Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1800688
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Sirletti , 
Franc. 
Raim. 
und 
Sisenando , 
arbeitung wird ihm zugestanden, was den Werth der Arbeit nicbl 
erhöht. Dann schnitt er auch den Apollo von Belvedere, den 
farnesischen Herkules, den Caracalla des Palastes Farnese und den 
Bacchus auf dem Panzer aus dem Palaste Giustiniani in Edelsteine. 
Den letzteren veränderte er aber in einen Merkur, wofür ihm der 
Freund des Alterthums ebenfalls nicht sehr verpflichtet seyn wird. 
Zur Bezeichnung seiner Werke bediente er sich der griechischen 
Anfangsbuchstaben seines Namens, konnte aber nicht der Versu- 
chung widerstehen, Arbeiten seiner Hand als antike auszugeben- 
So schnitt er) einen bacchischen Faun mit dem Namen  
Bracci 256. tab. 47. Auch Kreuzer in seinem Beitrage zur Gem- 
mcnkunde macht auf Sirletti's Fulsilication aufmerksam. Dieser 
Iiiinstler starb zu Rom 1757. 
Sxrlettx, Francesco und Balmondo, die Söhne des obigen 
Künstlers, traten in die Fussstapfen des Vaters. Der erste erwarb 
sich ebenfalls Ruf, und scheint jener Sirletti zu seyn, dessen 
Göthe im Leben klaclaerfs erwähnt. Raimondu starb bald nach 
dem Vater. 
Sirlin , 
Syrlin. 
SISCQTI) , UIQUIBO, Maler von Neapel, hatte als Künstler Ruf. Er 
malte historische Darstellungen und wohlgleichende Portraile. Da- 
runter sind jene des Iiöxiigs Carl III. und seiner Gemahlin Maria 
Amalia in historischer Aullassuilg, welcheybeide zu Paris in Kupfer 
gestochen wurden. Starb um 1760. 
515021111, Angehca, die Tochter den Obigen, wurde 1755 geboren. 
Sie copirte mehrere Gemälde von Solimena im lileinen, und malte 
auch nach eigener Gompusition. Domenici erwähnt ihrer und 
des obigen Meisters. 
SISCO , LOUIS Hßfßüle, Hupferstecher von Paris, war Schüler von 
P. Guerin und Ingouf, und ist durch zahlreiche Blätter bekannt, 
deren einige in grossem Formate ausgeführt sind. Die grössere 
Anzahl seiner Werke sind durch den Buchhandel verbreitet, mei- 
stens Stahlstiche. 
1) Claude Franqois Bidal Asfcld, Iiniestiiels nach Schopin, für 
GavarcYs Galleries hist. de Versailles in Stahl gestochen, 
r. 8. 
2) äclrien Maurice Noel, nach Feron, für dasselbe Werk ge- 
stachen. 
5) Clytemnestra, nach Guörin, ful. 
4) L' avare puni, nach Menjaud, fol. 
5) Eine grosse Anzahl von Vignetten liir Genoude's Ueber- 
setzung der Nachfolge Ghristivon Thomas a Iiempis; für 
die Werke von Moliere, Ilacine, Boileau, Voltaire, Florian 
etc., nach Zeichnungen und kleinen Gemälden von Görard, 
Carl Vefllßh Desenne, Deveria und Julien Porxtier. 
Sisenando, AINZOIIIO , Kqpferstecher, war in Lissabon Schüler von 
J. Cameiro und begab_s1ch dann 1788 zur weiteren Ausbildung 
nach Rom. Er nahm sich den Volpalo zum Vorbilde, dessen Un- 
terricht er nur kurze Zcxt genoss. Im Jahre 1792 kehrte er nach 
 Lissahon zurück, wo ihn Machado (Collegao de Memoris etc. 
Lisbna 1323) noch unter die Lebenden zu zählen scheint.
        

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