Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1800538
Simus. 
Siß? 
Johann 
Caspar. 
451 
Slm_115, Maler aus unbekannter Zeif. Er malte nach Plinius einen 
jungen Menschen _m der Werkstatt BIIICS Walkers, und eine N9- 
mesxs, enn vortreffhches Bild. 
Ein Bildhauer dieses Namens, der Sohn des Themigtocrales 
aus Salamis, wird als Viel-fertiger einer Statue des Bacchus im Ea- 
riser Museum genannt. Clarac Nro, 636. 
Slncerus, JOSCPh, Zeichner von Palestrina, arbeitete in der ersten 
Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er zeichnete mehrere Maiwerlse züm 
Stiche. S0 stach B. Farjat die Vermählung der hl. Jungfrau V91] 
C. Maratti nach seiner Zeichnung. H. Frezza stach nach einer 
Zeichnung von 1721 ein zu Präneste aufgefundene; antikes Mosaik 
(Lithostrotun Praenestinum). 
Sinßh , nennt Lipowsky einen Maler von Passau, von welchem sich 
in der [ilosterlsirclne zu Ober-Altach Altarbilder befinden. Dieger 
sind, ist wahrscheinlich der unten folgende J. C, Sing, welche;- 
einige Zeit in Passau gelebt hatte. 
Sinders . 
Franz s 
Snyderi. 
Slllg, Johann CEISPHP, Maler, wurde 1651 zu Braunau geboren, 
wo sein Vater Michael den Ruf eines geschickten Guldschmids 
hatte. Auch der Sohn sollte der Kunst desselben sich widmen und 
vor allem Zeichnen lernen, was dem jungen Sing nach damaligem 
Begriffe so vollkommen gelang, dass man es fiir Pflicht hielt, ihn 
fMaler werden zu lassen. Wer ihn hierin unterwiesen habe ist 
uns unbekannt, nur so viel wissen wir aus den Akteuder Nliineh. 
nerMalerzunft, dass er 1698 In Manchen um Aufnahme als Bürger 
und Meister naehgesucht habe. Lipowsky behauptet zwar, angeh. 
lieh nach einer Angabe im Buche der Zunft in München, der 
Künstler habe iöfg daselbst sein Pruhestuck gemacht, allein wir 
lassen diess hingestellt seyn, da unsans" den Zunftpapieren nur 
bekannt ist, das Sing 1698 sich an die Fuhrer um Aufnahme ge- 
wendet habe. Der Bescheid fiel günstig dahin aus, dass man ihm 
willfahren wolle, weil er bereits an einigen l-löfemfiirstlieher Hof- 
xualer gewesen. Als Prubestiiek trug man ihm auf, ein grosses 
Altarblatt mit der Himmelfahrt Maria zu malen. Vnn dieser Zeit 
an erscheint Sing als Mitglied der Malerzunft in München, und. 
zuletzt wurde er auch churfürstlich bayerischer Hofmaler, als welj 
eher er 1729 starb. 
Sing hat viele Hirchenhilder hinterlassen, da fast jedes liloster 
oder Domkapitel bei ihm Bestellungen machte. Ei- gali; für einen 
auggezeichneten Maler seiner Zeit, der in Cuinpggition und Fäp. 
bung gleiche Iiraft entwickelte). Sing strebte nach Originalität, und 
suchte diese in einer gewissen manierirten liraftäusserung, wodurch 
seine Figuren theatralisch erscheinen. Charakter, und Wahrheit des 
Ausdrucks ist nur selten bei ihm zu finden. Seine Gestalten affek- 
tiren (jrussheit uhue Adel und Würde. Sing hatte keine Ahnung 
von dem grossen Verfalle, in welchem sich damals die Kunst be- 
Tand. ln einer besseren Zeit hätte er sicher Vorzugliehes geleistet. 
In der St. Geurgenkirehe zn Amberg, in der Pfarrkirche und im 
Dome zu Eichstädl, in der Ahteikirche zu Kempten, in der Abtei- 
kirehe zu Schussenried, in St. Martin _zu Landshut, bei St. Veit 
und bei den Capuzinern zu Straubiug, in der Stifts- und Jesuiten- 
mmhc zu Alteuzßctling, im Dgme zu Passau, in der Carmeliter-
        

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