Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schoute - Sole
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1795908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1800287
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Simon , 
Hippolyte. 
Simon, 
Jean. 
zen. Harzoge, Grafen, Barone und Ritter. Dieses Tableau er- 
hielt die Kaiserin Jnsephinß, und liess es in ihrem Cabinete auf- 
hängen. Um jene Zeit beabsichtigte er auch die Herausgabe eines 
grossen Wappenbuchs des französischen Adels, wovon 1812 der 
erste Band unter dem Titel: Armorial göndral de PEmpire frangais, 
erschien, und welches auf vier Bände berechnet war. Nach dem 
Sturze Napoleon's war Simon einige Zeit dem Privatstande zurück- 
gegeben, bis ihn 1817 der Prinz von Oranien zu seinem Hofgraveur 
ernannte, ohne desswegen den Aufenthalt in Paris verändern zu 
dürfen. Später ernannte ihn Ludwig XVIII. zum Professor der 
Steinschneidekunst am k. Taubstummen-Institute, und auch Carl 
X. und Louis Philipp wussten den Künstler zu ehren, indem sie 
ihn zum Hotgraveur ernannten. Das k. belgische und das k. 
französische Institut zählen ihn unter ihre Mitglieder. 
Die Werke dieses Künstlers sind zahlreich. Sie bestehen in 
Medaillen, und in Arbeiten in Edelsteine. Er schnitt die Bildnisse 
Napoleons, des Kaisers Alexander von Russland, und Ludwigs 
XVIH. von Frankreich, jene des Herzogs und der Herzogin von 
Berry, des Herzogs von Bordeaux, des Königs Carl X., des Königs 
Louis Philipp und seiner Gemahlin, des Herzogs und der Herzogin 
von Orleans, des Prinzen Poniatowsky, des Schauspielers Talma 
u. 0., alle in Edelsteine, meistens in Carneol, erhaben und vertieft. 
In letzter Zeit schnitt er die Bildnisse der sämmtlichen Mitglieder 
der k. französischen Familie in einen Carneol, ein Kunstwerk, 
welches 1845 in dem Antiken-Cabinete der k. Bibliothek aufbe- 
wahrt wurde. Dann schnitt dieser Künstler auch ganze Figuren 
in Edelsteine, wie einen Aesculap, einen Amor u. s. w. 
Eine seiner schönsten Medaillen stellt die Königin von Belgien 
auf einem von Löwen gezogenen Wagen dar. Es ist diess eine 
Denkiuünze auf die Ankunft der Königin in Brüssel 1817. Auch 
für die k. 'Münz in Brüssel schnitt er einige Stempel. Für die 
Sammlung von Portraitmedaillen berühmter Niederländer (Galerie 
historique des ßays-Bas) lieferte er ebenfalls einige Stücke, Da- 
runter sind die schönen Medaillen mit den Bildnissen von Rubens 
und Rembrandt, die in Bronze vorkommen. 
SIIIIOII, HIPPOIYÜC, Maler in Poitiers. machte in Paris seine Stu- 
dien und malt Bildnisse und historische Darstellungen. Er wühlt 
den Stoff häufig aus der Bibel. Auf dem Pariser Salon 1845 sah 
man einen Christus auf Golgathß von diesem Simon.  
Slmßn; J-y Bildhauer, arbeitete in der zweiten Hälfte des 13. Jahr- 
hunderts in-Berlin, und noch um 1304. Er fertigte ßiisten vor- 
nehmen und merkwürdiger Personen, Statuen und Basreliefs in 
Marmor und Gyps. Ist wahrscheinlich Eine Person mit J. Simony. 
SIIDOII, Jean, Zeichner und Kupfcrstecher, wurde um 1675 in der 
Normandie geboren, und in Paris zum liünstler herangebildet, wo 
er einige Blätter. in Linienmanier Stach, die gerade nicht zu den 
bessten franzöälißhßß Arbeiten 5165er Art gehören. Nach einiger 
Zeit begab er sich nach London, wo er jetzt nach dem Vorgange 
des John Smith und auf Yieranlassung Bnellefs die Mezzotinto- 
manier verzog. Er führte lll dieser Weise viele Blätter aus, die 
theilweise ihr Verdienst haben, im Ganzen aber den Arbeiten 
Smith's nachstellen. Von einigen sind die Originale sehr bemer- 
lsenswcrth, so dass sie dadurch höheres Interesse erregen, Simon 
blieb bis an seinem 1755 erfolgten 'I.'od in London.
        

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