Ölfentlichen Feste und 
6er Leichenbegiingnisse. In diesem Fache war namentlich sein 
Sohn Reue Michel berühmt. Der Vater starb 1726 oder 1728 im 
71. Jahre. 
SlOdIIZ, Sebastian Antome, Zeichner und Bildhauer, der älteste 
Sohn des Obigen, hatte vornehmlich als Decorateur Ruf, so dass 
ihn der König zum Cnbinets-Zeichner ernannte. Er fertigte viele 
Zeichnungen zur Ausschmüclsung von Zimmern und Sälen, zu 
Trauergeriisten, zu Decurationen für die Schaubühne und bei Fe- 
stivitäten. Sein Bruder Henö Michel hatte aber in solchen deco- 
rativen Arbeiten noch grösseres Ansehen, er leistete daher dem- 
selben hiiufig hülfreiche Hand, da er und seine Brüder im Louvre 
ihre Wohnung hatten. Er hat auch an den Decorationswerken 
Theil, welche wir im Artikel seines Bruders Renc erwähnten, br- 
sonders an der vFÖte publique, donnöe par la ville de Paris pour 
le mariage du Dauphin 1747. 
Dann half er dem Paul Ambros bei der Ausführung des groß- 
sen Altares in St. Barthelemy, des Baldachins über dem Hochaltare 
von St. Sulpice, am Altare der Capelle der hl. Jungfrau daselbst 
u. s. w. Im Jahre 1754 starb dieser Meister. C. N. Cochin zeich- 
nete sein Bildniss, und L. Cars hat es 1755 gestochen.  
SlOdlCZ, Dümlnlqüe, Zeichner und Bildhauer, der jüngste der ge- 
nannten Künstler, arbeitete ebenfalls im Fache des Sebastian Anton 
Slodtz. Nach ihm stach vielleicht S. C. Miger 1765 das Bildniss 
von A. de la Croix, welches Füssly jun. irrig dem obigen Meister 
beilegt. 
810115: H- 0-; Maler zu London, war Schüler von J. Martin. Er 
nahm diesen Meister auch zum Vorbilde, so dass er wie derselbe, 
die strenge Historienmalerei übt. Einen grossen Theil seinerWerke 
machen aber die Portraite aus. 
Sl-Owak; Nlklas, Maler, lebte von 1458 - 14515 in Prag. Er  
scheint in einem Malerprotokolle, dessen Dlabacz erwähnt. 
SlUyS, Jakob van der, Maler von Leyden, wurde (laselbsf im 
Waisenhause erzogen. und dann von Ary de Voys im Zeichnen 
unterrichtet, worauf sich P. van Slingeland seiner annahm, welchen 
Sluys nachzuahmen suchte. Es finden sich Cunversationsstiicke, 
Spiele, Feste n. s. w. von der Hand dieses Künstlers, sehr fleissig 
nach der Weise SlingelancPs behandelt. Auch Porti-aite malte er. 
P. vnn Gunst stach jenes des Arztes Dr. F. Delßkßr im Oval. Das 
Bildniss dieses Leydener Medicus hat 1699 auch C. de Moor ge- 
malt, und P. v. Gtinst es gestochen, so dass zwei solche Bildnisse 
vorhanden seyn mussen.  
Sluys starb 1756, ohngefähr 72 Jahre alt. 
Slllyllßf, Jan Pieter, Iiupferstecher, arbeitete zu Anfang äes 17. 
Jahrhunderts in Utrecht, gehört aber nicht zu den vorzüglichen
        

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