Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1796421
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Sm-hiihlein, 
Daniel. 
Schiiltz, 
Daniel. 
hier kein schwarzer erscheint. Die inneren Seiten enthalten linlss 
in der oberen Abtheilung die Verurtheilung Christi vor Pilatus, in 
der unteren die lireuzschlcppung, ein bewegtes Bild; rechts unten 
die Grnblegung, oben die Auferstehung des Erlösers. Ein Theil 
dieser Gemälde, wie die Geburt. das Gericht, die lirenzschlep- 
pung haben landschaftlichen Hintergrund, auch weissen Himmel; 
die meisten sind auf Gulclgrund gemalt. 
Auf der Hinterwand sind je vier Darstellungen in einer obe- 
ren und unteren Weihe, nur sind leider die zwei mittleren der un- 
teren Reihe durch ein später angesetztes Kästchen verdeckt. Oben 
ist in der Mitte der Erzengel Michael und neben ihm St. Chri- 
stoph; an den Seiten St. Sebastian und Antonius. Unten sieht 
man blos an den Seiten die heil, Margaretha und Apollonia. An 
der Staffel sind die vier lateinischen liirchenväter in halbem Kür- 
per , jeder vor einem Pulte, in der Mitte sieht man das Sehweiss- 
tuch, welches aber mit einem kleinen aufgenagelten Brett bedeckt 
ist. Zwischen Staffel und Schrein liest man in Absätzen:  
Arie _ Doumi MCCCCLX - VIII Jayre - ward dissi dadel 
vlf gesetz vxi gantz  vss gemalt vtf saut Stefas tag des  
bapst vn ist  gemacht ze vlm vö Harifsö Schüchlin malern. 
Dieses Altarvverk lehrtuns nach Griinizisen einen der tiichtigsten 
Meister derselben Schule kennen, worin M. Schön, B. Zeitblluu 
und M. Schaffner blühten. Der Zeit nach steht Schiihlein zwischen 
Schön und Schaffner als ein näherer Altersgcnosse vnn Zeitblum. 
Seine Zeichnung ist kräftiger und runder als bei Schön und Zeit- 
blum; seine Färbung theilvveise nicht so sorgfältig und auch in den 
besseren Partien minder frisch, indem ein gelbbriiunlicher Grund- 
ton durch seine Palette geht. In Cnmpositiun und Anordnung 
herrscht aber bei Schiihlein mehr Bewegung und lYlaunigfaltiglseit 
als bei Zeitblom, der sich einfacher an die herkömmliche typische 
Darstellung hält. Hier ist in ihm ein eigenthiimlicher Nebenbuh- 
ler Zeitblum's gefunden, und für M. Schaffner ein Vorbild, wie 
wir diess in den Artikeln dieser Meister erklärt haben.  
Dicss scheint bisher das einzige Gemälde zu seyn, welchen 
man von Schiihlein kennt. Weyermann, Neue Nachrichten von 
Ulmer Künstlern, fand in einer Rechnung, dass Schühlein 1491 
für zwölf Bottenbiichsen mit St. Görgenkreuz auf Kosten de; 
schwäbischen Kreises 1 Pfund und 3 Schilling erhalten habe. 
Schühlem, Daniel, Erasmus und Lucas, s. den Eingang de, 
vorigen Artikels. 
SChÜlßP; C-y Lithograph, ein jetzt lebender Künstler. Wir ken- 
nen nür folgendes Blatt von ihm:  
Die Schlacht bei Aspern, nach P. Kraffs Gemälde im Inva- 
lidenhause zu Wien, qu. roy. fol.  
Schuelt, F. L4 Zeichne und Architekt, lebte im letzten Denen- 
nium des 13. Jahrhunderh in Italien, und zeichnete da eine grusse 
Anzahl vun architektonischen Werken, die später in Kupfer ge- 
5199119" wurden, unter dem Titel: Piecueil d'architecture dessixie 
et mesurä en Italie 1791  95, avec 71 p]. Paris 1821, ful. 
Schültz, Damel, nennt Brnlliot im Cataloge  
Sammlung den D.Schulz. Das Blatt mit derEule ist mit Ilschültz 
f. bezeichnet, so dass Schiiltz von D. Schulz ;u unterscheiden wurc.
        

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