Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1800640
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Sirani , 
Elisnbctta. 
chen. J. Cantersani stach das Bild der hl. Anna mit Maria. Eine 
andere hl. Familie ist aus G. Royers Verlag. L. Loli radirte eine 
Nlaria mit dein Iiinde. Bartolozzi stach c-in schlafendes Jesuslsind 
in Punktirmanier, und Bossi zwei ringencle Liobcsgötter in Tusch- 
manier. Eine sehr schöne und seltene Badirung von C. G. Ca- 
stelli Stellt die Charitas mit drei Itiindern vor. B. Delaunay stach 
ein kleines Blatt mit dem schlafenden Liebesgott. Von White 
haben wir ein Bild des Cupido. der die Waffen des Mars ver- 
brennt, nnd Forster stach den unter einem Zelte schlafenden Amnr. 
Ohne Bezeichnung ist ein landschaftliches Blatt mit einem Iiinde, 
welches nach einem Schmetterling hascht. Molinari imitirte eine 
Handzeichnung, wie der Henker der Herolclias das Haupt des Ju- 
hannes reicht. Auch Lorenzo Loli hat nach ihr gestochen. 
Bei Malvasia II. 452 ist das Bildniss dieser Künstlerin ge- 
stachen. 
Wir "hahen von dieser Künstlerin einige raclirte Blätter, die 
äusserst geistreich behandelt sind. Ein Verzeichniss derselben gibt 
Bartsch im Catalogue raisoimc des estempes gravcs ä l'eau-forma 
par G. Beni et de celles de ses disciples. Vienne 17951). 32 (F. 
Dieses Werk hat Bartsch im Pcintre-graveur XVIII p- 27? ff. gank 
umgearbeitet, und auch das Verzeichniss der Blätter der Elisabeth 
Sirani ist im P. gr. XIX. 151 ff. neu revidirt. Bartsch beschreibt 
deren zehn. 
1) Die hl. Jungfrau in halber Figur mit den gekreuzten Hän- 
den, und den Kopf mit einer Aureole umgehen, welche weise 
erscheint. Ausserdein ist der Grund mit horizontalen Linien 
bedeckt. Das Licht kommt von rechts her. Dieses Blatt 
ist ohne Namen, und nach Bartsch wahrscheinlich von E- 
Sirani. H. 4 Z. 2 L., Br. 5 Z. 5 L. 
2) Die hl. Jungfrau in halber Figur, fast en face, etwas nach 
rechts gerichtet. Sie kreuzt die Hände über die Brust und 
hat den Iiopf mit einem Stücke ihres Mantels bedeckt. 
Diese: Blatt hat Sirani für Malvasia radirt, nach einem 
Bilde in Lebensgrösse. HJiZ. 7L. (nicht  uqchßunsch), 
Br. 5 Z- H L. 
Dieses sehr geistreiche Blatt kommt selten vor. 
5) Die hl. Jungfrau mit dem schlafenden Iiimie aufdem Schoosse, 
halbe Figur. Links steht (ler kleine Johannes, und im 
Grunde rechts liest Joseph in einem Buche. Diese Dar- 
stellung erscheint in einem Oval. Rechts unten ist ein Name 
ausgekrazt, so dass das lilatt ohne Bezeichnung vorkommt. 
Bartsch hält es sicher fur Arbeit der E. Sirani, und eignet 
die Cornposition dem J. A, Sii-ani zu. Durchmesser der 
Höhe 6 Z. 2 L., Br. 5 Z. 2 L. 
Ixn zweiten Drucke mit der Schrift: Guido Beni inv. inc. 
4) Die Ruhe in Aegypten. Maria sitzt rechts am Fusse eines 
Baumes mit dem hinde auf dem Schoosse. Neben ihr steht 
eine Wiege, und im Grunde nach linl-zs sieht man Joseph 
unter einer Palme sitzen, Während in der Luft drei Cheru- 
biin schwebßn- Rechts Unten steht: Siranus In. Der Name 
der ElisabethSirani ist ausgelirazt, und man sieht nur noch 
die Spuren. H. Ö Z-i BP- Ö Z. 5 L. 
Bei Weigel 1 Thl. 8 gr. 
5) Die Ruhe in Aegyqatexi. Maria sitzt links unter einer Palme 
und reicht dem liindc auf dem Schuosse die Brust. Etwas
        

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